Aufführungsfoto des Stücks Riesig aus winzig von Manos Tsangaris, Dundalk, Irland, 2007. Foto © Moritz Hammerschlag
Aufführungsfoto des Stücks Riesig aus winzig von Manos Tsangaris, Dundalk, Irland, 2007. Foto © Moritz Hammerschlag

„Wo kommen wir hin“.
Ein künstlerisches Forschungslabor der Akademie der Künste

21.3. – 2.6.2019

Installationen, Performances, Gespräche

Alle reden von einer Öffnung der künstlerischen Disziplinen. Aber wie verhalten sich zeitgenössische künstlerische Konzepte tatsächlich zueinander? Komponieren, Schreiben, Hör- und Konzeptkunst, die Gestaltung von Raum und Bühne, die Befragung des Individuums und des Sozialen, Partizipation: die Strategien künstlerischen Handelns definieren sich immer neu. Diesen verschiedenen Ansätzen in einer experimentellen Versuchsanordnung Raum zu geben, das ist die Ausgangssituation von „Wo kommen wir hin“. 

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Hito Steyerl. Abstract, 2012 (Detail). Zwei-Kanal-HD-Video, Ton. 7:30 Min. © VG Bild-Kunst, Bonn 2019. Filmstill: © Hito Steyerl. Courtesy: the artist, Andrew Kreps Gallery, New York and Esther Schipper, Berlin
Hito Steyerl. Abstract, 2012 (Detail). Zwei-Kanal-HD-Video, Ton. 7:30 Min. © VG Bild-Kunst, Bonn 2019. Filmstill: © Hito Steyerl. Courtesy: the artist, Andrew Kreps Gallery, New York and Esther Schipper, Berlin

Käthe-Kollwitz-Preis 2019: Hito Steyerl
21.2. – 14.4.2019

Ausstellung

Hito Steyerl erhält den Käthe-Kollwitz-Preis 2019. Mit dieser Auszeichnung ehrt die Akademie eine internationale Künstlerin, deren besonderes Interesse den Medien, der Technologie und der Verbreitung von Bildern gilt. Ihr Werk umfasst Texte, Performances, Multimedia-Installationen und essayistische Dokumentarfilme, in denen sie sich mit postkolonialer Kritik, feministischer Repräsentationslogik sowie den Einflüssen der Globalisierung auseinandersetzt. Anlässlich der Preisverleihung zeigt die Akademie eine Ausstellung mit Arbeiten von Hito Steyerl.

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Baustelle des Archiv-Gebäudes der ehemaligen Akademie der Künste der DDR am Robert-Koch-Platz im Juli 1987. Foto: Christian Kraushaar
Baustelle des Archiv-Gebäudes der ehemaligen Akademie der Künste der DDR am Robert-Koch-Platz im Juli 1987. Foto: Christian Kraushaar

Die Geschichte der DDR-Akademie ist auch eine Geschichte von ständiger Raumnot, schwierigen Arbeitsbedingungen und unzureichender Unterbringung der Archive. Für einen repräsentativen Bau am Platz der Akademie (heute Gendarmenmarkt) wurden städtebauliche Planungen betrieben und Perspektivpläne aufgestellt. Realisiert wurde ein Archiv-Neubau am Robert-Koch-Platz 10, der einzige Archivzweckbau in der DDR. Der Einzug begann vor 30 Jahren, ein Jubiläum, das mit einer Foyer-Ausstellung gewürdigt wird.

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Handstudie Wigman-Schule Dresden, Akademie der Künste, Berlin, Mary-Wigman-Archiv_392, Foto: Ursula Richter
Handstudie Wigman-Schule Dresden, Akademie der Künste, Berlin, Mary-Wigman-Archiv_392, Foto: Ursula Richter

Vom 24.8. bis zum 21.9.2019 plant die Akademie unter dem Titel „Das Jahrhundert des Tanzes“ eine performative Ausstellung zur Aktualität des Tanzerbes. Ausgangspunkt für das Projekt ist ein Campus für internationale Studierende, die sich in Meisterklassen, Vorträgen und Gesprächen praktisch und theoretisch mit der Tanzmoderne auseinandersetzen. Der Campus verbindet sich mit einem Gesamtprogramm aus Aufführungen und Debatten. Bis zum 15.4.2019 können sich Studierende und Alumni aus internationalen Tanzstudiengängen bewerben.

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Blick in den Bilderkeller, im Vordergrund Wandbild von Harald Metzkes und Manfred Böttcher © VG Bild-Kunst, Bonn 2018, Foto: Andreas FranzXaver Süß
Blick in den Bilderkeller, im Vordergrund Wandbild von Harald Metzkes und Manfred Böttcher © VG Bild-Kunst, Bonn 2018, Foto: Andreas FranzXaver Süß

Bilderkeller
3.10.2018 — 28.4.2019

Ausstellung

Im ehemaligen Kohlenkeller des Akademie-Gebäudes am Pariser Platz hat sich eine Reihe von Wandbildern erhalten, die 1957 und 1958 für zwei Faschingsfeste entstanden waren. Gemalt von Manfred Böttcher, Harald Metzkes, Ernst Schroeder und Horst Zickelbein – ehemaligen Meisterschülern der Deutschen Akademie der Künste – sind sie neben den Ausstellungssälen der einzige originale Rest des historischen Gebäudes. 1989 erstmals fotografiert, publiziert und seitdem konserviert, werden sie nun nach fast 30 Jahren öffentlich zugänglich gemacht.

