Förderprojekte
Nachwuchsförderung
2008
Challenging Walls
Foto: Miriam Papastefanou
Dieser vom Freundeskreis ermöglichte Workshop bildete im Jahr 2008 den Schwerpunkt des "Monats der Stipendiaten" der Jungen Akademie. „Challenging Walls“ ist ein internationales Kunst- und Friedensprojekt, das die ehemaligen Stipendiaten der Jungen Akademie Ruthe Zuntz und Michael Reitz initiierten. Es behandelt die sozialen, politischen und kulturellen Erfahrungen von Mauern als Grenzen. Vom 2.- 6. Juni 2008 setzten sich in einer offenen Werkstatt Künstler aus Palästina, Israel, Zypern, Marokko, Spanien, Nordirland und Deutschland in der Akademie der Künste mit dem Thema auseinander. Sie arbeiteten zusammen mit Stipendiaten der Jungen Akademie und Mitgliedern der Akademie der Künste.
2008 - 2010
"100 Schüler – 10 Mitglieder"
Foto: Christiane Lötsch
Mit dem Projekt "100 Schüler-10 Mitglieder" erprobt die Akademie der Künste eine neue Form der Auseinandersetzung junger Menschen mit Kunst: im persönlichen Austausch mit einem renommierten Künstler, in dessen kreativem Arbeitsumfeld, in konzentrierten Gruppen und in nachhaltiger Vertiefung durch Vorbereitung und Nachbereitung in den Klassen. Im Schüler besuchen im Rahmen von ein- bis zweitägigen Workshops ein Mitglied der Akademie im Atelier, im Theater, im Studio oder im Architekturbüro. An dem Projekt beteiligten sich zahlreiche Akademiemitglieder (Michael Verhoeven, Arila Siegert, Andreas Dresen, Peter Konwitschny, Thomas Heise, Jörg Schlaich, Hanns Schimansky, Ingo Schulze, Susanne Linke, Werner Stötzer, Barbara Klemm, Friederike Mayröcker, Karla Kowalski, Hans Helmut Prinzler, Michael Althen, Ulrike Ottinger, Thomas Florschuetz, Peter Lilienthal, Eberhard Blum, Matthias Flügge, Marwan, Vinko Globokar, Matthias Sauerbruch, Ivan Kafka, Adam Zagajeswki und Donata Valentien). Das ursprünglich bundesweit geplante Projekt wurde inzwischen erfolgreich in den europäischen Raum erweitert. Nach Stationen 2009 in Wien und Graz konnten 2010 Begegnungen in Krakau und Prag stattfinden.
2002-2010
Junge Akademie
Foto: Manfred Mayer
Die Gesellschaft der Freunde der Akademie der Künste unterstützt die
Akademie in ihrer zentralen Aufgabe der Förderung der Entwicklung von
jungen Künstlern, indem sie der Akademie der Künste seit 2002 jährlich
eine Fördersumme für das Projekt "Junge Akademie" zur Verfügung stellt.
Die "Junge Akademie" ist eines der wichtigsten Projekte der Akademie
zur Förderung des künstlerischen Nachwuchses aller sechs in der
Akademie vertretenen Kunstsektionen. Junge Künstler, die eigene
künstlerische Ansätze, handwerkliche Sicherheit und die
Auseinandersetzung mit aktuellen Strömungen der zeitgenössischen Kunst
in herausragender Weise erkennen lassen, werden als Stipendiaten und
Förderpreisträger nach Berlin eingeladen, um eigene Arbeiten vorstellen
zu können. Das Veranstaltungsprogramm ist entsprechend
interdisziplinär, international und intermedial. Durch das
Aufeinandertreffen der verschiedenen Kunstsparten im Programm der
"Jungen Akademie" entstehen Anregungen und Kooperationen, die in ihrer
Form einzigartig sind.
Ausstellungen
2010
„Wiederkehr der Landschaft“
13.03.-30.05.2010
Foto: Carolin Schönemann
Die Ausstellung am Hanseatenweg stellte sich mit den Mitteln der Künste den Fragen von nachhaltiger Stadt- und Landschaftsgestaltung, Ökologie und Lebensqualität in den Städten von morgen. Der Freundeskreis finanzierte ausgewählte Arbeiten von Stipendiaten der Jungen Akademie zum Thema, welche im Jahr 2009 entwickelt und parallel zur Ausstellung realisiert wurden. Die vorgestellten Positionen zeigten einmal mehr die Kreativität und Internationalität der Stipendiaten der Jungen Akademie, weshalb der Verein sich beständig für die Förderung des künstlerischen Nachwuchses engagiert. Zudem förderte ein Freundeskreismitglied persönlich die Arbeit „Pull the Plug. Eine visuelle Klanginstallation“ von Annesley Black, Stipendiatin der Sektion Musik 2009, und Sophie Narr, Stipendiatin der Sektion Film- und Medienkunst 2009.
