AI Anarchies 2022

© Paige Zangoglia

Sarah Ciston

*1983 in Ava, Missouri (US)
lebt in Los Angeles (US) 

www.sarahciston.com

Vita

Sarah Ciston erwarb den Master of Fine Arts in Literatur an der University of California San Diego. Sie sind Mellon Fellow in Media Arts + Practice an der University of Southern California und assoziierte Forschende am Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft, wo sie untersuchen, wie sich intersektionale Ethiken und Taktiken auf KI übertragen lassen. Außerdem leiten sie das Creative Code Collective. In der Community setzen sie sich für das Erlernen zugänglicher und interdisziplinärer Programmier-Strategien ein. Ihre KI-Arbeiten umfassen ein Interface für maschinelles Lernen, um den*die innere*n Kritiker*in „umzuschreiben“, und einen Bot, der versucht, Misogynisten im Netz Feminismus zu erklären.

Residency

Während meiner Residency werde ich meine Arbeit am Intersectional AI Toolkit erweitern. Basierend auf bestehenden, jedoch marginalisierten Taktiken möchte ich ethische und gerechte Formen des maschinellen Lernens imaginieren und gestalten. Die in öffentlichen Zine-Workshops und Kollaborationen entwickelten Intersectional AI Frameworks werde ich als gedruckte und interaktive Publikationen umsetzen. So möchte ich Prototypen für anarchistische KI entwickeln – greifbare, zugängliche Tools, die ihre Herstellung und Schwächen offenlegen. Gemeinsam stellen diese Werkzeuge und Ressourcen die Frage: Wessen Stimmen, Visionen und Geschichten werden von automatisierten Systemen erfasst? Wer wird ausgeschlossen, geschädigt oder benachteiligt? Und wie können KI-Systeme zugänglich für die Beteiligung und Einmischung aller gestaltet werden?