Darstellende Kunst –
Valeska-Gert-Gastprofessoren seit 2006

Sommersemester 2016 – Deborah Hay

Deborah Hay

Deborah Hay, geboren 1941 in Brooklyn/NY.

"The body is capable of so much more than what it can do. For example, the range of sound coming from the piano was more or less constant until John Cage created the prepared piano by introducing different objects that were placed between or on the strings, hammers or dampers. These outside components altered the piano’s harmonics. In a similar way the students will be given several compelling questions used to access an otherwise unnoticed bodily intelligence."

Deborah Hay

Die New Yorker Tänzerin und Choreographin Deborah Hay, die in den 1960er Jahren Mitglied der radikalen experimentellen Künstlergruppe Judson Dance Theatre war, übernimmt im Sommer 2016 die Valeska-Gert-Gastprofessur. Im Gespräch mit Renate Graziadei (Tanzkollektiv laborgras) gibt sie am 3. Mai 2016 Einblicke in ihre Arbeit und stellt das Projekt vor, das sie mit den Studierenden erarbeiten wird.

In Kooperation mit dem Institut für Theater- und Tanzwissenschaft der Freien Universität Berlin und dem Deutschen Akademischen Austauschdienst.

Einführungsveranstaltung
3.5.2016
Akademie der Künste
Pariser Platz 4, Clubraum
10117 Berlin

Abschlussveranstaltung
1.7.2016
Akademie der Künste
Hanseatenweg 10, Buchengarten
10557 Berlin

Joachim Schloemer

Wintersemester 2015/16 – Joachim Schloemer

Joachim Schloemer, geboren 1962 in Monheim an der Ruhr.

NIGHT SHIFT: Abschlusspräsentation

Night Shift konfrontiert Stille und Explosion, fließende und schnelle Bewegung mit abrupten und perkussiven Bewegungsmustern. Im Vordergrund steht die Idee, Musikalität nicht als Illustration musikalischer Verläufe zu begreifen, sondern die Musikalität des Körpers aus der Bewegung, im Dialog oder gegenrhythmisch zur Musik zu verstehen und zu praktizieren. Welche Bedeutung haben dabei Regeln und Zahlenfolgen? An welchem Punkt entsteht Narration?

Night Shift ist auch ein Tanzfilm, der im Rahmen der Valeska-Gert-Gastprofessur entstanden ist und an diesem Abend erstmals gezeigt wird. Gedreht in der Akademie der Künste in Berlin kreist der Film um eine Touristin, „die Frau in Blau, die, eingeschlossen in der Akademie, Nachtgestalten und Geister beobachtet. Die Nachtgestalten bewegen sich in rituellen Mustern, fast Tänzen. Ein großes, schwarzes Pendel gibt den Takt vor. Auf die Frau in Blau üben die Nachtgestalten eine unwiderstehliche Sogwirkung aus." (Joachim Schloemer).

Formen der Musikalisierung: Körper, Raum, Affekt und Narration": Einführungsveranstaltung

Der Choreograph und Regisseur Joachim Schloemer gibt Einblick in sein Verständnis von Musikalisierung. Im Gespräch mit Gabriele Brandstetter stellt er das Projekt vor, das er gemeinsam mit Studierenden der Tanzwissenschaft im kommenden Wintersemester erarbeiten wird. Schloemer fragt hier, in welcher Weise das Bühnengeschehen als ein tänzerisches, rhythmisiertes und erzählendes erfahren und hervorgebracht werden kann. Im Vordergrund steht die Idee, Musikalität nicht als Illustration musikalischer Verläufe zu begreifen, sondern die Musikalität des Körpers aus der Bewegung, im Dialog oder auch antizyklisch/gegenrhythmisch zur Musik zu verstehen und zu praktizieren. Welche emotionalen Zustände, welche Ausdrucksformen von Affekten stellen sich dabei her?

