Das Triadische Ballett. Foto © Wilfried Hösl

100 Jahre Bauhaus Kunst.Figur.Kostüm

Ausstellung und Filme

„Das Triadische Ballett" von Oskar Schlemmer hat heute den Status eines Mythos erworben. Bis vor fünf Jahren rechtsbedingt weitgehend unter Verschluss, konnte es 2014 in der von Gerhard Bohner 1977 als Auftragsproduktion der Akademie der Künste erstellten Choreographie mit jungen Tänzer*innen des Bayerischen Staatsballetts II (heute: Bayerisches Jugendballett) rekonstruiert werden. Die Kostüme wurden 1977 den Originalen, die heute teilweise in der Staatsgalerie Stuttgart zu sehen sind, genauestens nachgebaut. In ihnen manifestiert sich Schlemmers experimentelles Vorgehen in der Bewegung sowie seine Suche nach immer neuem Material, das auf spezifische Weise auf die Bewegung einwirkt. Konzept und Kostüme des Triadischen Balletts waren neben der Raumvorstellung des Totalen Theaters von Gropius Inspiration zur VR-Produktion "Das Totale Tanz Theater".

Bevor die Kostüme am 22. Januar in der Vorstellung „Das Triadische Ballett" auf der Bühne getragen werden, können einige der Rekonstruktionen sowie die Gliederpuppe und das Glaskostüm (erstmals rekonstruiert 2018 von Torsten Blume, Dessau) in der Ausstellung aus allen Perspektiven auf ihr Material, ihre Beschaffenheit und ihre Bauprinzipien hin inspiziert werden – wie tragen die Tänzer*innen diese Skulpturen aus Holz, Kunststoff, Textilien, Pappmaché, Glas, Draht und Fischbeinstäbchen? Wie bewegen sie sich darin, wie sehen sie, spüren sie, wie orientieren sie sich im Raum und wie beeinflusst das Kostüm die Bewegung? Susanne Stehle, Kostümbildnerin und Produktionsleiterin für Tanzkostüme an der Bayerischen Staatsoper, war 2014 maßgeblich beteiligt an der Aufarbeitung der Originalkostüme, die Susanne Dietrich 1977 für die Produktion in der Choreographie Gerhard Bohners herstellte. Susanne Stehle gibt zu Details, Bauweise und Material in einem Workshop Auskunft.

Ein Filmprogramm zur „Kunstfigur", zum Prinzip des „Mechanischen Balletts" und den Bewegungskonzepten des Bauhauses in Zusammenarbeit mit dem Bauhaus Dessau ergänzt diesen Teil der Installation.

Eine Produktion von 100 jahre bauhaus. Das Eröffnungsfestival, Heinz-Bosl-Stiftung, München, in Kooperation mit Stiftung Bauhaus Dessau, Dr. Claudia Perren und Thorsten Blume. Mit Unterstützung der Akademie der Künste, Berlin, Dank an Norbert Stück, Susanne Stehle und Andrés Belmar.

17. — 24.1.

Hanseatenweg

Halle 2

Täglich 10 bis 20 Uhr

Preis alle Ausstellungen/Installationen: € 12/8 (17. – 19.1.) bzw. € 10/6 (20. – 24.1.)
Freier Eintritt für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Kartenreservierung

Tickets für die Ausstellungen/Installationen können am entsprechenden Ausstellungstag vor Ort in der Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin erworben werden.

Bitte beachten Sie die Ticketregelungen.