JUNGE AKADEMIE – Open Studios

Offene Ateliers

Die JUNGE AKADEMIE der Akademie der Künste zeigt aktuelle Arbeiten und Works-in-progress von Stipendiat*innen und Gastkünstler*innen der Bildenden Kunst, Film- und Medienkunst und der Musik. Dieses Mal bespielen die Künstler*innen mit zeremoniellen Performances, Screenings, Hörstationen und Ausstellungen den Buchengarten sowie Clubraum der Akademie am Hanseatenweg.

Zum Auftakt zeigen die Sängerinnen und Musikerinnen Sol-i So (Stipendiatin Sektion Musik) und Bo-Sung Kim drei traditionelle koreanische Stücke mit Gesang, Perkussion und Tanz. Gesungene Gebete und schamanische Totenrituale bringen Glück und Gesundheit für alle spirituellen Wesen der Natur und der Menschen oder thematisieren die Einheit von Tod und Leben. Die Gäste werden von den Performer*innen vom Eingang der Akademie in den Buchengarten geleitet. Zudem zeigt Sol-i So gemeinsam mit der Gastkünstlerin Soyoung Park frühere Arbeiten und aktuelle Studioaufnahmen an einer Hörstation im Salon.

Mit einem performativen Szenario im Buchengarten, das Bondage-Performances, Rollenspiel, Filmausschnitte und Musik vereint, gibt die Filmemacherin und Künstlerin Lillah Halla (Stipendiatin Film- und Medienkunst) – gemeinsam mit den Gastkünstler*innen Carolina Bianchi, Eurico Ferreira Mathias, Ennio Nobili, Marcos Mangani und Nighty ‒ Einblicke in ihr aktuelles Filmprojekt FLEHMEN RESPONSE. Angelegt als schwarze Komödie und ausgehend von der speziellen Beziehung von Mensch und Zuchtpferd, verhandelt das Projekt die Absurdität sowie Gegensätze überkommener Werte und Ideen wie Heroismus, Stolz, Herrschaft bzw. Unterwerfung und Privileg.

Die Künstlerin Hanna Zviahintseva kam über ein Artist-at-Risk-Stipendium der Akademie der Künste für ukrainische Künstler*innen zur JUNGEN AKADEMIE. Für die Open Studios hat sie ein Tagebuch in Illustrationen gestaltet, dass die 28 Tage seit Kriegsausbruch bis zur Ankunft in der Akademie erzählt. Als Prozess der Selbstheilung setzt sie Erinnerungen, Räume und Emotionen in Verbindung, um die inneren Konflikte und Unsicherheiten, die ihre Flucht hervorruft, zu verarbeiten.

Der Filmemacher Mohammed Almughanni (Stipendiat Film- und Medienkunst) arbeitet seit 2019 an der Coming-of-Age-Dokumentation Son of the Streets und begleitet das Leben des palästinensischen Jugendlichen Khodor über vier Jahre, der in einem Flüchtlingscamp in Beirut/Libanon lebt. Das Filmprojekt beschreibt, wie Hoffnungslosigkeit und Energie eines Heranwachsenden kollidieren und in Aggression und Verzweiflung münden auf der Suche nach einem möglicherweise selbstbestimmten Leben.

Donnerstag, 15.9.2022

18 – 22 Uhr

Hanseatenweg

Präsentationen der Stipendiat*innen: Mohammed Almughanni, Lillah Halla, Sol-i So, Hanna Zvyagintseva 

In englischer Sprache

Eintritt frei

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