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Dachterrasse der Akademie der Künste am Pariser Platz, Berlin © Andreas [FranzXaver] Süß
Dachterrasse der Akademie der Künste am Pariser Platz, Berlin © Andreas [FranzXaver] Süß

Die Akademie der Künste, Berlin, gehört zu den ältesten europäischen Kulturinstituten. Sie ist eine internationale Gemeinschaft von Künstlern und hat in ihren sechs Sektionen Bildende Kunst, Baukunst, Musik, Literatur, Darstellende Kunst, Film- und Medienkunst derzeit insgesamt 414 Mitglieder. Die Akademie ist ein Ausstellungs- und Veranstaltungsort. Das Archiv der Akademie zählt zu den bedeutendsten interdisziplinären Archiven zur Kunst des 20. Jahrhunderts.

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Brecht-Weigel-Museum. Foto: Erik-Jan Ouwerkerk
Brecht-Weigel-Museum. Foto: Erik-Jan Ouwerkerk

Bertolt Brechts Arbeitszimmer, Helene Weigels Wintergarten, Anna Seghers' Mastkorb – regelmäßige Führungen ermöglichen interessierten Besucherinnen und Besuchern Einblicke in die Berliner Wohn- und Arbeitsräume der Schriftstellerin Anna Seghers, der Schauspielerin und Theaterleiterin Helene Weigel und des Schriftstellers Bertolt Brecht. Das Brecht-Weigel-Museum in Berlin-Mitte und das Anna-Seghers-Museum in Berlin-Adlershof gehören zur Akademie der Künste.

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Archivdatenbank - Akademie der Künste
Foto: Akten der Preußischen Akademie der Künste, © Erik-Jan Ouwerkerk, 2016

Die Nutzung des Archivs der Akademie der Künste ist für wissenschaftliche, publizistische oder private Studien kostenfrei möglich. Mit der Archivdatenbank steht ein elektronisches Rechercheinstrument online zur Verfügung, mit dem sich detaillierte Informationen zu 1.020.000 Archivalien und 462.000 analogen wie digitalen Objekten abrufen lassen.

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Neuigkeiten aus der Akademie

12. Akademie-Gespräch [und ...]: Kulturelle Filmförderung jetzt!mehr

Das Werkverzeichnis der Skulpturen von Werner Stötzer – ein Werkstattberichtmehr

Jetzt erhältlich: Journal der Künste 9mehr

Dorte Mandrup. Foto: Torben Eskerod
Dienstag, 19.3.
Vortrag

19 Uhr

Pariser Platz

Plenarsaal

On the Duty and the Power of Architecture Dorte Mandrup

Die Vortragsreihe „On the Duty and the Power of Architecture“ der Sektion Baukunst der Akademie wird mit einem Vortrag von Dorte Mandrup, der Preisträgerin des Kunstpreis Berlin 2019, Sparte Baukunst, fortgesetzt. Die dänische Architektin ragt mit ihrer „klaren und unabhängigen Haltung und ihrem komplexen Werk aus der populären zeitgenössischen Architektur heraus“ (aus der Laudatio). Almut Grüntuch-Ernst moderiert das sich anschließende Gespräch. In englischer Sprache.

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Adam und Evelyn. Szenenfoto © Alexander Schaak
Mittwoch, 20.3.
Film und Gespräch

18 Uhr

Hanseatenweg

Studio

Adam und Evelyn

Ein Film von Andreas Goldstein: Der Spielfilm Adam und Evelyn, basierend auf dem Roman von Ingo Schulze, handelt von einem Paar auf der Suche nach dem Paradies. Liegt es im Osten oder Westen, im Vertrauten oder in der Fremde? Im Anschluss Gespräch mit Andreas Goldstein, Jakobine Motz und Ingo Schulze. Moderation: Matthias Dell. In deutscher Sprache.

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Der Funktionär. © Andreas Goldstein
Mittwoch, 20.3.
Film und Gespräch

20.15 Uhr

Hanseatenweg

Studio

Der Funktionär

Ein Film von Andreas Goldstein: Der Dokumentarfilm Der Funktionär beleuchtet das Verhältnis Goldsteins zu seinem Vater, dem DDR-Kulturfunktionär Klaus Gysi. Im Anschluss Gespräch mit Andreas Goldstein, Ingo Schulze und Chris Wright. Moderation: Matthias Dell. In deutscher Sprache.

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Foto: Stefan Kraus, Köln
Donnerstag, 21.3.
Konzert und Gespräch

19 Uhr

Hanseatenweg

Halle 2

Wo kommen wir hin Free International Drumming III

Schlagzeugspiel ist eine weltweit praktizierte musikalische und rituelle Ausdrucksform, die regional geprägt, aber global verständlich ist. Gerade diese Instrumentengruppe ist in ihrer Vielfalt prädestiniert, Impulse unterschiedlicher Lebenswelten aufzunehmen und zu transformieren, wie es charakteristisch ist für das Schlagzeugspiel von Robyn Schulkowsky und Manos Tsangaris. Anschließend Gespräch zur Eröffnung des künstlerischen Forschungslabors „Wo kommen wir hin“. In deutscher Sprache.

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Foto: Albrecht Hotz
Sonntag, 24.3.
Konzert und Gespräch

12 Uhr

Hanseatenweg

Halle 2

Wo kommen wir hin Wie politisch ist unser Werkzeugkasten?

Die spezifischen Eigenschaften der verschiedenen Kunstgattungen konkretisieren und entwerfen gesellschaftliche Realität. Sind deren Werkzeugkästen darum politisch bzw. wo beginnt das Politische in der Kunst? Und wie ordnet sich hier die Musik ein? Die Komponisten Helmut Lachenmann und Manos Tsangaris erörtern gemeinsam die aktuelle Lage zeitgenössischen Komponierens in diesem Spannungsfeld. In deutscher Sprache.

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Vorschau

Eileen Gray. E.1027 Master Bedroom. Ein modernes Gesamtkunstwerk 12. April – 10. Juni 2019 mehr