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Vita Bertolt Brecht und Helene Weigel

 

1898

10. Februar: Eugen Berthold Brecht wird in Augsburg geboren.

1900

12. Mai: Helene Weigel wird in Wien geboren.

1917

Brecht legt das Notabitur ab, er nimmt ein Medizinstudium in München auf.

1918

Brecht schreibt BAAL.

1919

Engagement von Helene Weigel am Neuen Theater in Frankfurt/Main (bis 1921).

Brecht schreibt TROMMELN IN DER NACHT.

1921

Engagement von Helene Weigel am Frankfurter Schauspielhaus.

1922

Uraufführung von TROMMELN IN DER NACHT in den Münchner Kammerspielen. Brecht heiratet die Opernsängerin Marianne Zoff.

Helene Weigel wird an das Staatstheater Berlin engagiert.

1923

12. März: Bertolt Brechts und Marianne Zoffs Tochter Hanne wird geboren.

Helene Weigel und Bertolt Brecht lernen sich in Berlin kennen.

Uraufführungen von IM DICKICHT (München) und BAAL (Leipzig).

1924

 

1927

3. November: Helene Weigels und Bertolt Brechts Sohn Stefan wird geboren.

Übersiedlung Brechts nach Berlin.

BERTOLT BRECHTS HAUSPOSTILLE.

1928

31. August: Uraufführung der DREIGROSCHENOPER im Theater am Schiffbauerdamm.

1929

10. April: Helene Weigel und Bertolt Brecht heiraten.

1930

28. Oktober: Helene Weigels und Bertolt Brechts Tochter Barbara wird geboren.

1932

Helene Weigel spielt die Titelrolle in der Uraufführung des Stücks DIE MUTTER.

1933

1934

1935

Die Familie Brecht emigriert nach Dänemark.

Brechts DREIGROSCHENROMAN erscheint im Verlag Allert de Lange, Amsterdam.

Brecht wird die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt, 1937 Helene Weigel und den Kindern.

1937

Helene Weigel spielt die Titelrolle in der Uraufführung von DIE GEWEHRE DER FRAU CARRAR in Paris.

1938

Brecht schreibt LEBEN DES GALILEI. Uraufführung einiger Szenen aus FURCHT UND ELEND DES DRITTEN REICHES unter Beteiligung von Helene Weigel in Paris.

1939

Flucht der Familie nach Schweden.

Brecht schreibt MUTTER COURAGE UND IHRE KINDER und DER GUTE MENSCH VON SEZUAN.

1940

Flucht nach Finnland.

Brecht schreibt die FLÜCHTLINGSGESPRÄCHE und HERR PUNTILA UND SEIN KNECHT MATTI. 

1941

Brecht verfaßt das Stück DER AUFHALTSAME AUFSTIEG DES ARTURO UI.

Uraufführung von MUTTER COURAGE UND IHRE KINDER am Schauspielhaus in Zürich (mit Therese Giehse in der Titelrolle).

Flucht über die Sowjetunion mit der Bahn und von Wladiwostok nach Los Angeles mit dem Schiff.

Wohnsitz in Santa Monica.

1943

Brecht schreibt SCHWEYK IM ZWEITEN WELTKRIEG und DER KAUKASISCHE KREIDEKREIS.

1944

Helene Weigel übernimmt eine stumme Rolle in dem Hollywood-Film DAS SIEBTE KREUZ nach Anna Seghers (Regie: Fred Zinnemann).

Brecht und Charles Laughton übersetzen LEBEN DES GALILEI.

1947

Uraufführung von GALILEO am Coronet Theatre in Beverly Hills mit Charles Laughton in der Titelrolle.

Brecht vor dem Kongreßausschuß für unamerikanische Betätigungen (HUAC),

Abreise der Familie in die Schweiz.

1948

Uraufführung der Bearbeitung DIE ANTIGONE DES SOPHOKLES am Stadttheater in Chur mit Helene Weigel in der Titelrolle.

Uraufführung von HERR PUNTILA UND SEIN KNECHT MATTI am Schauspielhaus Zürich.

Reise nach Berlin. 

1949

11. Januar: Premiere von MUTTER COURAGE UND IHRE KINDER mit Helene Weigel in der Titelrolle am Deutschen Theater.

Bertolt Brecht und Helene Weigel wählen ihren Wohnsitz in Berlin-Weißensee, Berliner Allee 190.

