Publikationen

Ihre Ausstellungen und Veranstaltungen begleitet die Akademie der Künste mit Katalogen und Dokumentationen. Außerdem erscheinen Publikationen zu kulturpolitischen Themen, zu ausgewählten Archivbeständen und eine Edition von Musik-CDs.

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Sinn und Form. Beiträge zur Literatur
Die Akademie der Künste gibt zweimonatlich die Zeitschrift SINN UND FORM heraus, die 1949 von Johannes R. Becher und Paul Wiegler begründet und bis 1962 von Peter Huchel geleitet wurde. Heftarchiv

Aktuelle Publikationen

Lässt sich ein geheimnisvollerer Ort für das Gipfeltreffen eines legendären Literaturkritikers, einer ehemaligen Ministerpräsidentin, eines Nobelpreisträgers und einer streitbaren Haushälterin vorstellen als die spinnendurchwobene Kammer eines Hauses, das in der holsteinischen Wilstermarsch steht? Zusammen mit ausgewählten Texten früherer Döblin-Stipendiaten widmen die Berliner Autoren Thilo Bock und Peter Wawerzinek ihre Geistergeschichten der guten Seele des Dichterhauses in Wewelsfleth und erzählen zugleich ein Stück jüngerer deutscher Literaturgeschichte.

Mit dieser opulenten Publikation erscheint das erste Überblickswerk über alle im Baukunstarchiv der Akademie der Künste bewahrten Archive und Sammlungen. Neben einführenden Texten von Jeanine Meerapfel, Werner Heegewaldt und Eva-Maria Barkhofen werden die Einzelbestände, deren Überlieferung bis ins 18. Jahrhundert zurückreicht, mit Biografien der Urheber und zahlreichen Abbildungen umfassend vorgestellt.

Julian Röders Bildkunst reflektiert Strukturen von Macht, Protest und Konsum, Schein und Wirklichkeit. In den neuen Arbeiten beschäftigt er sich unter anderem mit Metaphysik, Gedanken- oder Aura-Fotografie. Julian Röder war 2014 Ellen-Auerbach-Stipendiat der Akademie der Künste. Der Katalog erscheint zur Ausstellung im Haus am Waldsee, Eröffnung 17.11.2016

Edmund Kuppel hat als Katalog zur Ausstellung ein besonderes künstlerisches Objekt konzipiert: Aus einer ca. 60-minütigen Videoarbeit, bestehend aus 10 Zugfahrten, die immer wieder im Ausgangsbahnhof enden, entwickelte er eine 11. Fahrt in „Buchform“. So entstand ein Leporello, der eine Art Endlosbildschleife bildet. Kuppel „verwandelt in seinem künstlerischen Denken seine Überlegungen in feine skulpturale Gebilde, er verwandelt das Material in einfachster, das heißt abstrakter Form in apparative Konstruktionen des Staunens über die Wirklichkeit“, heißt es in der Jurybegründung zum Käthe-Kollwitz-Preis 2016.

Als Regisseur prägte Peter Beauvais das westdeutsche Fernsehen über fast drei Jahrzehnte. In biografischen und analytischen Einzelbeiträgen verdeutlichen Rolf Aurich, Julia Glänzel, Wolfgang Jacobsen und Nicky Rittmeyer, dass Beauvais in all seinen Arbeiten für Schauspiel, Oper, Hörfunk, Film und Fernsehen ein Konzept der radikalen thematischen und stilistischen Vielfalt verfolgte.

Die These vom „Film als Skulptur“ war in ihrer Formulierung als Paradoxon für die Kunst des 20. Jahrhunderts ausgesprochen produktiv. Das Buch dokumentiert eine Tagung zur Ausstellung „Elemental Gestures – Terry Fox“ und befragt die Debatten der 1970er Jahre angesichts des medienübergreifenden Charakters der Gegenwartskunst neu. Mit Blick auf Künstler wie Rosa Barba, Joseph Beuys, Chris Burden, Richard Buckminster Fuller, Cyprien Gaillard, Suzanne Harris, Gordon Matta-Clark, Anthony McCall, Cedric Kiefer, László Moholy-Nagy, Nam June Paik, Carolee Schneemann, Richard Serra, Roman Signer u. a. wird die Schnittmenge von Film, Bild und Raum diskutiert.

Klappentext: Die in diesem Band diskutierte Frage, ob und in welcher Hinsicht Film zu Skulptur zu werden vermag, greift eine Debatte der 1970er Jahre auf, die heute unter anderen Vorzeichen neu diskutiert wird – und dies, obwohl sie angesichts des medienübergreifenden Charakters der Gegenwartskunst obsolet geworden zu sein scheint. Zugleich handelt es sich um ein Paradox, das sich jedoch gerade für die Künste des letzten Jahrhunderts als ausgesprochen produktiv erwiesen hat. Führt die Formulierung „Film als Skulptur“ zur Überbrückung oder doch eher zur Verschärfung der Unterscheidung der technischen Verfahren von Film, Livebild und Video? Fällt die Dokumentation künstlerischer Aktionen und Installationen in den Bereich filmischer Skulptur? Und, wenn ja, welche Bedeutung hätte dies für ihre Bewahrung und Interpretation? Während plastischen Formen eine raumzeitliche Produktions- und Erfahrungsdimension zugeschrieben wird, die sie in die Nähe des Filmischen rückt, ist es nicht ausgemacht, inwieweit umgekehrt das Bewegtbild als Skulptur aufzufassen wäre – ein offener Prozess, dessen Momentaufnahme hier zur Diskussion gestellt wird.

