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Newsletter Oktober 2010 - II
Ausstellung - Filme - Vorträge
Das Verlangen nach Form - Ausstellung
Bewegung, Leichtigkeit und Humor setzte die Kunst-Avantgarde im Brasilien der späten 1950er Jahre gegen den nüchternen 'westlichen' Modernismus der Nachkriegszeit - der Neoconcretismo bot kreative Sprengkraft. "Eine großartige Ausstellung der Akademie der Künste erklärt nun das Was, Wie und Warum dieser anderen Moderne" (Der Tagesspiegel, 06.09.10). Die Werke der wichtigsten Vertreter des Neoconcretismo sind zu sehen. Darunter Hélio Oiticica, ein "Tropen-Beuys ... Er hängte konstruktiv verwinkelte Skulpturen in den Raum, so dass man in die Form und in die Farbe eintreten konnte ... Das alles hat bis heute seine visionäre Kraft nicht verloren" (Berliner Zeitung, 15.09.10). Neben Querverweisen zur brasilianischen Architektur der Epoche mit dem Großprojekt Brasilia von Lucio Costa und Oscar Niemeyer zeigt die Ausstellung auch Arbeiten zeitgenössischer brasilianischer Künstler. Mehr
>> bis 7.11., Hanseatenweg, Di-So 11-20 Uhr, € 6/4
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Filme
Die Erneuerung in den Künsten in Brasilien in den 1950/60er Jahren erfasste auch den Film. Mit dem Cinema Novo, dem "Neuen Kino", entwarfen junge Filmemacher ein radikales, gesellschaftskritisches Kino. Begleitend zur Ausstellung zeigt die Akademie Schlüsselwerke jener Zeit. Am 12. Oktober steht " Câncer" auf dem Programm. Glauber Rocha, der Kopf der Cinema-Novo-Bewegung, zeigt in dem Film drei Schauspieler in einer Situation psychologischer, sexueller und rassistischer Gewalt. " Macunaíma" am 28. Oktober, der einzige Kassenschlager des Cinema Novo, erzählt "die Geschichte eines Brasilianers, der von Brasilien gefressen wird" (Regisseur Joaquim Pedro de Andrade). Kannibalismus ist auch ein Thema in Arthur Omars " Triste Trópico" ( 02. November): Was als konventioneller Dokumentarfilm beginnt - ein Arzt kehrt nach seinem Studium in Paris nach Brasilien zurück - wendet sich in surreale Halluzinationen.
>> Hanseatenweg, 19 Uhr, € 6/4 inkl. Ausstellung
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Vorträge
Eugen Gomringer
Foto © Inge Zimmermann
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In der Vortragsreihe zur Ausstellung spricht am 14. Oktober Eugen Gomringer über die konkrete Poesie in Deutschland und Brasilien. 1955 hatten Gomringer und Décio Pignatari in Ulm die Bezeichnung "konkrete Poesie" für die neue, in Europa und Brasilien weitgehend unabhängig voneinander entwickelte Form von Dichtung, verabredet. Der Kunstkritiker, Kurator und Dozent Guy Brett erörtert in seinem Vortrag "Neo-Concretism, geometry and the organic" am 19. Oktober, wie brasilianische Künstler die geometrische Abstraktion umformten. Und Susanne Klengel, Professorin für Literaturen und Kulturen Lateinamerikas, FU Berlin, vergleicht am 29. Oktober Beschreibungen der neuen Hauptstadt Brasilia von Max Bense und Vilém Flusser.
>> Hanseatenweg/Pariser Platz, 19 Uhr, € 6/4 inkl. Ausstellung
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Impressum
Akademie der Künste, 10117 Berlin, Pariser Platz 4
www.adk.de
Verantwortlich für den Inhalt: Brigitte Heilmann
Leiter der Abteilung Kommunikation: Dr. Hans Gerhard Hannesen
Redaktionsschluss: 11.10.2010
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