„George Grosz – Korrekt und anarchisch“
24.01.-05.04.2010
Die 10-wöchige Ausstellung stellte sowohl einen fulminanten Auftakt des Programms der Akademie der Künste als auch der Fördertätigkeit des Freundeskreises im Jahr 2010 dar. Sie gab einen faszinierenden Einblick in Leben und Werk des genialen Zeichners und politischen Künstlers George Grosz, dessen Nachlass die Akademie der Künste verwaltet. So stammten alle Ausstellungsstücke, darunter Zeichnungen, Collagen, Skizzenbücher, Fotografien und Korrespondenzen, aus der hauseigenen Sammlung. Gerade die Skizzenbücher dokumentierten als Kern der Ausstellung das Vokabular des Künstlers. Um diesen Schatz zu sichern, initiierte der Freundeskreis ein Patenschaftsprojekt zur Restaurierung beschädigter oder gefährdeter Skizzenbücher des Künstlers.
2009
„aus/gezeichnet/zeichnen“
25.04.-14.06.2009
Als eines der großen Förderprojekte 2009 unterstützte der Freundeskreis die Frühjahrsausstellung der Akademie der Künste am Hanseatenweg. Es war die erste gemeinsame Ausstellung von Mitgliedern der Sektion Bildende Kunst seit dem Jahr 1993. Es wurden rund 400 Werke von 65 Künstlern präsentiert, darunter Bridget Riley, Arnulf Rainer, Antoni Tàpies, Rebecca Horn, Jochen Gerz Gotthard Graupner, Richard Serra und Klaus Staeck. Das breite Spektrum ihrer Mitglieder ermöglichte es der Akademie, den gewandelten Begriff vom Zeichnen in der bildenden Kunst auf internationalem Niveau exemplarisch zur Diskussion zu stellen.
2007
"Kempowskis Lebensläufe"
20.05. - 15.07.2007
Kempowski-Archiv, AdK.
Foto: privat
Das Walter-Kempowski-Archiv wurde 2005 in der Akademie der Künste eingerichtet. Mit Unterstützung der Gesellschaft der Freunde der Akademie der Künste wurde es im Mai 2007 einer breiten Öffentlichkeit in der Akademie am Pariser Platz präsentiert, einem Ort, der seinerseits von der deutschen Geschichte geprägt ist. Die Mehrdeutigkeit des Titels "Kempowskis Lebensläufe" bezieht Kempowskis eigenen Lebensweg, dessen Dokumentation und literarische Gestaltung ebenso ein wie die in seinem Archiv enthaltenen Lebensläufe Dritter und ihre literarische Montage im Jahrhundertwerk Echolot. Die Ausstellung wurde durch Bundespräsident Horst Köhler eröffnet.
2006
"Erich Hauser. Skulpturen, Reliefs, Zeichnungen"
27.09.-17.12.2006
Foto: Manfred Mayer
Lange geplant konnte eine erste Einzelausstellung der Werke des Bildhauers Erich Hauser in Berlin im Jahr 2006 mit Hilfe der Gesellschaft der Freunde der Akademie der Künste realisiert werden. Erich Hauser, seit 1970 bis zu seinem Tod im Jahre 2004 Mitglied der Akademie, entwickelte mit dem Werkstoff Edelstahl in den 60er Jahren eine eigene Formensprache, für die er zahlreiche Auszeichnungen erhielt. Seine raumgreifenden Skulpturen, Säulen und Wandreliefs, die allein drei Mal auf der Documenta in Kassel präsentiert wurden, sind in vielen Städten der Welt präsent.
