John Heartfield: Krieg und Leichen – Die letzte Hoffnung der Reichen, Doppelseite aus der Arbeiter-Illustrierten-Zeitung, 1932, Nr. 18 © The Heartfield Community of Heirs / VG Bild-Kunst, Bonn 2020. Akademie der Künste, Berlin

John Heartfield – Fotografie plus Dynamit

Ausstellung

John Heartfield (1891–1968) gehört zu den innovativsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Seine politischen Fotomontagen wurden zu Ikonen im Kampf gegen den Nationalsozialismus. Bis heute sind sie von europäischem Rang und haben nichts von ihrer Sprengkraft eingebüßt. Die Ausstellung „John Heartfield – Fotografie plus Dynamit“ zeigt die vielen Facetten seiner Kunst von der Montage und Buchgestaltung über die Bühnenausstattung bis hin zur Fotografie und zum Trickfilm. Die Exponate zeugen von seinem raffinierten Konzept, mit den Mitteln der Werbung und der Aufklärung den Kunstkontext zu sprengen.

Grundlage der Retrospektive ist die Neubearbeitung und Digitalisierung seines Nachlasses, der sich in der Akademie der Künste befindet. Zum Teil erstmals gezeigte Arbeiten und Dokumente machen sein komplexes Bezugsfeld sichtbar. Heartfield hatte während seines von Verfolgung und Exil geprägten Lebens enge Verbindungen zu bedeutenden Zeitgenossen wie Grosz, Brecht und Piscator. Bislang unbekannte Inspirationsquellen wie Stücke aus seiner Grafik- und Ostasiatikasammlung erweitern die Werkschau.

Eine Ausstellung der Akademie der Künste, Berlin – gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes. Das Veranstaltungsprogramm zur Ausstellung wird gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung.

2.6. — 23.8.

Di – So 11–19 Uhr

Letzter Einlass: 18 Uhr

€ 10/5. Bis 18 Jahre Eintritt frei

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