Archiv der Akademie der Künste

Das Archiv der Akademie gilt als bedeutendstes interdisziplinäres Archiv zu Kunst und Kultur seit 1900 im deutschen Sprachraum. Seine zentrale Aufgabe besteht darin, künstlerisch und kulturgeschichtlich wichtige Archive zu erwerben, zu verzeichnen und der Wissenschaft und interessierten Öffentlichkeit bereitzustellen. In Ausstellungen, Vorträgen, Lesungen, Konzerten und Publikationen macht das Archiv seine Bestände bekannt. Außerdem betreut es die musealen Einrichtungen der Brecht-Weigel- und der Anna-Seghers-Gedenkstätte.

Das Archiv stellt seinen Nutzerinnen und Nutzern 12.000 laufende Regalmeter unikaler Archivalien, ca. 1.500.000 Fotos, eine Bibliothek von 600.000 Bänden, 25.000 Blatt Bühnenbild- und Theatergrafik, 200.000 Baupläne, 75.000 Kunstobjekte (zumeist Arbeiten auf Papier) und ca. 40.000 Plakate zur Verfügung.

Der interdisziplinäre Ansatz des Archivs spiegelt die Struktur der Mitgliederakademie wider und umfasst die Bereiche Bildende Kunst, Baukunst, Musik, Literatur, Darstellende Kunst, Film- und Medienkunst. Hinzu kommen die Kunstsammlung, die Verwaltungsunterlagen der Akademie im Historischen Archiv und die für alle Abteilungen zuständige Bibliothek. Besondere Sammelschwerpunkte sind die Mitglieder der Akademie der Künste, Kunst in Berlin und Deutschland seit 1900, Künstleremigration während des Nationalsozialismus, Kunst und Kulturpolitik in der DDR, Geschichte der Berliner Akademie der Künste seit 1696, Archive von Künstlerverbänden und -vereinigungen sowie der Jüdische Kulturbund in Deutschland (1933-1941).