2004
Jochen Gerz "Anthologie der Kunst"
18.11.2004 - 09.01.2005
Foto: Manfred Mayer
Die "Anthologie der Kunst" begann als work in progress im September 2001 zur Frage "Was könnte, angesichts Ihres Bildes der Kunst heute, eine noch unbekannte Kunst sein?". Die Frage nach einer zukünftigen Kunst erwies sich nach dem "Tod der Avantgarde" als überraschend und zugleich extrem zeitbezogen, da die Ereignisse des 11. September 2001, die die Welt veränderten, das Denken ebenso unvorbereitet trafen wie die Türme des World Trade Center. Künstler und Theoretiker aus 37 Ländern und 6 Kontinenten forderten dazu auf, Praxis und Theorie in einer globalen Gesellschaft neu zu überdenken. Die Akademie der Künste nahm das Projekt von Jochen Gerz, der seit 1994 Mitglied der Abteilung Bildende Kunst ist, zum Anlass, ihre eigene öffentliche Mission als Ort der Fragen und der Forschung zu diskutieren.
2004
Ausstellung "E.U. POSITIVE"
19.09.2004 bis 7.11.2004
Foto: Manfred Mayer
Als Beitrag zum Kulturjahr der EU-Beitrittsländer ermöglichte der
Freundeskreis die Ausstellung "E.U. POSITIVE" in der Akademie der
Künste am Hanseatenweg. Der Ausstellungstitel ist einem Werk des
estnischen Künstlers Marko Laimre aus dem Jahr 2001 entlehnt. Es sollte
ausdrücklich nicht um eine repräsentative Darstellung der jüngeren
Kunstgeschichte in den Ländern gehen. Die Ausstellungshallen der
Akademie der Künste wurden vielmehr als ein Erfahrungsraum verstanden
und inszeniert, in welchem in den Sprachen der Künste über das neue
Europa nachgedacht wurde.
2001
Daniel Chodowieckis Reise von Berlin nach Danzig im Jahre 1773
Foto: Roman März
Am 18. September 2001 eröffnete im Historischen Museum der Stadt
Danzig die von den Freunden der Akademie ermöglichte Ausstellung
"Daniel Chodowieckis Reise von Berlin nach Danzig im Jahre 1773".
Chodowiecki wurde im Jahr 1764 Mitglied der Preußischen Akademie der
Künste, 1797 bis 1801 leitete er die Akademie. Die Ausstellung wurde
2001 sowohl in Danzig als auch in Berlin gezeigt. Die Initiative des
Freundeskreises zum Kulturaustausch zwischen Polen und Deutschland
wurde von den polnischen Partnern begeistert aufgenommen.
Im Jahre 1992 gründete Günter Grass die Daniel-Chodowiecki-Stiftung,
deren Zweck es ist, durch die Auszeichnung polnischer bildender
Künstler die deutsch-polnischen Kulturbeziehungen zu fördern.
Lesungen, Podiumsdiskussionen und Festivals
2007
Woche des Hörspiels. Internationales Festival für Hörkunst
20.04.- 29.04.2007
In der Akademie der Künste fand vom 20. bis 29. April 2007 die "Woche des Hörspiels" statt, die sich über Jahre als eines der größten Radiofestivals im deutschsprachigen Raum etabliert hat. Das Programm bot einen faszinierenden Einblick in die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen dem Hörspiel und anderen Künsten und öffnete sich mit dem Gastland Portugal der internationalen Szene. Die "Gesellschaft der Freunde der Akademie der Künste hat den Kinderhörspieltag finanziell ermöglicht. Dank der Förderung konnte auch dieser international aufgestellt werden und einen Workshop mit dem portugiesischen Künstler Joao Ricardo de Barros Oliveira anbieten. Der Kinderhörspieltag am Sonntag, 29. April 2007 bot Kindern mit einem spannenden Programm einen Einstieg in das Medium.
2007
DOKU.ARTS
19.09.2007-23.09.2007
Mit dem Dokumentarfilmfestival DOKU.ARTS förderte der Freundeskreis der Akademie der Künste ein weiteres Kunst-Genre aus dem Spektrum der Akademie der Künste. Das Festival zeigt die Breite, Vielfalt, Phantasie und Experimentierfreudigkeit dieses Genres auf: von der Langzeitbeobachtung über den essayistischen Film, vom Kompilations-Film zur Hommage – bei DOKU.ARTS sind alle traditionellen und lebendigen Formen dokumentarischen Schaffens vertreten.