Weitere Informationen: Interview mit Joachim Schloemer in campus.leben

Einführungsveranstaltung
21.10.2015
Akademie der Künste
Hanseatenweg 10, Clubraum
10117 Berlin

Abschlussveranstaltung
03.02.2016
Freie Universität Berlin
Institut für Theaterwissenschaft
Hörsaal
Grunewaldstr. 35, 12165 Berlin

Sommersemester 2015 – Robyn Orlin

Robyn Orlin

Robyn Orlin, geboren 1955 in Johannesburg, Südafrika.

Mit ihrer City Theater and Dance Group provoziert Robyn Orlin seit Jahren die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Fragen ihrer Heimat. Sie studierte Tanz an der Contemporary Dance School in London und arbeitet seit 1993 als Choreografin in Südafrika zu den Themen wie Apartheid und Post-Kolonialismus. Ihren Durchbruch feierte sie 1998 mit dem Stück Daddy, I’ve seen this piece six times before and I still don’t know why they’re hurting each other und wurde dafür mit dem Lawrence Olivier Award, dem wichtigsten britischen Theaterpreis, ausgezeichnet. Sie erhielt zahlreiche weitere Preise und Auszeichnungen, u.a. den französischen Verdienstorden Ordre national de Mérite.

Auch folgende Produktionen wie We must eat our suckers with the wrappers on (2002), Walking next to our shoes (2009) und zuletzt Beauty stayed just for a moment and then returned to her start position (2013) bezogen ihre Inspiration wesentlich aus Orlins Heimat Südafrika. Orlin hat zahlreiche nationale und internationale Choreografie-Workshops (u.a. Japan, Griechenland, Deutschland) geleitet und ist Gründerin des Departement Tanz der Federated Union of Black Artists.

Mit den Studierenden der Tanzwissenschaft wird sie Einblicke in ihre künstlerische Auseinandersetzung mit unterschiedlichen kulturellen Konzepten geben. Erfahrungen aus dem unmittelbaren Umfeld der Studierenden dienen dabei als Impulse für die Entwicklung eigener Darstellungsformen. Unter dem Titel „Artistic Crimes“ wird die Übertragbarkeit eigener und anderer Kulturen befragt und die künstlerische Darstellung solcher Übertragungen performativ kritisiert. Ein im Rahmen der Gastprofessur entstandener Low-Budget-Film mit dem Titel Once upon a semester, we were asked to... wird dazu in der Präsentation von Live-Aktionen der Studierenden unterbrochen, überlagert und kommentiert. Ziel ist es, kulturelle und persönliche Unterschiede zu feiern statt sie zu verurteilen: "It´okay to be different." (Robyn Orlin)

 

Veranstaltung am 29.4.2015

Veranstaltung am 12.7.2015

Einführungsveranstaltung
29.04.2015
Akademie der Künste
Hanseatenweg, Clubraum

Einführungsveranstaltung
12.07.2015
Akademie der Künste
Hanseatenweg

Wintersemester 2014/2015 – Koffi Kôkô

Probe "Mistral", 2014. Koffi Kôkô, geboren in Benin, Westafrika.

Der dritte Körper

Neben dem physischen und dem der Erinnerungen gibt es einen dritten Körper: den der Kommunikation und Grenzüberschreitung. Aus einer rituellen Tradition kommend, versteht der afrikanische Performer Koffi Kôkô seinen Tanz gleichzeitig als eine zeitgenössische Sprache der europäischen Bühnen und reflektiert damit auf einer konkreten performativen Ebene die postkolonialen Debatten.

Nach einer Einführung in westafrikanische Tanz- und Körperkonzepte ging es in Koffi Kôkôs Seminar im Rahmen seiner Valeska-Gert-Gastprofessur um die Möglichkeit einer „vertikalen Kommunikation“. Konkrete körperliche Erfahrung und emotionale, geistige Bedeutung werden dabei in Relation gebracht.

AdK Veranstaltung

Freie Universität Berlin Pressemitteilung

Antrittsvorlesung Koffi Kôkô

Einführungsveranstaltung
14.10.2014
Akademie der Künste
Hanseatenweg, Halle 3

Abschlussveranstaltung
14.12.2014
Akademie der Künste
Hanseatenweg, Studio

Sommersemester 2014 – Xavier Le Roy

Xavier Le Roy, geboren 1963 in Frankreich.

