Uncertain States – Künstlerisches Handeln in Ausnahmezuständen

Uncertain States – Künstlerisches Handeln in Ausnahmezuständen

Ein Ausstellungsprojekt der Akademie der Künste

15. Oktober 2016 – 15. Januar 2017
Eröffnung: 14. Oktober 2016

Mona Hatoum: „Kapan iki“, 2012 (Detail); Foto: def image; Courtesy Galerie Max Hetzler, Berlin | Paris; © Mona Hatoum

Mona Hatoum: „Kapan iki“, 2012 (Detail); Foto: def image; Courtesy Galerie Max Hetzler, Berlin | Paris

Maziar Moradi: Ohne Titel, 2007 (aus der Serie 1979)

Ein Erfahrungsraum der Dinge aus den Archiven der Akademie, eine Ausstellung zeitgenössischer Kunst sowie ein Denkraum für Wissenschaftler, Aktivisten und Künstler bilden die Grundstruktur des Schwerpunktprogramms in der Akademie der Künste in diesem Herbst.

Die Fragilität der individuellen, gesellschaftlichen und politischen Bedingungen, ausgelöst durch Kriege, Armut und Terrorismus, steht im Zentrum einer künstlerischen Recherche, die die aktuelle Dramatik der Flüchtlingsbewegung auf die historischen Erfahrungen von Flucht und Exil zwischen 1933 und 1945 bezieht. Ausgewählte Objekte und Dokumente aus den Archiven der Akademie der Künste, von Walter Benjamin, Bertolt Brecht, Valeska Gert, Lea Grundig, Heinrich Mann, Bruno Taut, Kurt Tucholsky und anderen korrespondieren mit mehr als 25 zeitgenössischen künstlerischen Positionen, in denen aktuelle Erfahrungen von Krisen- und Fluchtsituationen, Instabilität, Gewalt und Verlust reflektiert werden, darunter Arbeiten von Francis Alÿs, Reza Aramesh, Ayşe Erkmen, William Forsythe, Mona Hatoum, Isaac Julien, Sigalit Landau, Maziar Moradi, Graciela Sacco, Nasan Tur, Micha Ullman und Arkadi Zaides.

In Vortrags- und Veranstaltungsreihen werden aktuelle politische Fragestellungen zu Themen wie Neokolonialismus, Fluchtursachen, Migration und der neue Nationalismus in Europa in den Kontext von kulturellen und künstlerischen Positionen gestellt. Mit Lectures, Debatten, Konzerten, Filmvorführungen, Performances und Theater entsteht ein offener Denk- und Aktionsraum.

Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes.

Kulturstiftung des Bundes