Johanna Diehl, <i>Das imaginäre Studio XIV</i> (Hermann Scherchens rotierender Nullstrahler, Studio für Elektroakustische Musik, Akademie der Künste, Berlin), gelatin silver print, 2017, 61 × 49 cm

Steffen Tast

Steffen Tast wurde 1965 in Berlin geboren. Nach dem Studium im Fach Violine an der Hochschule für Musik Hanns Eisler wurde er 1987 Mitglied des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin (RSB). Im selben Jahr führte ihn sein Interesse für die zeitgenössische Musik in das Kammerensemble Neue Musik Berlin (KNM). Mit diesem gab er häufig Konzerte als Kammermusiker und Solist. In den letzten Jahren tritt er zunehmend als Dirigent in Erscheinung. Es folgten Einladungen als Dirigent beim Ensemble Oriol, der Kammerakademie Potsdam, dem Ensemble Modern und dem Ensemble ascolta, Stuttgart.
Seit 2005 leitet er regelmäßig Kammerorchesterkonzerte mit Mitgliedern des RSB und dessen Orchesterakademie im Rahmen der Kammermusikreihe des Orchesters. Seit 2014 dirigiert er auch Konzerte des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin im Rahmen der Familien- und Schülerkonzerte. In seinem Heimatdorf Klein Leppin im Nordwesten Brandenburgs war er 2005 einer der Initiatoren des Projekts „Dorf macht Oper“ und ist seitdem dessen musikalischer Leiter. Hier leitete er Aufführungen von Webers Freischütz, Mozarts Zauberflöte, Glucks Orpheus und Eurydike und weiteren Opern von Purcell, Lortzing und Ravel. Die Idee des Projekts ist das kreative Zusammenwirken von Laien und Profis bei der jährlichen Erarbeitung und Aufführung einer Oper in einem ehemaligen Schweinestall. Für das erfolgreiche Konzept der Vermittlung kultureller Bildung erhielt das Projekt zahlreiche Auszeichnungen. In der Saison 2017/18 wird er erstmals beim Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt/Oder und bei den Brandenburgischen Symphonikern am Pult stehen.