“Exhibition as Choreography / Choreography as Exhibition”

Der französische Tänzer und Choreograph Xavier Le Roy arbeitet im Rahmen seiner Valeska-Gert-Gastprofessur mit Studenten der FU Berlin an der Verbindung von Ausstellung und Choreografie. Welche Formate entstehen, wenn Tanz im Kontext von zeitgenössischer Kunst produziert wird? Wie verändert Tanz den Blick des Zuschauers im sozialen und öffentlichen Raum des Museums?

AdK Veranstaltung

Freie Universität Berlin über Xavier Le Roy

Einführungsveranstaltung
7.5.2014
Institut für Theaterwissenschaft
FU Berlin, Hörsaal

Abschlussveranstaltung
3.-4.12.2014
Radialsystem Berlin

Wintersemester 2013/2014 – Emma Lewis Thomas

Rekonstruktionen – Reinventionen: Ausdruckstanz nach 1945

Emma Lewis Thomas, Valeska-Gert-Gastprofessorin der FU Berlin für das Wintersemester 2013/14 und Schülerin von Mary Wigman, gibt Einblicke in ihre Arbeit und erörtert an ausgewähltem Bildmaterial aktuelle Fragen zur Geschichtlichkeit, zu Erinnern und Gedächtnis von Tanz-Formen.

AdK Veranstaltung

Freie Universität Berlin über Emma Lewis Thomas

Einführungsveranstaltung
21.10.2013
Akademie der Künste
Hanseatenweg, Clubraum

Abschlussveranstaltung
19.12.2013
Institut für Theaterwissenschaft FU Berlin

Sommersemester 2013 – Anna Huber

Anna Huber, geboren 1965 in Zürich, Schweiz.

Performance „Spuren spurlos – Bewegung, Raum und Körper im Dialog“ 
Die Schweizer Tänzerin und Choreografin Anna Huber ist bekannt für ihren sensiblen wie raffinierten Dialog des Körpers mit dem architektonischen Raum, den sie in ihren ortsspezifischen Performancereihen „umwege“ und „timetraces“ seit 2002 verfolgt. In ihrer Arbeit mit Studierenden der Tanzwissenschaft setzt sie die innere Gelenkarchitektur des Körpers in Beziehung zum realen Raum. Welche Spuren und Eindrücke können physische Präsenz und menschliche Bewegung in ihrer Flüchtigkeit hinterlassen? Die von Werner Düttmann nach Vorbildern der Moderne entworfenen Räume der Akademie der Künste am Hanseatenweg werden durch Bewegung im Dialog mit Wänden, Winkeln, Linien, Treppen und Perspektiven neu erfahrbar.

AdK Veranstaltung

Einführungsveranstaltung
24.4.2013
Akademie der Künste
Hanseatenweg, Studiofoyer

Abschlussveranstaltung
26.6.2013
Akademie der Künste
Hanseatenweg

Wintersemester 2012/2013 – Thomas Hauert

Thomas Hauert, geboren 1967 in der Schweiz.

Einführungsveranstaltung
16.10.2012
Institut für Theaterwissenschaft 
FU Berlin

Abschlussveranstaltung
15.2.2013
Akademie der Künste
Pariser Platz, Black Box

Sommersemester 2012 – Janez Janša

Janez Janša

Janez Janša, geboren 1964 in Rijeka, Kroatien.

„Performing Document“

Rekonstruktion ist eine Forschungspraxis, mit der man sich gemeinhin auf die Suche nach einer vergangenen (künstlerischen und/oder historischen) Wirklichkeit begibt. Der slowenische Performancekünstler Janez Janša, derzeit Gastprofessor der Tanzwissenschaften an der FU Berlin, entwickelt mit den Studierenden unter dem Titel „Performing Document“ Ereignisse, die nicht stattgefunden haben. Dabei werden Fotografien oder Interviews zu Dokumenten einer fingierten Realität.

