Bibliothek der Akademie der Künste

Die Bibliothek der einstigen Preußischen Akademie der Künste zählte zu den bedeutendsten ihrer Art in Europa. Ihre Bestände waren damals so gefragt, dass ihr Katalog immer wieder in Buchform herausgegeben wurde. Durch die faschistische "Gleichschaltung" nach 1933 schrumpfte der Bestand auf knapp 500 Bände zusammen.
Ein Neuanfang wurde 1950 mit der Übernahme des Nachlasses von Heinrich Mann gesetzt.
Parallel zu den Kunst- und Literaturarchiven der Akademie der Künste wuchs auch die Bibliothek, denn mit den Nachlässen der Künstler, Schriftsteller und Gelehrten gelangten meist deren Privatbibliotheken in den Besitz der Akademie.
Diese Nachlassbibliotheken bilden den Grundbestand der Bibliothek.
Die Bibliothek der Akademie der Künste verfügt heute über einen Bestand von ca. 550.000 Bänden. Sie ist eine Spezialbibliothek, die den Mitgliedern und Mitarbeitern der Akademie der Künste zur Verfügung steht, darüber hinaus aber auch der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit zugänglich ist. Ein Teil der Bände ist Präsenzbestand.

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Die letzten Bibliotheksbestellungen in diesem Jahr sind nur noch bis zum 18.12.2014 möglich.
Die ersten Bestellungen im neuen Jahr dann erst wieder ab dem 5.01.2015.

(Stand 20.09.2011)


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Daniel Chodowiecki, Der Evangelist Matthäus, Akademie der Künste, Kunstsammlung

Turmbewohner. Entwurfszeichnungen von Chodowiecki und Rode für den Gendarmenmarkt

23.01.-14.04 2015

Alte Nationalgalerie, Bodestr. 1–3, 10178 Berlin

Die Türme des Deutschen und des Französischen Doms auf dem Gendarmenmarkt prägen bis heute das Berliner Stadtbild.
Den umfangreichen Figurenschmuck entwarfen in den 1780er Jahren zwei herausragende Künstler des friderizianischen Berlins, Bernhard Rode (1725–1797) und Daniel Chodowiecki (1726–1801), die beide auch als Akademie-Direktoren hervortraten. Ihre Entwurfsserien wurden durch die Akademie der Künste gekauft. Nach 1945 galten Chodowieckis Rötelzeichnungen als Kriegsverlust, konnten der Kunstsammlung aber im letzten Jahr wieder zugeführt werden. Nach einer Restaurierungsphase präsentiert die Akademie sie nun erstmals neben Rodes schwungvollen Federzeichnungen in einer Kabinettausstellung in der Alten Nationalgalerie. Die Gegenüberstellung der beiden Werkgruppen veranschaulicht die unterschiedlichen Arbeitsweisen der Künstler. Hochkarätige Leihgaben, darunter Originalfragmente des Skulpturenschmucks, führen den Schaffensprozess von der Zeichnung zur Skulptur, aber auch die bewegte Geschichte des Platzes lebhaft vor Augen.