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Newsletter November 2011

Junge Akademie: Offene Ateliers

Donnerstag bis Sonnabend, 3. bis 5. November

Steven Baelen, Ink on paper, 56 x 76 cm, 2011 (Detail)

Steven Baelen, Ink on paper, 56 x 76 cm, 2011 (Detail)

Fünf Akademie-Stipendiaten gewähren Einblicke in ihre aktuelle Arbeit. In den farbenfrisch renovierten Ateliers in der Akademie am Hanseatenweg sind Steven Baelens gezeichnete Aussichten aus dem Atelierfenster zu sehen, Marek Zagańczyk liest aus dem Essayband, den er gerade schreibt, Nina Weitzner, die sich mit Stilisierungen von Figuren für das Theater beschäftigt, zeigt großformatige Bilder aus dem Zyklus "La sala die miei personaggi". Ulrich Kreppein stellt sein neues Musiktheaterprojekt vor, und Mia Grau berichtet über die Entwicklung eines Kinderbuches.

Edith Clever liest Heinrich von Kleists "Die Marquise von O..."

Sonnabend, 5. November

Edith Clever
Foto © Thomas Aurin

Edith Clever
Foto © Thomas Aurin

Edith Clevers Interpretationen von Kleists Marquise sind legendär: 1976 spielte sie die Hauptrolle in Eric Rohmers Verfilmung, 1989 folgte ihr Auftritt am Hebbel-Theater in der Inszenierung von Hans Jürgen Syberberg. In der Akademie liest Clever "Die Marquise von O..." zur Herbst-Mitgliederversammlung und aus Anlass des Kleist-Jahres. Die Zeitgenossen reagierten auf die 1808 veröffentlichte Novelle über die junge adelige Witwe, die per Zeitungsannonce nach dem Vater ihres Kindes sucht, entrüstet: "Die Marquise ist schwanger geworden und weiß nicht wie und von wem. Ist dies ein Sujet, das in einem Journale für die Kunst eine Stelle verdient?", so ein Rezensent. Theodor Fontane aber stellt 1873 fest: "Nach meinem Gefühl das Glänzendste und Vollendetste, das er geschrieben hat".

Retrospektive Jochen Kuhn

Sonntag, 6. November in der Akademie
Montag und Mittwoch, 7. und 9. November im Kino Arsenal

Jochen Kuhn,

Jochen Kuhn, "Neulich 3" (Detail) © Jochen Kuhn

Jochen Kuhn ist der Erfinder des gemalten Films - seine Filme sind "Malerreisen" und entstehen durch das ständige Übermalen und Verwischen auf der Leinwand. Lakonisch und humorvoll erzählt Kuhn in den Zyklen "Neulich" oder "Sonntag" von Begebenheiten des Alltags, beim Arzt, an der Bushaltestelle, beim Sonntagsspaziergang. 12 dieser preisgekrönten Kurzfilme zeigen Akademie und Deutsche Kinemathek in der gemeinsamen Hommage an den Filmkünstler. Im Spielfilm "Fisimatenten" verbinden sich Kuhns Bilderwelten mit realen Schauspielern wie Maximilian Schell und Alexandra Maria Lara zu einer Komödie über den Kunstbetrieb. Am Sonntag ist Jochen Kuhn zum Gespräch in der Akademie.

Polnisches Theater

Diskussion, Donnerstag, 10. November
TheaterSlam, Freitag und Samstag, 11.-12. November

Silvia Weiskopf in

Silvia Weiskopf in "Das Bergwerk" von Michał Walczak, Grillo-Theater Essen. Foto © Birgit Hupfeld

Drei Tage lang steht polnisches Theater im Mittelpunkt des Akademie-Programms - die polnische Dramatik des 20. Jahrhunderts ist legendär, und heute gehört das Drama in Polen zu einer der beliebtesten literarischen Gattungen überhaupt. Mit der Diskussion "Theater als kulturelles Gedächtnis" am 10. November wird der Diskurs historisch unterfüttert. An den beiden folgenden Tagen bringt der "TheaterSlam" die spannendsten jungen polnischen Dramatiker und ihre Stücke nach Berlin, darunter Paweł Demirski und Michał Walczak. Acht Dramen werden in Auszügen und in deutschen Übersetzungen szenisch präsentiert, dazu gibt es Showcases, Gespräche und eine "Sammelstelle für Geschichten", bei der die Dramatiker dem Publikum zuhören wollen.

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Impressum

Akademie der Künste, 10117 Berlin, Pariser Platz 4
www.adk.de

Verantwortlich für den Inhalt: Brigitte Heilmann
Leiter der Abteilung Kommunikation: Dr. Hans Gerhard Hannesen
Redaktionsschluss: 02.11.11

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