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Newsletter Oktober 2010

Ausstellung "Realidad y Utopía"

Laufzeit 02. Oktober - 14. November 2010
Eröffnung 01. Oktober, 19 Uhr
Künstlergespräche 02. Oktober, ab 14 Uhr

Sur (Süden) ist ein emblematisches Wort in Argentinien, ein Verweis auf die Geographie, eine Metapher für die Sehnsucht, Melancholie und politische Zerrissenheit des Landes, wie es der Filmemacher Fernando Solanas in seinem gleichnamigen Film nach dem Ende der Diktatur 1988 darstellte. "Mercosur" heißt die südamerikanische Wirtschaftsvereinigung, und "Sur" nannte Victoria Ocampo, eine der berühmtesten argentinischen Intellektuellen, 1931 ihre Kulturzeitschrift, die bis 1980 erschien. Die Arbeit "Sur" von Daniel Ontiveros von 2009 zeigt die Akademie der Künste in der neuen Ausstellung "Realidad y Utopía", die erstmals in Deutschland mit über 100 Arbeiten eine umfangreiche Werkschau moderner und zeitgenössischer Kunst aus Argentinien präsentiert. In Malerei, Fotografie, Installation und Video wird das argentinische Bildgedächtnis reflektiert. Am Samstagnachmittag, 02. Oktober, sprechen neun Künstler der Ausstellung über ihre Arbeiten und die argentinische Kunstszene. Mehr

Robert Gilbert. "Meckern ist wichtig - nett sein kann jeder"

Lesung, Lieder, CD-Vorstellung
mit Ilja Richter, Katherina Lange u.a.
Freitag, 08. Oktober 2010

Das gibt's nur einmal, das kommt nicht wieder / Am Sonntag will mein Süßer mit mir segeln gehn / Ein Freund, ein guter Freund: Robert Gilberts "Ervolkslieder" sind Evergreens und bis heute populär. Wichtiger waren dem 1899 geborenen Komponisten, Textdichter, Sänger und Schauspieler aber die Verse, mit denen er sich immer wieder einmischte, sozial engagierte Songs wie das "Stempellied". In der Zeit seiner größten Erfolge musste Gilbert vor den Nazis fliehen und ins Exil gehen, nach Wien, Paris und schließlich in die USA; er kehrte erst 1949 nach Deutschland zurück. Das literarisch-musikalische Programm zu Ehren eines der letzten modernen Bänkelsänger bestreiten Volker Kühn, der Leben und Werk Gilbert skizziert, sowie Katherina Lange, Ilja Richter und Cathlen Gawlich, die Texte und Lieder Gilberts lesen und singen. Zugleich wird die neue Doppel-CD "Meckern ist wichtig - nett sein kann jeder" mit historischen Aufnahmen aus den Archiven der Akademie der Künste und neu produzierten Stücken vorgestellt. Mehr

The Making of "Letztes Jahr in Marienbad"

Film und Filmgespräch mit Volker Schlöndorff,
Bernard-Henri Lévy und Olivier Corpet
Mittwoch, 13. Oktober 2010

1960, auf dem Set von Alain Resnais' Film "Letztes Jahr in Marienbad": Die Schauspielerin Françoise Spira filmt mit ihrer Super-8-Kamera die Entstehung eines der magischsten Kunstwerke des zeitgenössischen Kinos. Seit Spiras Tod 1965 verschollen, tauchten die Bänder 2008 wieder auf und gelangten zu Volker Schlöndorff, der 1960 Resnais' Regieassistent war. Schlöndorff restaurierte die stummen Bilder und erzählte in einem eingesprochenen Kommentar ihre Geschichte. Entstanden ist ein neuer Film von ganz eigenem Reiz. Volker Schlöndorff wird im Gespräch mit den beiden Produzenten des Films Bernard-Henri Lévy und Olivier Corpet das ungewöhnliche Projekt vorstellen. Alain Resnais' Spielfilm "Letztes Jahr in Marienbad" ist zuvor um 18 Uhr zu sehen. Mehr

Politische Körper. Pina Bausch

Filmnacht. Sonnabend, 23. Oktober 2010

Wie kaum eine andere Persönlichkeit hat Pina Bausch die Kunst der Nachkriegszeit in Deutschland geprägt. Ihre Choreographien haben nicht nur den Tanz radikal verändert, sondern auch weltweit die Darstellenden Künste politisiert. Nach ihrem frühen Tod im letzten Jahr erinnert die Akademie der Künste nun in einer Filmnacht an die Choreographin. Die Regisseurin Anne Linsel, die Pina Bausch bis kurz vor ihrem Tod interviewte, hat einen Abend aus Porträts und Dokumentationen ihrer Schlüsselwerke zusammengestellt. Neben einer Einführung durch Norbert Servos sind u.a. "Le Sacre du Printemps" (1976), "Café Müller" (1987) und Anne Linsels Porträt "Pina Bausch" (2006) zu sehen. Mehr

Impressum

Akademie der Künste, 10117 Berlin, Pariser Platz 4
www.adk.de

Verantwortlich für den Inhalt: Brigitte Heilmann
Leiter der Abteilung Kommunikation: Dr. Hans Gerhard Hannesen
Redaktionsschluss: 29.09.2010

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