Benjamin und Brecht.
Denken in Extremen

26.10.2017 — 28.1.2018

Ausstellung

Die Beziehung zwischen Walter Benjamin und Bertolt Brecht ist eine außergewöhnliche Konstellation. In der Weimarer Republik nähern sich der Kritiker und der Dichter einander an, diskutieren Grundfragen der Kunst und der Politik, im Exil entsteht eine verlässliche Freundschaft. Die Ausstellung zeigt die Aktualität dieser Begegnung, das historisch Dokumentierbare, das Echo von Freunden und Feinden sowie Momente der Rezeption.

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Danièle Huillet und Jean-Marie Straub. Filmstill <i>Schwarze Sünde</i>, 1988 © BELVA Film
Danièle Huillet und Jean-Marie Straub. Filmstill Schwarze Sünde, 1988 © BELVA Film

In annähernd 50 Jahren gemeinsamer Arbeit haben Danièle Huillet und Jean-Marie Straub eines der einflussreichsten und kontroversesten Werke des modernen Kinos geschaffen. Eine Ausstellung, die von den detailgenauen, handwerklichen Arbeitsprozessen der beiden Filmemacher handelt und dazu neu entstandene Positionen internationaler Künstlerinnen und Künstler zeigt, bildet den Resonanzraum eines umfangreichen Programms.

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Letters From the Editor #18 (Facebook zensiert das Foto des Napalm-Angriffs auf Trang Bang, 13. September 2016), 2017. Digitale Fotokollage (Bildquellen: Nick Ut/AP, Kim Phuc Foundation, Associated Press, Facebook). Courtesy Eran Schaerf © VG Bild-Kunst, Bonn 2017
Letters From the Editor #18 (Facebook zensiert das Foto des Napalm-Angriffs auf Trang Bang, 13. September 2016), 2017. Digitale Fotokollage (Bildquellen: Nick Ut/AP, Kim Phuc Foundation, Associated Press, Facebook). Courtesy Eran Schaerf © VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Der Käthe-Kollwitz-Preis wird seit 1960 vergeben, eine der ältesten Auszeichnungen der Akademie der Künste. Das Käthe Kollwitz Museum Köln präsentiert in Zusammenarbeit mit der Akademie facettenreiche Positionen von 21 Künstlerinnen und Künstlern, die mit dem Preis ausgezeichnet wurden. Anhand von mehr als 70 Exponaten wird sichtbar, wie das Bekenntnis von Käthe Kollwitz „Ich will wirken in dieser Zeit“ noch heute für Kunstschaffende ein Impuls ist. Mit Miriam Cahn, Douglas Gordon, Mona Hatoum, Martin Kippenberger, Astrid Klein, Horst Münch, Katharina Sieverding, Willi Sitte u.a.

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Akademie der Künste am Pariser Platz mit Blick zum Brandenburger Tor © Manfred Mayer
Akademie der Künste am Pariser Platz mit Blick zum Brandenburger Tor © Manfred Mayer

Die Akademie der Künste, Berlin, gehört zu den ältesten europäischen Kulturinstituten. Sie ist eine internationale Gemeinschaft von Künstlern und hat in ihren sechs Sektionen Bildende Kunst, Baukunst, Musik, Literatur, Darstellende Kunst, Film- und Medienkunst derzeit insgesamt 415 Mitglieder. Die Akademie ist ein Ausstellungs- und Veranstaltungsort. Das Archiv der Akademie zählt zu den bedeutendsten interdisziplinären Archiven zur Kunst des 20. Jahrhunderts.

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Archivdatenbank - Akademie der Künste
Foto: Akten der Preußischen Akademie der Künste, © Erik-Jan Ouwerkerk, 2016

Die Nutzung des Archivs der Akademie der Künste ist für wissenschaftliche, publizistische oder private Studien kostenfrei möglich. Mit der Archivdatenbank steht ein elektronisches Rechercheinstrument online zur Verfügung, mit dem sich detaillierte Informationen zu 1.020.000 Archivalien und 462.000 analogen wie digitalen Objekten abrufen lassen.