Brecht arbeitet an dem Stück DIE TAGE DER KOMMUNE.

September. Erste Spielzeit des Berliner Ensembles (BE) am Deutschen Theater (Intendantin: Helene Weigel).

12. November: Eröffnungsvorstellung des BE mit HERR PUNTILA UND SEIN KNECHT MATTI.

1950

Weigel und Brecht sind Gründungsmitglieder der Deutschen Akademie der Künste (DDR).

15. April: Premiere von DER HOFMEISTER von Jakob Michael Reinhold Lenz in Brechts Bearbeitung.

1951

12. Januar: Premiere von DIE MUTTER mit Helene Weigel als Pelagea Wlassowa.

Uraufführung der Oper DAS VERHÖR DES LUKULLUS.

1952

16. November: Premiere von DIE GEWEHRE DER FRAU CARRAR mit Helene Weigel in der Titelrolle.

Brecht und Weigel pachten in Buckow ein Grundstück mit Land- und Gärtnerhaus.

1953

Brecht inszeniert KATZGRABEN von Erwin Strittmatter mit Helene Weigel in der Rolle der Großbäuerin Großmann.

Oktober: Brecht bezieht eine Wohnung im Hinterhaus und Seitenflügel in der Chausseestraße 125.

November: Helene Weigel nimmt eine eigene Wohnung im selben Haus.

1954

Das Berliner Ensemble zieht in das Theater am Schiffbauerdamm.

19. März: Eröffnungsvorstellung mit DON JUAN von Molière (Regie: Benno Besson).

Brecht wird Vizepräsident der Deutschen Akademie der Künste.

Gastspiel des BE mit MUTTER COURAGE im Théâtre Sarah Bernhardt in Paris.

Premiere DER KAUKASISCHE KREIDEKREIS mit Helene Weigel als Natella Abaschwili und Mütterchen Grusinien.

Verleihung des Stalin-Preises an Brecht.

1955

Gastspiel des BE am Théâtre Sarah Bernhardt mit DER KAUKASISCHE KREIDEKREIS.

Brecht probt LEBEN DES GALILEI.

1956

Brecht reist nach Mailand zur Premiere der DREIGROSCHENOPER am Piccolo Teatro di Milano (Regie: Giorgio Strehler).

10. August: Brecht besucht zum letzten Mal eine Probe im BE.

14. August, kurz vor Mitternacht: Brecht stirbt an Herz-Kreislauf-Versagen.

Beisetzung Brechts auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof.

Helene Weigel setzt mit einem Regiekollektiv die Arbeit des BE fort.

Gastspiel des BE in London mit MUTTER COURAGE UND IHRE KINDER, PAUKEN UND TROMPETEN und DER KAUKASISCHE KREIDEKREIS.

Dezember: Helene Weigel gründet das Bertolt-Brecht-Archiv. 

1957

15. Januar: Premiere von LEBEN DES GALILEI mit Ernst Busch (Regie: Erich Engel).

Helene Weigel spielt die Rolle der Judith Keith in DIE JÜDISCHE FRAU aus der Szenenfolge FURCHT UND ELEND DES DRITTEN REICHES.

1961

Uraufführung des DEFA-Spielfilms MUTTER COURAGE UND IHRE KINDER mit Helene Weigel in der Titelrolle.

1961

Helene Weigel in der Rolle der Martha Flinz in Helmut Baierls Stück FRAU FLINZ.

1962

Mitwirkung im Brecht-Abend Nr. 1 und in weiteren Brecht-Abenden und Brecht-Programmen bis 1969.

1965

Helene Weigel übernimmt die Rolle der Volumnia in CORIOLAN von William Shakespeare in der Bearbeitung von Brecht (Premiere 1964).

1967

Im Suhrkamp Verlag erscheint die Werkausgabe in zwanzig Bänden.

1968

Helene Weigel spielt die Rolle der Madame Soupeau in DIE GESICHTE DER SIMONE MACHARD von Bertolt Brecht in einem Film des DDR-Fernsehens.

Brecht-Dialog 1968.

1971

Zum 100. Jahrestag der Commune tritt Helene Weigel in einem Pariser Vorort zum letzten Mal als Pelagea Wlassowa in DIE MUTTER auf.

6. Mai: Helene Weigel stirbt. Sie wird neben Brecht auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof beigesetzt.