Arbeit am Gedächtnis – Transforming Archives

Akademie der Künste, Pariser Platz

Schwerpunktprogramm mit Ausstellung und Veranstaltungen Mai – November 2021

Ausstellung: 4.6. – 15.8.2021
Austellungseröffnung: 3.6.2021

Die Akademie der Künste und ihre Archive sind ein Ort der künstlerischen Erinnerungsarbeit. Aus Anlass ihres 325-jährigen Bestehens beginnt die Akademie, die eigene Institution als Gedächtnisspeicher neu zu reflektieren. Die künstlerische Arbeit am Gedächtnis wird hier zur archäologischen Praxis und zur politischen Handlung. Sie erhält eine neue Dringlichkeit in der Dynamik zwischen digitalem Wandel, einem historischen Revisionismus und der beginnenden Dekolonisierung gewachsener Wissensräume. Denn wie und woran sich eine Gesellschaft erinnert, ist zur Schlüsselfrage geworden in einer Zeit, in der Selbstverständnisse neu verhandelt und Ein- und Ausschlussmechanismen infrage gestellt werden.

Den Kern des umfangreichen Schwerpunktprogramms bilden Veranstaltungsreihen sowie eine große Ausstellung: In 13 Auftragsarbeiten zeitgenössischer Künstler*innen wird die Grammatik von Erinnerung und Vergessen sichtbar gemacht und das Aufbewahrte in neue Kontexte gestellt. Es geht um die Macht der Erzählung und die Präsenz des Abwesenden in den Installationen von Candice Breitz und Eduardo Molinari, den Filmarbeiten von Robert Wilson, Cemile Sahin, Susann Hempel und Alexander Kluge, den Archivinszenierungen von Arnold Dreyblatt, Thomas Heise und Jennifer Walshe, den literarischen Spurensuchen von Ulrike Draesner und Cécile Wajsbrot und Klang-Arbeiten von Miroslaw Bałka und Matana Roberts. Dabei zeigt die Ausstellung das Archiv nicht nur als Ressource, sondern auch als künstlerische Methode.

Weitere Informationen: www.adk.de/gedaechtnis

NOTHINGTOSEENESS leere/weiß/stille

Akademie der Künste, Hanseatenweg

Eine Ausstellung der Akademie der Künste im Rahmen der BERLIN ART WEEK

Ausstellung: 16.9. – 12.12.2021
Ausstellungseröffnung: 15.9.2021

Das weite Bedeutungsspektrum der Farbe Weiß, der Leere und der Stille in den bildenden Künsten und die damit verknüpfte Differenz zwischen Materialität und Immateriellem steht im Zentrum des Ausstellungs- und Veranstaltungsprojektes mit internationalen Künstler*innen in der Akademie der Künste am Hanseatenweg. Dabei sollen künstlerisch-ästhetische Praktiken untersucht werden, die seit den 1950/60er-Jahren kontinuierlich bis zur Gegenwart international in ausgewählten Kreisen zu einer kritischen und prozessbasierten künstlerischen Haltung führten. Im Zentrum steht die „Frage des Sehens (...), des visuellen Nicht-Ausrutschens“ (John Cage, 1961). Neben Farbe, Material, Leere und Stille werden in der Ausstellung sowie im Begleitprogramm Bezüge zum Schweigen, zur Narration in Literatur, Performance, Musik und Architektur hergestellt.


Mit u. a. Peter Ablinger, Absalon, Mirosław Bałka, Rosa Barba, George Brecht, Günter Brus, John Cage, Enrico Castellani, Rutherford Chang, Ulrike Draesner, Maria Eichhorn, Ulrich Erben, Ceal Floyer, Lucio Fontana, Sam Francis, Katharina Fritsch, Heinz Gappmayr, Jochen Gerz, Raimund Girke, Gotthard Graubner, Hans Haacke, Marcia Hafif, David Hammons, Oskar Holweck, Stephan Huber, Alfonso Hüppi, Pierre Huyghe, Isaac Julien, Ellsworth Kelly, Per Kesselmar, Astrid Klein, Yves Klein, Bernd Koberling, Christina Kubisch, Raimund Kummer, Mark Lammert, Henning Lohner, Inge Mahn, Piero Manzoni, Joseph Marioni, Sara Masüger, Reiner Maria Matysik, Bruce Nauman, Yoko Ono, Roman Opalka, David Ostrowski, Nam June Paik, Otto Piene, Adrian Piper, Thomas Rentmeister, Bridget Riley, Robert Ryman, Karin Sander, Hanns Schimansky, Nina Schuiki, Jan J. Schoonhoven, George Segal, Qiu Shihua, Günther Uecker, Timm Ulrichs, Klaus vom Bruch.