AdK Veranstaltung

Freie Universität Berlin über Janez Janša

Einführungsveranstaltung
15.5.2012
Institut für Theaterwissenschaft 
FU Berlin

Abschlussveranstaltung
23.6.2012
Akademie der Künste
Hanseatenweg, Studio

Wintersemester 2011/2012 – Laurent Chétouane

Laurent Chétouane, geboren 1973 in Soyaux, Frankreich.

Freie Universität Berlin über Laurent Chétouane

Einführungsveranstaltung
18.10.2011
Institut für Theaterwissenschaft 
FU Berlin

Abschlussveranstaltung
Radialsystem
Berlin

Sommersemester 2011 – Cesc Gelabert

Cesc Gelabert, geboren 1953 in Barcelona, Spanien.

Freie Universität Berlin über Cesc Gelabert

Einführungsveranstaltung
12.4.2011
Institut für Theaterwissenschaft 
FU Berlin

Abschlussveranstaltung
26.4.2011
Institut für Theaterwissenschaft
FU Berlin

Wintersemester 2010/2011 – Jonathan Burrows

Jonathan Burrows, geboren 1960 in Bishop Auckland, England.

AdK Veranstaltung

Freie Universität Berlin über Jonathan Burrows

Einführungsveranstaltung
9.11.2010
Institut für Theaterwissenschaft 
FU Berlin

Abschlussveranstaltung
10.2.2011 
Akademie der Künste
Pariser Platz, Black Box

Sommersemester 2010 – Rosemary Butcher

AdK Veranstaltung

Freie Universität Berlin über Rosemary Butcher

Einführungsveranstaltung
29.4.2010
Akademie der Künste
Hanseatenweg

Abschlussveranstaltung
7.6.2010
Akademie der Künste
Pariser Platz, Black Box

Wintersemester 2009/2010 – Maricel Alvarez & Emilio García Wehbi

Maricel Alvarez.
Emilio García Wehbi, geboren 1964 in Buenos Aires, Argentinien.

AdK Veranstaltung

Freie Universität Berlin über Maricel Alvarez und Emilio García Wehbi

Einführungsveranstaltung
27.10.2009
Institut für Theaterwissenschaft 
FU Berlin

Abschlussveranstaltung
28.1.2010 
Akademie der Künste
Pariser Platz, Black Box

Sommersemester 2009 – Xavier Le Roy

Xavier Le Roy, geboren 1963 in Frankreich.

Freie Universität Berlin über Xavier Le Roy

Einführungsveranstaltung
28.4.2009
Institut für Theaterwissenschaft
FU Berlin

Abschlussveranstaltung
6.5.2009
Institut für Theaterwissenschaft
FU Berlin

Wintersemester 2008/2009 – Rudi Laermans

AdK Veranstaltung

Freie Universität Berlin über Rudi Laermans

Einführungsveranstaltung
9.12.2008
Akademie der Künste
Hanseatenweg, Studio

Abschlussveranstaltung
5.2.2009 
Akademie der Künste
Hanseatenweg, Studio

Einführungsveranstaltung
17.6.2008
Institut für Theaterwissenschaft
FU Berlin

Abschlussveranstaltung
17.7.2008
Akademie der Künste
Hanseatenweg, Studio

Wintersemester 2007/2008 – Anna Huber

Anna Huber, geboren 1965 in Zürich, Schweiz.

AdK Veranstaltung

Freie Universität Berlin über Anna Huber

Einführungsveranstaltung
30.1.2008
Institut für Theaterwissenschaft
FU Berlin

Abschlussveranstaltung
26.2.2008 
Akademie der Künste
Pariser Platz, Black Box

Einführungsveranstaltung
20.8.2007
Akademie der Künste
Hanseatenweg

Wintersemester 2006/2007 – Michael Laub

Michael Laub, geboren 1953 in Belgien.

Freie Universität Berlin über Michael Laub