Ulrich Alexander Kreppein


Musik



1979  geboren in Leverkusen

1999-2005 Robert Schumann Hochschule Düsseldorf (Diplom in Komposition)

2003-2004 Columbia University in the City of New York (DAAD Stipendium)

2008 Acanthes 2008, Metz, Frankreich (Sommerworkshop)

2006-2011 Harvard University, Cambridge (PhD Student in Komposition)


Ulrich Alexander Kreppein lebt in Göttingen.

www.ulrich-kreppein.de


Auszeichnungen, Preise und Stipendien (Auswahl)

2011     Berlin-Stipendium, Akademie der Künste, Berlin

2009-2011 Stipendium, Akademie Musiktheater heute, Deutsche Bank Stiftung

2009     Finalist beim Internationalen Isang-Yun-Wettbewerb, Seoul, Korea
             Gewinner des Blodgett-Kompositionswettbewerbs, Harvard University
             Preisträger der Stuttgarter Orchesterwerkstatt des SWR

2008     Finalist beim Forum für junge Komponisten [‘tactus], Mons, Belgien

2007     Sonderpreis "Franz Liszt Workshop", Weimar

2006     Harvard University Presidential Fellowship, Graduate School of Arts and Science
(Ashford Fellowship)

2005     Dritter Preis beim ‘Musica Sacra International Composers Competition’ und dem Sonderpreis als jüngster Preisträger, Czestochowa, Polen

2003-2005 Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes


2001     Preisträger der Saarbrücker Komponistenwerkstatt

1998-1999 Preisträger des Bundeswettbewerbs Jugend komponiert

F.U.N. – führe uns nicht

“F.U.N. – führe uns nicht” ist ein Musiktheaterprojekt in Zusammenarbeit mit dem Staatstheater Oldenburg und Stipendiaten der Akademie Musiktheater heute. Das Projekt entsteht von Anfang an in enger Zusammenarbeit von mir als Komponist mit Dramaturgen, Regisseuren, Bühnenbildnern und Kostümbildnern.

Inhaltlich wird, basierend auf der “Versuchung des Heiligen Antonius”, Flauberts Idee einer szenischen Realisierung seines Romans ernst genommen, um mit den Mitteln des Musiktheaters in die fantastischen Dimensionen der Vorlage vorzustoßen. Gerade dort, wo sprachliche Vermittlung an ihre Grenzen stößt, wo der ‚Einbruch des Übernatürlichen‘ den Realismus Lügen zeiht, gilt es, die Sogwirkung des Materiellen und Geistigen herauszustellen, und Wahrnehmungsmechanismen auf struktureller Ebene aufzugreifen. In der Verzahnung aus musikalischer Struktur und dem Herausgreifen von einzelnen Visionen und Bildern soll ein Bezugssystem geschaffen werden, innerhalb dessen der Zuschauer sich seine eigene Orientierung verschaffen kann und soll.

Wer sich heute dem Musiktheater als künstlerischer Ausdrucksform nähert, steht (mindestens) zwei Versuchungen gegenüber: Einerseits der Verlockung, der großen Bühne im theatralen Experiment eine Absage zu erteilen. Andererseits der Versuchung, im Gestus des Opernhaften das zeitgenössische Experiment zu verfehlen. „Führe uns nicht“ ist daher ein mehrdeutiger Arbeitstitel, der ebenso eine Arbeitsmaxime des Projekts umschreibt, nämlich im Spannungsfeld zwischen beidem eine Neudefinition des Musiktheaters zu versuchen.


Aufführungen (Auswahl)

2011
2.Streichquartett und Phantasiestücke, "Heidelberger Frühling", Akademie Junger Komponisten

2010

Konstruktionen der Dämmerung für Schlagzeugquartett, Uraufführung durch das Talujon Quartet, Harvard University, Cambridge (USA)

2008
2. Streichquartett (Neufassung), Uraufführung durch die Harvard Group for New Music (HGNM), Harvard Universitiy, Cambridge (USA)
Spiegelbilder für Ensemble, uraufgeführt an der Harvard University durch die Harvard Group for New Music (HGNM), Cambridge 
Abendlied Auftragswerk, Ciudad de las Ideas Festival, Uraufführung in Puebla, Mexico     

2007
Sine Nomine für 7 Instrumente, für die Fromm Concerts, Uraufführung durch das Ensemble FA, Paris, an der Harvard University, Cambridge (USA)
Zwei Lieder nach Stefan George für Sopran und 3 Instrumente, Auftragswerk für das East Coast Composers Ensemble (ECCE), Uraufführung am Goethe Institut Boston und in der Gallery Icosahedron in New York, USA