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Newsletter Februar 2010

Mit Licht gezeichnet. Das Amalfi-Skizzenbuch von Carl Blechen aus der Kunstsammlung der Akademie der Künste

Carl Blechen. Das Amalfi-Skizzenbuch, Tafel 39: Flusslauf.
© Akademie der Künste, Kunstsammlung

Carl Blechen. Das Amalfi-Skizzenbuch, Tafel 39: Flusslauf. © Akademie der Künste, Kunstsammlung

Ausstellung in der Alten Nationalgalerie

14 Monate war der Landschaftsmaler Carl Blechen in den Jahren 1828/1829 in Italien. Das "Amalfi-Skizzenbuch", das Herzstück dieser Reise, zählt zu den bedeutendsten Leistungen der Zeichenkunst des 19. Jahrhunderts. Mit Bleistift, Sepia, Aquarell und Tinte hielt Blechen auf 66 Blättern im Mai 1829 seine Eindrücke von der neapolitanischen und amalfitanischen Küste fest. Blechen zeichnete Häuser hinter Bäumen, in gleißendes Licht getauchte Mauern neben tiefen Schatten, Industriebauten und Berglandschaften. Abseits vom üblichen Vokabular zeitgenössischer Italienbilder interessierte Blechen in Amalfi das Licht an sich. Die Kunstsammlung der Akademie der Künste zeigt nun erstmals den gesamten Bestand des Amalfi-Skizzenbuches in der Alten Nationalgalerie (Ausstellung bis zum 11. April).
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George Grosz montiert. Collagen 1917-1958
Publikation zur Grosz-Ausstellung

Zu der am 24. Januar erfolgreich gestarteten Ausstellung "George Grosz. Korrekt und anarchisch" ist eine reich bebilderte Publikation erschienen, die sich auf einen Aspekt des Gesamtwerkes von George Grosz konzentriert: sein besonderes Verfahren der Montage, Collage und der Versatzstücke. Nicht nur in der Zeit der Weimarer Republik, auch in den USA und nach dem Zweiten Weltkrieg blieb Grosz der Montage treu. In den gesellschaftskritischen Montagen der 50er Jahre findet der Monteur Grosz einen neuen Gegenstand der Satire: die Konsumgesellschaft, und zerlegt mit analytisch sezierendem Blick und nicht ohne grotesken Humor die in den Medien allgegenwärtigen, von Perfektion, Schönheit und Konsum geprägten Idealvorstellungen der amerikanischen Gesellschaft.
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Adorno am Mikrophon
Vortrag mit Ton und Video am 18. Februar

Theodor W. Adorno (1903–1969) ist vielen durch seine Schriften bekannt. Meist wird vergessen, dass er zu Lebzeiten vor allem mündlich gewirkt hat. Adorno hatte mehr Hörer als Leser. In den 1950er und 60er Jahren war er fast wöchentlich zu hören. Adorno hat (auf Veranstaltungen oder im Rundfunk) zu vielen öffentlichen Gesprächen und Diskussionen beigetragen und hunderte von Vorträgen gehalten, mehrfach auch in der Akademie der Künste. Ohne seine mündlichen Aktivitäten ist die außerordentliche Wirkung, die Adorno in der Bundesrepublik entfaltete, nicht zu denken. Daran erinnern Klaus Reichert und Michael Schwarz.
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Weitere Termine im Februar

Forum Expanded, das Berlinale-Programm für den Grenzbereich von Kunst und Kino, zeigt am Hanseatenweg eine Ausstellung, die sich der zeitgenössischen Wiederkehr des "Strukturellen Kinos" widmet (Eröffnung 10., Laufzeit 11.-21. Februar). Mehr

Die Frage der Aufführungsdimension von Opern- und Musiktheaterproduktionen ist in der Forschung weitgehend ausgeklammert. Diesem Desiderat widmet sich die dreitägige öffentliche Tagung "Macht. Ohnmacht. Zufall", zu der Wissenschaftler, Opernregisseure, Komponisten, Dramaturgen, Musiker über Strategien im Musiktheater diskutieren (11.-13. Februar). Mehr

Das 32. Akademie-Gespräch am 23. Februar fragt: "Macht Not erfinderisch?". Thema ist die Kultur in Zeiten der Krise. Die Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise prägen mehr und mehr unser Leben. Auch als Folge der Steuerreform fehlen den Kommunen in diesem Jahr zur Erfüllung ihrer Aufgaben 1,6 Milliarden Euro. Claudia Henne im Gespräch mit Martin Roth, Jochen Sandig, Norbert Walter-Borjans, Katja Wolle und Klaus Staeck über Strategien und Ideen von Kultureinrichtungen, mit dieser Situation umzugehen. Mehr

Zum nächsten "Fünf-Uhr-Tee", der Theaterbücher-Reihe der Akademie, spricht Günther Rühle am 24. Februar mit Peter Kümmel und Ulrich Matthes über die Frage, wie man eine Biographie des Theaters schreibt. Anlass ist sein Buch "Theater in Deutschland. 1887-1945". Mehr

Die Alfred-Döblin-Stipendiaten stellen am 27. Februar in Lesung und Gespräch ihre Texte vor, die in dem von Günter Grass gestifteten "Döblin-Haus" entstanden sind. Mehr

Impressum

Akademie der Künste, 10117 Berlin, Pariser Platz 4
www.adk.de

Verantwortlich für den Inhalt: Brigitte Heilmann
Leiter der Abteilung Kommunikation: Dr. Hans Gerhard Hannesen
Redaktionsschluss: 01.02.2010

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