Musik – Mitglieder

Helmut Oehring

Komponist, Regisseur, Autor

Am 16. Juli 1961 in Berlin (Ost) geboren, lebt in Waldsieversdorf bei Berlin.
Seit 2005 Mitglied der Akademie der Künste, Berlin, Sektion Musik.

www.helmutoehring.de

Biographie

Ausbildung als Baufacharbeiter, in den 1980er Jahren in verschiedenen Berufen tätig.
Intensive Beschäftigung mit der Musik der europäischen Moderne.
Als Gitarrist und Komponist Autodidakt.
1990-1992 nach Konsultationen bei André Asriel, Helmut Zapf und Friedrich Goldmann Meisterschüler von Georg Katzer an der Akademie der Künste zu Berlin.
1994/95 Stipendiat an der Villa Massimo in Rom.
Mitglied der Jury des Karl-Sczuka-Preises für internationale Hörspielkunst des SWR
2011 "Mit anderen Augen. Vom Kind gehörloser Eltern zum Komponisten", Autobiographie
2015 "Mit anderen Augen". Hörstück.
2016/17 Kinoverfilmung seiner Autobiografie.
Honorarprofessor für Théatre musical an der Hochschule der Künste, Bern.

Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste, Dresden.

Werk

2008 GOYA II. Yo lo vi. Memoratorium für einen Vokalisten/Solo-Kontrabassisten, Solo-Knabensopran, Solo-E-Gitarre, Spanische Gitarre, einen männlichen Gebärdensolisten, gemischten Chor, Orchester und Live-Elektronik auf Zeichnungen Francisco Goyas und
Texte von Hermann Kesten und Fédérico Garcia Lorca unter Verwendung von Musiken Manuel de Fallas, Hans Werner Henzes u. a.
2009/10 Die WUNDE Heine. Kleines episches Songspiel mit Interludien auf Texte von Heinrich Heine (Antwortmusik auf das Mahagonny-Songspiel von Bertolt Brecht/Kurt Weill)
2010 MEERE für Solo-Bassklarinette und Orchester auf das gleichnamige Lied von Johannes Brahms
2011 POEndulum. Monodram für einen Sprecher, Violoncello solo und Orchester nach Edgar Allen Poes Novelle "The Pit and the Pendulum"
2012/13 SehnSuchtMEER oder Vom Fliegenden Holländer. Oper unter Verwendung von Musiken Richard Wagners und Texten von Heinrich Heine, Richard Wagner, Mathilde Wesendonck und Hans Christian Andersen
2012/2013 AscheMOND oder The Fairy Queen. Oper unter Verwendung von Musiken Henry Purcells mit Texten von William Shakespeare, Adalbert Stifter, Heinrich Heine und Helmut Oehring
2013 Saf Haki / Wörter in die Luft (schienen wie Wellen die in lange Auge) für einen Vokalsolisten, eine Gebärdensolistin, einen Solo-E-Gitarristen, Chor und Orchester
2013 SEVEN SONGS for Sunrise. Live-Filmmusik für einen Vokalisten und Oktett auf F. W. Murnaus Stummfilm "Sunrise". Song for Two humans
2013/14 GOYA III. Veía la mano, pero como alelado für 18 Streichinstrumente auf Beethovens Streichquartett Nr. 14 cis-Moll op. 131
2013/14 Orfeo 14. (vol. 1). Musiktheater auf Claudio Monteverdis "Orfeo" und Joseph Conrads "Heart of Darkness" für sechs Solisten und zwei Ensembles
2014/15 ANGELUS NOVUS II. Collage instrumental-vocal mis-en-scène für Vokal- und Instrumentalsolisten, Jazz-Quartett, Ensemble, Live-Elektronik und Live-Video auf Bilder von Paul Klee sowie Texte von Walter Benjamin und Charles Baudelaire
2015 Massaker. Hört ihr, MASSAKER! (an Recep Tayyip Erdogan).
Melodram für Solo-Gitarre/Stimme, 12-stimmigen Frauenchor und Streichorchester auf ein Gedicht des armenischen Dichters Rupen Sevag, Verse der Ya Sin Sure und ein Poem Helmut Oehrings zum 100. Jahrestag des Völkermords an den Armeniern
2015/16 Vokalise eines untröstlichen Engels für Solo-Sopran, Solo-E-Gitarre und Orchester
2016 AGOTA? Die Analphabetin (Gestern/Irgendwo). Instrumentalvokales Melodram für eine Sängerin/Sprecherin/Schauspielerin, Instrumental- und Vokal-Trio,
Instrumentalensemble (auch vokal/chorisch), vorproduzierte Zuspiele und Live-Elektronik
2016 Angelus Novus III für Ensemble und Orchester auf Bilder von Paul Klee und Texte Walter Benjamins

Auszeichnungen

1990 Hanns-Eisler-Preis des Deutschlandsenders Kultur
1996 Orpheus-Kammeroper-Preis, Italien
1997 und 1998 Hindemith-Preis
1998 Schneider-Schott-Musikpreis, Mainz
2008 Arnold-Schönberg-Preis
2015 Deutscher Musikautorenpreis in der Kategorie Musiktheater
2016 Brandenburgischer Kunstförderpreis für Musik/Komposition

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