Johanna Diehl, <i>Das imaginäre Studio XIV</i> (Hermann Scherchens rotierender Nullstrahler, Studio für Elektroakustische Musik, Akademie der Künste, Berlin), gelatin silver print, 2017, 61 × 49 cm

Vladimir Ussachevsky

Vladimir Ussachevski war ein russisch-amerikanischer Komponist. Er emigrierte 1931 in die Vereinigten Staaten und studierte am College von Pomona in Kalifornien und der Universität von Rochester im Bundesstaat New York. Seit 1947 unterrichtete er an der Columbia University von New York City. 1951 führte er mit seinem Lehrer Otto Luening im Museum of Modern Art das erste Konzert für Tonbandmusik in den Vereinigten Staaten auf. Seit 1959 leitete er gemeinsam mit Otto Luening, Milton Babbitt und Roger Sessions das Columbia-Princeton Electronic Music Center. Nach Experimenten mit Tonbandmusik arbeitete er seit 1967 an der Klangsynthese mit Computern. Von 1968 bis 1970 war er auch Präsident des Amerikanischen Komponistenverbandes. Zu seinen Schülern zählen Komponisten wie Charles Dodge, Robert Moog, Alice Shields, Harvey Sollberger und Charles Wuorinen. Ussachevski verfasste Publikationen über elektronische, Tonband- und Computermusik und schrieb zahlreiche experimentelle Kompositionen. Creation Prologue (1961), der erste von drei Teilen seiner Arbeit Creation (1961–1971), einer umfangreichen Komposition für Chöre und Elektronik, ist Hermann Scherchen gewidmet.