Literatur – Mitglieder

Bertolt Brecht

eigtl. Eugen Berthold Friedrich Brecht

Schriftsteller, Regisseur

Am 10. Februar 1898 in Augsburg geboren,
gestorben am 14. August 1956.
Von 1950 bis 1956 Mitglied der Akademie der Künste, Berlin (Ost), Sektion Literatur und Sprachpflege.
Von 1954 bis 1956 Vizepräsident der Akademie der Künste, Berlin (Ost).

Weiterführende Informationen

Archivbestand

Biographie

Kindheit in Augsburg.
1917 Notabitur im Ersten Weltkrieg.
Immatrikulation für Medizin und Naturwissenschaften an der Universität München.
1918 Militärdienst als Lazarettsoldat.
1922 Uraufführung von "Trommeln in der Nacht" in München.
1923 Bekanntschaft mit Helene Weigel.
1924 Umzug nach Berlin,
Arbeit als Dramaturg für Max Reinhardt am Deutschen Theater gemeinsam mit Carl Zuckmayer.
Ab 1926 Entstehung der "Lehrstücke".
1927 Mitarbeit am Theater Erwin Piscators.
1930 Uraufführung der Oper "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny" in Leipzig endet mit Skandal.
1931 Uraufführung des Films "Die Dreigroschenoper",
1932 Verbot des Films "Kuhle Wampe" durch die Filmprüfstelle Berlin,
Uraufführung zensierter Filmversion nach öffentlichem Protest.
1933 Flucht über Prag nach Wien, in die Schweiz bis nach Dänemark.
Enge Zusammenarbeit mit Walter Benjamin und Hanns Eisler.
1935 Aberkennung der deutschen Staatsbürgerschaft.
Teilnahme am Ersten Internationalen Schriftstellerkongress in Paris.
1939 Flucht nach Schweden.
1940 nach Einmarsch der deutschen Truppen in Dänemark und Norwegen Flucht nach Finnland.
1941 Entstehung des Stücks "Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui".
Uraufführung von "Mutter Courage und ihre Kinder" in Zürich.
Flucht über die Sowjetunion in die USA, Wohnsitz in Santa Monica, Kalifornien.
1943 Mitglied des "Council for a Democratic Germany".
1945 Konzeptionsänderung für "Galileo Galilei" nach Abwurf der Atombombe.
1947 Aufführung von "Galileo Galilei" in Beverly Hills,
Vorladung vor das Komitee für unamerikanische Tätigkeit in Washington, Ausreise in die Schweiz.
1948 Uraufführung der überarbeiteten Version von "Mutter Courage und ihre Kinder" in Berlin.
Übersiedlung nach Ost-Berlin.
1949 Erste Aufführungen im von Brecht gegründeten Berliner Ensemble, Intendantin Helene Weigel.
1953 Wahl zum Präsidenten des PEN-Zentrums Ost und West.
1955 Rede auf der Tagung des Deutschen Friedensrats in Dresden sowie Petitionsübergabe mit 175.000 Unterschriften gegen die Aufnahme der BRD in die NATO (Pariser Verträge).

Werk

Baal. Drama. Potsdam 1922
Mahagonny. Drama. Wien u. a. 1927
Die Augsburger Sonette. Gedichte. 1927
Die Dreigroschenoper. Drama. Wien u. a. 1928
Die heilige Johanna der Schlachthöfe. Drama. Berlin 1931
Hitler-Choräle. Gedichte. 1933
Die Mutter. Geschichten aus der Revolution. Berlin 1933
Furcht und Elend des Dritten Reichs. Drama. Moskau 1938
Der gute Mensch von Sezuan. Drama. 1939
Mutter Courage und ihre Kinder. Drama. Basel 1941
Hollywoodelegien. Gedichte. 1942
Schweyk im Zweiten Weltkrieg. Drama. 1947
Das Leben des Galilei. Drama. Berlin 1948
Der kaukasische Kreidekreis. Drama. 1949 (Sinn und Form. Sonderheft Bertolt Brecht)
Buckower Elegien. Gedichte. Berlin 1953 (Versuche; 13)
Turandot oder Der Kongreß der Weißwäscher. Drama. 1953
Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui. Drama. 1957 (Sinn und Form, Sonderheft Bertolt Brecht 2)

Auszeichnungen

1951 Nationalpreis der DDR
1954 Stalin-Preis für Frieden und Verständigung zwischen den Völkern