18.2.2021

„Minsk. Widersprüche der Utopie“
Lesung und Gespräch jetzt online

unter www.adk.de

Mit Stephan Wackwitz, Autor, früherer Leiter des Goethe-Instituts in Minsk, Maryna Rakhlei, Journalistin, Germanistin, Projektmanagerin, Yaraslava Ananka, Literaturwissenschaftlerin, Dichterin und Übersetzerin, und Matthias Weichelt (Moderation), Chefredakteur von Sinn und Form

In seinem in Sinn und Form 1/2021 erschienenen Essay „Minsk. Widersprüche der Utopie“ beschreibt der Autor Stephan Wackwitz, wie er die architektonische Schönheit des im Westen nahezu unbekannten Minsk entdeckte und den Widersprüchen der darin zum Ausdruck kommenden Utopie auf die Spur kam. Die im Zweiten Weltkrieg vollständig zerstörte Stadt war im Geist des stalinistischen Klassizismus wieder aufgebaut worden und sollte ihren Bewohnerinnen und Bewohnern eine neue, vom Mythos der siegreichen Sowjetunion gestiftete Identität bieten.

Welche Rolle dieser Mythos in Belarus heute noch spielt, welche Narrationen, Traditionen, Geschichten die Protestierenden dem entgegensetzen, darum geht es in dem von Matthias Weichelt moderierten Gespräch mit den belarussischen Autorinnen Maryna Rakhlei und Yaraslava Ananka. Erfindet die jüngere Generation eine eigene Erzählung? Und lässt sich die sowjetische Vergangenheit des Landes in diese integrieren? Oder ist auch hier die Konfrontation unvermeidlich? Essay und Gespräch bilden den Versuch, die aktuellen Entwicklungen in Belarus vor dem Hintergrund der Geschichte und Kultur dieses Landes zu verstehen.