2006
Lange Brecht Nacht
Gleichsam als Auftakt zum Brecht-Jahr aus Anlass seines hundertsten Todestages fand am 29. April 2006 in der Akademie der Künste am Pariser Platz eine "Lange Brecht Nacht" statt. Ausgangspunkt war die Sammlung Victor N. Cohen, ein spektakulärer neuer Brecht-Nachlass, den das Archiv der Akademie kurz zuvor erworben hatte. Der Jahrhundertdichter wurde mit Texten, Liedern, Bildern, Filmaufnahmen und Ausstellungsobjekten im ganzen Haus gegenwärtig. Allein 29 Akademiemitglieder waren an dem Programm beteiligt. Die Freunde der Akademie unterstützten dieses Projekt, durch das der faszinierende Neubau der Akademie mit einem hochrangigen Programm in allen Räumen zu einem Ort der Kunst und Begegnung wurde.
2005
Eröffnung des Neubaus der Akademie der Künste am Pariser Platz
Foto: Manfred Mayer
Mit erheblichen Mitteln haben die Freunde der Akademie dazu
beigetragen, dass die Eröffnungsfeierlichkeiten des neuen Hauses am
"Pariser Platz 4" am 21. Mai 2005 realisiert werden konnten. Die
traditionsreiche Akademie ist durch die feierliche Inbesitznahme des
Akademie-Neubaus am "Pariser Platz 4" an ihren historischen Standort in
unmittelbarer Nähe zum Brandenburger Tor zurückgekehrt. Der feierlich
begangene Einzug mit Festreden des Bundeskanzlers und des
Bundespräsidenten hat die Akademie auf positive Weise ins öffentliche
Interesse gerückt.
2004
"Die Kunst der Aneignung"
Foto: Manfred Mayer
Am 14. Januar 2004 fand die zweite Veranstaltung der
deutsch-russischen Dialogreihe "Kunst der Aneignung" mit der
Veranstaltung "II. Angreifen, Verwunden, Präparieren: Aktionen zwischen
Mensch und Tier" statt. Der russische Aktionskünstler Oleg Kulik und
der Künstler und Medientheore-tiker Peter Weibel diskutierten über
Aktionskunst, die den Betrachter zum Teilnehmer macht, indem sie ihn
angreift.
2003
Goethe-Diskussion
Am 7. Dezember 2003 ermöglichte der Freundeskreis die
Podiumsdiskussion "Wider die Beschleunigung. Goethes Faust, ein
modernes Lehrstück?" im Studio der Akademie. Die Beschleunigung wird
von Goethe als das "Velofizerische" beschrieben, in dem er das
Scheitern westlicher Zivilisation befürchtet. Professor Dr. Adolf
Muschg, Professor Dr. Detlev Ganten, Durs Grünbein und Dr. Manfred
Osten diskutierten über die rasche Aufeinanderfolge von immer neuen
Werten und den erschreckend schnellen Wechsel von Moden und Trends. Was
bedeuten Goethes Homunkulus-Szenen und der Schlussakt von Faust II für
uns heute? Können sie noch helfen, die Gegenwart besser zu verstehen
und wissender zu handeln?
2003
"Die Kunst der Aneignung"
Foto: Manfred Mayer
Die von den Freunden der Akademie ermöglichte deutsch-russische Dialogreihe "Die Kunst der Aneignung" wurde Ende 2003/Anfang 2004 in Kooperation mit dem Institut für Slawistik an der Humboldt-Universität durchgeführt. Alexander Sokurov, der wichtigste Vertreter des gegenwärtigen Autorenkinos widmete sich der Frage, wie der zeitgenössische Film Bilder für den Totalitarismus finden kann.
2002
"Islam, Türkei und Europa"
Die Freunde der Akademie engagieren sich auch für den politischen Dialog. Im April 2002 finanzierte die Gesellschaft der Freunde der Akademie der Künste eine Podiumsdiskussion zum Thema "Islam, Türkei und Europa" in der Akademie, die ein großer Erfolg wurde. Es diskutierten Mine Deniz Ermis-Tak, Barbara John, Claudia Roth, Prof. Jürgen Kocka, Wulf Schönbohm, Zülfü Livaneli und Christoph von Marshall.
