Grafik © Ta-Trung, Berlin

Räumliche und zeitliche Bilder des Erinnerns und Vergessens

Vortrag und Gespräch

Das menschliche Gedächtnis ist selbst-reflexiv. Es ist also in der Lage, sich bei laufendem Betrieb selbst zuzusehen und diese Vorgänge zu analysieren. Eine besondere Rolle spielt hier die Kunst. Sie ist ein besonderer Monitor und  Spiegel der Selbstreflexion und entwickelt in diesem Fall einen wichtigen Metadiskurs  für die Dynamik von Erinnern und Vergessen.
Aleida Assmann ist eine der führenden Forscher*innen zum kulturellen Gedächtnis. In ihrem Vortrag widmet sie sich den räumlichen und zeitlichen Bildern des Erinnerns und Vergessens. In ihren Antwortbeiträgen gehen Sharon Macdonald, Direktorin des Centre for Anthropological Research on Museums and Heritage, und Cristina Baldacci, Kunsthistorikerin an der Università Ca' Foscari Venedig und ehemalige Fellow am ICI Berlin, auf die Beziehung von Kunst zu umstrittener Erinnerung und das Archiv als künstlerische Strategie ein.

Mit Aleida Assmann (Anglistin, Literaturwissenschaftlerin, Universität Konstanz), Cristina Baldacci (Kunsthistorikerin, Università Ca' Foscari Venedig, ICI Berlin), Sharon Macdonald (Sozialanthropologin, Museumswissenschaftlerin, Direktorin des CARMAH)

Aleida Assmann, Anglistin, Ägyptologin, Literatur- und Kulturwissenschaftlerin; Professorin im Ruhestand für Englische Literatur und Allgemeine Literaturwissenschaft an der Universität Konstanz. Forschungsschwerpunkt ist die kulturwissenschaftliche Gedächtnisforschung. Zusammen mit Jan Assmann erhielt sie 2018 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Zuletzt erschienen u.a. Das neue Unbehagen an der Erinnerungskultur. Eine Intervention (2013), Formen des Vergessens (2016) und Die Wiedererfindung der Nation. Warum wir sie fürchten und warum wir sie brauchen (2020).

Cristina Baldacci, Kunsthistorikerin spezialisiert in zeitgenossischer Kunst und Bildwissenschaft, Kuratorin und Autorin; Senior Researcher an der Universita Ca Foscari, Venedig; von 2018 – 2020 angegliedert an das ICI Berlin, wo sie von 2016-2018 Stipendiatin war. Forschungsschwerpunkt auf Archiven als künstlerische Praxis und Wissensform.

Sharon Macdonald, Alexander von Humboldt-Professorin für Sozialanthropologie am Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität zu Berlin; Leitung des Centre for Anthropological Research on Museums and Heritage (CARMAH) und des Forschungsprogramms „Making Differences in Berlin: Transformation von Museen und Kulturerbe im 21. Jahrhundert”.

Vorträge und Diskussion mit Aleida Assmann, Cristina Baldacci und Sharon Macdonald

In englischer Sprache

Livestream vom 8.6.2021, 19 Uhr

Weitere Informationen

adk.de/gedaechtnis