Werner Stötzer (1931–2010) gehört zu den bedeutendsten Bildhauern Deutschlands. Seine Werke sind von einem tiefen Verantwortungsgefühl für den Menschen geprägt. Zugleich war Stötzer ein prägnanter Erzähler, dessen berührende Texte sein bildhauerisches und zeichnerisches Werk ergänzen. Die hier zumeist erstmals veröffentlichten Aufzeichnungen, Briefe und Anekdoten geben einen Einblick in seine Gedankenwelt und spiegeln auch ein Stück Zeitgeschichte. Kollegen, Freunde und Akademie-Mitglieder haben für das „akademiefenster“ Erinnerungen und Texte geschrieben. Zeichnungen, Dokumente und Fotografien ergänzen das Material, das der Bildhauer noch zu Lebzeiten dem Archiv der Akademie schenkte.

Der erweiterte Werkbegriff und die Zunahme inszenatorischer Darstellungsformen gebietet es, den seit dem 18. Jahrhundert stark westeuropäisch geprägten Begriff von Kunst zu überprüfen. Insbesondere die Erschütterung der Dominanz der Malerei im Zuge der globalen Erweiterung der zeitgenössischen Kunstpraxis lässt vermuten, dass die maßgebliche Rolle des Bildes im ästhetischen Diskurs sowohl in theoretischer als auch in praktischer Hinsicht eine Besonderheit der europäischen Kunstgeschichte ist. Mit Beiträgen von Kader Attia, Hans Belting, Thierry de Duve, Peter Galison, Helmut Lachenmann, Jean-Luc Nancy u. a.

Klappentext: Grenzüberschreitung ist seit über einem Jahrhundert ein entscheidender Faktor in der Entwicklung der Künste. Die Berliner Akademie der Künste hat mit der Vortragsreihe „Art Unlimited? – Grenzenlos Kunst?“ den Versuch unternommen, die drei wichtigsten Tendenzen herauszustellen und in ihrer Tragweite zu diskutieren: die Aufhebung der ästhetischen Differenz zwischen Kunst und Realität (Duchamp), die „Verfransung der Künste“ (Adorno) untereinander und die Sprengung des europäischen Kunstbegriffs durch die globale Erweiterung der zeitgenössischen Kunstpraxis. Die Beiträge in diesem Band reflektieren die vielfältigen Aspekte dieser akuten Veränderung sowohl unter dem Gesichtspunkt der Verschiedenheit der Künste als auch aus der Perspektive kulturell divergierender Standpunkte. Ein Resümee der in Frankreich neu aufgeflammten Kontroverse zur Rolle der „Partizipation“ in den Künsten ergänzt die Sammlung.

Der Katalog zur Ausstellung beinhaltet Essays internationaler Experten und Fallstudien aus Architektur, Soziologie, Kunst und Urbanismus zur Neubestimmung des Öffentlichen Raums wie des Tempelhofer Felds in Berlin, des Trafalgar Square in London, des Campo de Cebada in Madrid oder des Brooklyn Bridge Park in New York. Gezeigt werden auch künstlerische Interventionen im öffentlichen Raum sowie Ergebnisse eines internationalen Workshops und 3D-Tools zur Bürgerbeteiligung.

Texte von Frauke Burgdorff, Ricky Burdett, Susan Chin, Barbara Hoidn, Andrew Keen, Regula Lüscher, Florian Matzner, Jeanine Meerapfel, Cristiane Muniz, Cordelia Polinna, Alvaro Puntoni, Julio Cesar Perez, Bernhard Schneider, Renata Stih, Reinaldo Uriarte, Michael Van Valkenburgh, Fernando Viégas, Jörn Walter, Wilfried Wang, Blanca Zuñiga.

Die Publikation dokumentiert in einer Collage aus Fotografien und Texten, Selbstzeugnissen und Dokumenten, die überwiegend aus den Archiven der Akademie der Künste stammen, die gemeinsamen Theaterarbeiten von B. K. Tragelehn und Heiner Müller. Zugleich ist sie Zeugnis einer nicht nur künstlerischen Freundschaft der beiden Theatermänner. Sie erscheint zum 80. Geburtstag des Regisseurs, Dichters und Übersetzers B. K. Tragelehn, der sein Archiv 2013 der Akademie der Künste übergab. Mit einem Werkverzeichnis.

Die Malerin und Grafikerin Alice Lex-Nerlinger gehörte zur kunstlerisch-politischen Avantgarde der Weimarer Republik. Berühmt geworden ist sie mit dem Bild „§218“ (1931), einer Kritik am damaligen Abtreibungsverbot. Unter dem Einfluss des „Sturm“-Kreises eignete sie sich moderne Kunsttechniken wie Fotografie, Montage und Fotogramm an. Das Katalogbuch zur Ausstellung im Verborgenen Museum enthält zahlreiche Dokumente und Abbildungen aus dem Nachlass der Künstlerin, der sich im Archiv und in der Kunstsammlung der Akademie der Künste befindet.

Im Mai 2016 trafen sich der Komponist und Regisseur Carles Santos und die Künstlerin und Instagram-Celebrity Amalia Ulman auf Vorschlag der Berlin Biennale eine Woche lang in der Akademie der Künste. Das Ergebnis dieses künstlerischen Austauschs ist eine einmalige Schallplatte, die die ungebändigte, sehr persönliche Phantasie von Santos' Klavierspiel mit der fragilen, skeptischen Zärtlichkeit von Ulmans Lyrik verbindet.