Konzerte
2010
Gedenkkonzert zum 100. Geburtstag von Josef Tal
Anlässlich des 100. Geburtstags von Josef Tal, dem bedeutendsten Komponisten Israels, fand 19. September 2010 eine Gedenk-Matinee in Kamieniec statt. Nadav Tal spielte Stücke von Josef Tal und der aus Israel angereiste Regisseur Ethan Tal, Sohn von Tal, stellte einen Film über seinen Vater vor. Josef Tal war seit 1969 Mitglied der Akademie der Künste und beteiligte sich bis kurz vor seinem Tod am 25. August 2008 in Jerusalem mit großem Interesse an ihrer Entwicklung. Er gilt als der bedeutendste Komponist Israels und als international hoch anerkannter Musikpädagoge. Seine Werke haben insbesondere die Entwicklung der elektroakustischen Musik nachhaltig beeinflusst.
2005
Konzert mit Liedern von Reimann-Rihm
Am 17. Dezember 2005 fand im Plenarsaal der Akademie am Pariser Platz 4 das Konzert "Liebst Du das Dunkel" mit Liedern der Komponisten und Akademiemitglieder Aribert Reimann und Wolfgang Rihm statt. Das Konzert bildet den Abschluss einer Workshop-Reihe der Akademie der Künste zum Thema "Die gesellschaftliche Bedeutung des Todes in der heutigen Gesellschaft". Die Werke wurden in Anwesenheit des Komponisten Aribert Reimann von Mojca Erdmann (Sopran), Tim Severloh (Countertenor) und Axel Bauni (Klavier) vorgetragen.
2003
"Nachtstudio multimedial" und "Ein musikalisches Opfer"
Foto: Manfred Mayer
Am 28. Februar und am 2. März 2003 veranstalteten die Akademie, der
Freundeskreis, die Kammerakademie Potsdam und die Hochschule für Film-
und Fernsehen "Konrad Wolf" im Nikolaisaal Potsdam zwei interessante
Abende. Frank Michael Beyer, Mitglied der Sektion Musik, stellte seine
Fassung der kontrapunktischen Sätze von Johann Sebastian Bachs "Ein
musikalisches Opfer" vor und konfrontierte sie mit Anton von Weberns
Instrumentation. Mit weiteren Werken von György Kurtág, Aribert Reimann
und Luciano Berio bot die Kammerakademie Potsdam, geleitet von Marcus
Creed, ein außergewöhnliches Konzertereignis.
Ankäufe
2005
Thomas Huber "Artparade"
Foto: Manfred Mayer
Aus den Mitteln einer 2002 von der DaimlerChrysler Services AG (heute
Daimler Financial Services AG) an den Freundeskreis überwiesenen
Sonderspende wurde für den Neubau der Akademie der Künste am Pariser
Platz die Reihe "Artparade" von Thomas Huber erworben. Thomas Huber,
1955 in Zürich geboren, gehört einer Generation von Künstlern an, die –
von ihrer Ausbildung her eher konzeptuell geprägt – den Weg zurück zu
den traditionellen Ausdrucksformen Bild und Skulptur gefunden haben.
Thomas Huber vertritt mit seinen Bildern, die zum ersten Mal zu Beginn
der 80er Jahre Aufmerksamkeit erregten, eine Gegenposition zum damals
aufkeimenden Neo-Expressionismus.
2001
Liebermann-Selbstporträt
György Konrád vor dem Bild von Max Liebermann
Foto: Manfred Mayer
Im Jahre 2001 gelang es mit Unterstützung der Gesellschaft der
Freunde der Akademie der Künste e.V. ein Liebermann-Selbstportrait für
die Akademie zu erwerben. Den weitaus größten Beitrag hierzu leistete
die BHF-BANK mit einer Sonderspende. Bei dieser Gelegenheit trat die
BHF-BANK dem Freundeskreis der Akademie bei.
Erwerbungen für das Archiv
2006
Peter Weiss-Collagen
Peter Weiss "Brief an die Eltern"
Copyright: Gunilla Palmstierna-Weiss, Stockholm
Im Frühjahr 2006 finanzierten die Freunde der Akademie den Ankauf von neun frühen, unpublizierten Prosawerken von Peter Weiss mit Zeichnungen aus den Jahren 1934-1939, einem illustrierten Brief, den Weiss Weihnachten 1938 von seinem Aufenthalt bei Hermann Hesse an seine Eltern schickte, sowie zwei Collagefolgen. Die Werke dokumentieren das lange Schwanken des Künstlers zwischen einer literarischen und künstlerischen Laufbahn und stellen eine wichtige Ergänzung des von der Akademie der Künste betreuten literarischen Nachlasses von Peter Weiss dar.
