Zukunft Kino – The End of the Reel World
Erkundungen an Beispielen

Hanseatenweg, Foyer und Studio
11.4.2008

Zukunft Kino – The End of the Reel World
Erkundungen an Beispielen

An kaum einem Ort wird die Verbindung von Kultur und Technologie so deutlich spürbar wie im Kino. Aktuell verändern sich durch die Digitalisierung die Filmlandschaft, die Herstellungsweisen der Bilder, aber auch die Wahrnehmungsformen grundlegend. Es entstehen neue Techniken des Sehens und Erzählens, neue Dynamiken und Vernetzungen. Auch die Kinos werden mit digitalen Abspielsystemen versehen. Verschwindet mit der Filmrolle, der „Reel World“, die als Zeichen für das klassische Kino stehen mag, das Kino als Ort?
Die technischen Transformationsprozesse haben kulturelle Auswirkungen, sie sind vielfältig, komplex und tiefgehend. Umso erstaunlicher, dass eine Reflexion über diese Veränderungen unserer Bildkultur – als deren populärstes Erbe das Kino gelten kann – nur in kleinen Fachkreisen stattfindet. Die Veranstaltung möchte eine breitere Diskussion eröffnen und dazu einladen, das Kino auf neue Art zu betrachten.

14 Uhr, Foyer
Der polymorphe Film
Das Universalmedium Software hebt die vormals klaren Trennungen zwischen einzelnen Künsten und Kommunikationsformen, deren jeweilige Datenträger, auf. Game Technology, Machinima, VideoBloggs als Beispiele für transmediale Genres und deren Einflüsse auf Kino/Film und vice versa sollen im Zentrum dieses Veranstaltungsschwerpunktes stehen.
• Film als Software Gundolf S. Freyermuth, Prof. für Angewandte Medienwissenschaften ifs Köln.
• Film und Game Technology, Machinima als Medienschnittstelle Karin Wehn, Kommunikations- und Medienwissenschaftlerin, Universität Leipzig.
• „Du bist Spider-Man!“ - Warum sich Computerspiel und Film fremd bleiben Martin Ganteföhr, Spieleentwickler von u.a. Overclocked „House of Tales“, Bremen.
Moderation: Daniela Kloock, Medien- und Kulturwissenschaftlerin, Berlin.

16 Uhr, Studio
Die Kinematografisierung der Wirklichkeit
Ein multimedialer Dialog zwischen
• Georg Seeßlen, Kultur- und Filmwissenschaftler, München, und
• Markus Metz, Journalist und Autor, München.

18 Uhr, Studio
Comrades in Dreams - Leinwandfieber
Film von Uli Gaulke (D 2006, 94min.)
Der Film erzählt Geschichten von Menschen, die das Kino zu ihrem Lebensinhalt gemacht haben. Eine Reise zu vier außergewöhnlichen und höchst unterschiedlichen Orten, wo Kino noch ein Ereignis ist.

20 Uhr, Foyer
Der Film verlässt das Kino
Worin liegt die Erlebnisqualität der Traumfabrik und wie kann sie bestehen angesichts von home-cinema, Internet Tauschbörsen und iPod Konsum? Wie muss sich Kino auf- und umrüsten angesichts rückläufiger Besucherzahlen?
Mit
• Matthias Elwardt, Abaton-Kino Hamburg,
• Torsten Frehse, Verleih Neue Visionen Berlin,
• Thomas Peter Friedl, UFA Cinema GmbH
• Uli Gaulke, Filmemacher, Berlin.
Moderation: Christiane Peitz, Kultur- Ressortleiterin Der Tagesspiegel, Berlin.

Eintritt je Veranstaltung 3,-/2,-
Gesamtkarte: 8,-/5,-
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Konzept in Zusammenarbeit mit Daniela Kloock,
Herausgeberin des Buches „Zukunft Kino“, Schüren Verlag 2008

Mit freundlicher Unterstützung des Schüren-Verlags