Pressestimmen

Ende März hätte die erste große John-Heartfield-Ausstellung seit Jahrzehnten unter dem Titel „Fotografie plus Dynamit" in der Berliner Akademie der Künste am Pariser Platz eröffnet werden sollen. Was daraus nach der Absage wurde, ist ein Lehrstück gelungener Kompensation, ein Multimedia-Mix aus geschrumpftem digitalen Ausstellungsparcours, opulentem freigestellten Online-Archiv, gedrucktem Katalog und einer Special-Interest-Publikation, die Heartfields spätes Adressbuch vorstellt.
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Lothar Müller, Süddeutsche Zeitung, 6. April 2020

 

Das Interessante am Heartfield-Online-Katalog – und der größte Vorteil gegenüber einer Ausstellung, die ja eine enge Auswahl treffen muss – ist die direkte Vergleichbarkeit der Werkgruppen, Materialien und Strategien der Variation. Heartfield war leidenschaftlicher Sammler, Arrangeur, Verwerter und Wiederverwerter; er wählte aus, verschob, schnitt herum und spitzte zu.
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Paul Ingendaay, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 5. April 2020

 

6.200 Werke und Objekte aus Heartfields Nachlass können seit Ende 2018 unter heartfield.adk.de online recherchiert und besichtigt werden. Die große Ausstellung der AdK zum Erfinder der aufklärenden Fotomontage soll noch in den Niederlanden und London zu sehen sein. Im Internet sind die fünf Kapitel – Leben, Werk, Exil und Rückkehr sowie Nachlass – grafisch ansprechend aufbereitet. Unbedingt zu empfehlen ist auch der Katalog mit vielen erhellenden Aufsätzen, etwa einem von Andrés Mario Zervigón über die „produktiven Beziehungen" zwischen Heartfield und Münzenberg. Webausstellung und Katalog trösten etwas darüber hinweg, dass man die Schau am Pariser Platz in Berlin bis auf weiteres nicht besuchen kann.
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Matthias Reichelt, junge Welt, 3. April 2020

 

Zum Glück hat die Akademie zur Ausstellung eine aufwendige, abwechslungsreiche Online-Präsentation mit vielen Ton- und Filmelemente produziert. Damit kann man viel Zeit verbringen, viel lernen und sich gleichzeitig an einer ausgefeilten Multimediagestaltung erfreuen.
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Sebastian Preuss, Weltkunst, 30. März 2020

 

Und es scheint auch das Thema der Stunde. [...] Aufklärung oder Apokalypse? Das war jedes Mal wieder die Frage. In solch offenen Situationen kann es emanzipatorische Schübe geben, aber auch das Gegenteil davon. Darum lohnt es, sich diese besondere, an der Berliner Akademie der Künste wegen des Coronavirus vorerst nicht eröffnete Ausstellung „John Heartfield - Fotografie plus Dynamit" anzuschauen.
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Gunnar Decker, Neues Deutschland, 29. März 2020

 

One of the most innovative artists of the 20th century, John Heartfield is best known for his political photomontages that railed against Nazism. To celebrate the digitalisation of his estate, this is a must-see exhibition in an age where political satire through imagery and internet memes has never had so much cultural significance.
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Sleek Magazine, 28. Februar 2020

 

Heartfield Kunst geht online. Ihm hätte das garantiert gefallen. Die massenhafte Verbreitung seiner ätzend ironischen und gesellschaftskritischen Fotomontagen, Zeichnungen, Plakate, Bücher und Bühnengestaltungen im Netz wäre seiner Aufklärungsarbeit sehr dienlich gewesen.
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Ingeborg Ruthe, Berliner Zeitung, 27. März 2020

 

Das Herausragende ist, dass sie (die Ausstellung und ihr Katalog, Anm. d. Red.) nicht nur zurückblicken auf das Wirken Heartfields, sondern auch überraschende Archivfunde präsentieren und zahlreiche Bezüge zur Gegenwart herstellen.
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Fresko, No. 01/2020


In der Akademie der Künste hätte es ab 20. März um „Wahrheit" gehen sollen: John Heartfield, Pionier der Fotomontage, hat es für seine Arbeit einmal so formuliert. Dass die Schau jetzt vorerst online zu sehen ist, trägt sogar zum Thema bei.
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Ronald Berg, Zitty, 27. März 2020

 

Am 21. März hätte in der Akademie der Künste die Ausstellung „John Heartfield – Fotografie plus Dynamit" eröffnen sollen. Zum Glück wurde gerade erst das dreijährige Projekt abgeschlossen, die 6.200 Objekte des Malers und Grafikers in der Sammlung der Akademie zu digitalisieren. Ab dem 20. März wird die digitale Ausstellung „Kosmos Heartfield" online gehen. „Fotos, Dokumente und audio-visuelle Zeugnisse aus seinem Leben und Wirken" werden zu sehen sein.
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TAZ, 21. März 2020

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