2005
Liebermann-Archivalien
Die Akademie der Künste ist dem Andenken ihres langjährigen
Präsidenten und Ehrenpräsidenten Max Liebermann, der 1933 nach
beschämender Behandlung aus der Akademie austrat, besonders
verpflichtet. In ihrem Institutionenarchiv besitzt sie einen
umfangreichen Bestand an Liebermann-Schriften, in der Kunstsammlung
jedoch nur wenige Arbeiten. Am 22. September 2005 konnten für das
Archiv der Akademie der Künste mit Mitteln des Freundeskreises
interessante Stücke aus der Sammlung Liebermann - unter anderem ein
Skizzenbuch, illustrierte Bücher sowie Briefe Liebermanns - erworben
werden.
2005
Liebermann-Zeichnung
Ebenfalls am 22. September 2005 ersteigerte der Freundeskreis mit
Restmitteln einer großzügigen Sonderspende der DaimlerChrysler Services
AG (heute Daimler Financial Services AG) Max Liebermanns "Selbstbildnis
mit Brille und Skizzenbuch" von 1913. Die Skizze wurde als Schenkung
der Kunstsammlung überreicht. Auf der filigranen Bleistiftzeichnung
porträtiert Liebermann sich selbst. Der Freundeskreis freut sich, dass
die Akademie nun neben dem erworbenen Skizzenbuch Liebermanns auch
diese außergewöhnliche Bleistiftzeichnung ihr eigen nennen kann.
2002
Gropius-Zeichnungen
Im November 2002 konnte aufgrund des persönlichen Engagements des
Freundeskreis-Mitglieds Andrea Gräfin Bernstorff und ihrer Familie ein
Konvolut von bisher unveröffentlichten Zeichnungen des Architekten
Martin Gropius für die Akademie erworben werden.
Publikationen
2005
Katalog "Künstler.Archiv"
Auch bei der ersten Ausstellung im neu eröffneten Haus der Akademie
der Künste am Pariser Platz, die unter dem Titel "Künstler.Archiv" vom
19. Juni bis zum 28. August 2005 gezeigt wurde, war der Freundskreis
der Akademie engagiert. Durch eine großzügige Sonderspende des
Fürstentums Liechtenstein konnte ein umfassender Katalog zu der
Ausstellung verwirklicht werden. Die Ausstellung zeigte Arbeiten
konzeptionell arbeitender Künstler, die von den einzigartigen
Archivbeständen der Akademie inspiriert, das Thema "Gedächtnis"
behandelten. Über 15.000 Besucher sahen die großzügig präsentierten
Installationen.
2005
DVD "Sehen und Denken"
Im Jahr 2005 ermöglichte die Gesellschaft der Freunde der Akademie
der Künste eine Dokumentation der Ausstellungsreihe "Sehen und Denken".
Die Dokumentation umfasst 23 Videoporträts der in den Jahren 1997-2004
an der Ausstellungsreihe beteiligten Künstler - überwiegend Mitglieder
der Sektion Bildende Kunst. In der seit 1997 kontinuierlich
stattfindenden Reihe "Sehen und Denken" wurden Künstler eingeladen,
eines ihrer Werke zu zeigen und um das Werk alles zu versammeln, was zu
diesem geführt hatte.
2005
Publikation "Akademie der Künste in Berlin"
Zur Eröffnung des neuen Hauses der Akademie der Künste am Pariser
Platz 4 konnte mit Hilfe der Freunde der Akademie die Publikation
"Akademie der Künste in Berlin" erscheinen. Neben Kurzbiographien und
Fotos aller Akademiemitglieder und Artikeln zur Geschichte, Gegenwart
und Zukunft der Akademie beschreibt die Publikation auch die Geschichte
der Freunde der Akademie.
2003
Katalog "Schadow in Rom"
Foto: Roman März
Mit einem Druckkostenzuschuss unterstützten die Freunde der Akademie
die Publikation "Schadow in Rom. Zeichnungen von Johann Gottfried
Schadow aus den Jahren 1785 bis 1787" zur gleichnamigen Ausstellung der
Akademie der Künste.
Das Archiv der Akademie der Künste besitzt mit über 1200 Arbeiten
den mit Abstand größten Bestand an Zeichnungen des Schöpfers der
Quadriga auf dem Brandenburger Tor. Schadow war von 1816 bis zu seinem
Tod im Jahr 1850 Direktor (d.h. im heutigen Sinne Präsident) der
Preußischen Akademie der Künste und bestimmte die Geschicke des Hauses
wesentlich mit.