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Neuigkeiten aus der Akademie

Soeben erschienen: SINN UND FORM, Heft 6/2017mehr

Atomdämmerung – Zum 50. Todestag des Schriftstellers Gerd Semmermehr

Theaterpraxis und Inszenierungsdokumentation – Arila Siegert und Ulrich Khuon im Interviewmehr

Bertolt Brecht, Mai 1923, Foto: unbekannt © Akademie der Künste, Bertolt-Brecht-Archiv
Montag, 20.11.
Buchpräsentation

19 Uhr

Benjamin und Brecht.
Denken in Extremen Im Dickicht der Zettel. Bertolt Brecht:
Notizbücher, Band 3: 1921

Im Zentrum der Notizbücher von 1921 steht Brechts Theaterstück Im Dickicht. Anders als sonst arbeitete er dabei allein und an allen Szenen gleichzeitig. Der neue Band rekonstruiert den rauschhaften Schreibprozess und offenbart eine unbekannte Seite des Dramatikers Brecht. Mit Kathrin Röggla und den Herausgebern Martin Kölbel und Peter Villwock. In deutscher Sprache.

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Ausstellungsansicht: Katharina Sieverding, Maton Solarisation XI/XII, 1969, C-Print, Acrylic, Steel © Katharina Sieverding, VG Bild-Kunst, Bonn 2017/ Foto: © Klaus Mettig, VG Bild-Kunst, Bonn 2017
Mittwoch, 22.11.
Künstlergespräch

18.30 Uhr

Käthe Kollwitz Museum Köln
Neumarkt 18–24
50667 Köln

Katharina Sieverding im Gespräch mit Wulf Herzogenrath

Als Pionierin der Medienkunst erneuert Katharina Sieverding das künstlerische Potential der Fotografie. Ihr kreativer Umgang mit dem Politischen – nicht zitieren, benutzen, sondern „politisch schaffen“ – zeichnet sie als Preisträgerin des Käthe-Kollwitz-Preises 2017 besonders aus. Wulf Herzogenrath, Direktor der Sektion Bildende Kunst der Akademie der Künste, spricht mit Katharina Sieverding über ihre Arbeit, Kollwitz und den Kollwitz-Preis. In deutscher Sprache.

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Berlin 2017 © S. Cubasc
23. – 24.11.
Symposium

Fragile Affinities – (Re)Strengthening International Artistic Collaboration

Die Wiederkehr nationalistischer Politiken in Europa betrifft vielerorts auch Künstlerinnen und Künstler, die in ihren Freiheitsrechten eingeschränkt werden. Beunruhigende Entwicklungen in der Türkei, Polen und Ungarn sowie der BREXIT sind Ausgangspunkte für eine Diskussion, wie künstlerischer Austausch für eine vielfältige europäische Gemeinschaft erhalten und befördert werden kann. In deutscher und englischer Sprache.

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Benjamin Scheuer, Foto: Ras Rotter
Freitag, 24.11.
Preisverleihung und Konzert

20 Uhr

Pariser Platz

Plenarsaal

Busoni-Kompositionspreis 2017:
Benjamin Scheuer

Der deutsche Komponist Benjamin Scheuer ist der diesjährige Preisträger des Busoni-Kompositionspreises. Seine Musik, die oft Objekte und Klänge des Alltags verwendet, ist unmittelbar sinnlich und humorvoll. Der Förderpreis geht an den spanischen Komponisten Óscar Escudero. Das ensemble mosaik spielt u. a. Uraufführungen der beiden Preisträger sowie Musik von Ferruccio Busoni. In deutscher und englischer Sprache.

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Vorschau

Koloniales Erbe Januar – Juni 2018 mehr