13.9.2010

35. Akademie-Gespräch. Terra Preta – Dunkle Erde

Ingo Schulze im Gespräch mit Eduardo Neves, Ralf Otterpohl, Eije Erich Pabst, Ulf Rakelmann und Klaus Staeck

Dienstag, 28.09.2010, 19 Uhr

Akademie der Künste, Plenarsaal, Pariser Platz 4, 10117 Berlin
Eintritt € 5/3, bis 18 Jahre Eintritt frei
Pressekarten unter presse@adk.de, Tel. 030 200 57-1514


Kann die Entdeckung einer untergegangenen indigenen Hochkultur unseren Alltag verändern? Können uns Technologien präkolumbianischer Amazonas-Indios beim nachhaltigen Wirtschaften helfen? Das Akademie-Gespräch über die TERRA PRETA – DUNKLE ERDE will auf ein Phänomen aufmerksam machen, das bisher eher ein Thema von Fachwissenschaften als einer größeren Öffentlichkeit war.

Der Boden des Amazonasgebietes ist nährstoffarm, nur an den früheren Siedlungsorten der Indios findet sich eine Bodenart, die zu den fruchtbarsten der Welt zählt, die TERRA PRETA – DUNKLE ERDE. Das Wissen um ihre Herstellung war nach der Eroberung verloren gegangen. Weltweit arbeiten Wissenschaftler an der Rekonstruktion dieser Technologie. Diese zu beherrschen könnte der Landwirtschaft wie dem Klimaschutz wichtige Impulse geben. Aufgrund archäologischer Funde muss auch die Geschichte der Amazonasregion neu geschrieben werden.

Im Rahmen des Brasilienprojektes der Akademie der Künste (Ausstellung "Das Verlangen nach Form – O Desejo da Forma", bis 7.11. am Hanseatenweg 10) diskutieren Ingo Schulze und Klaus Staeck mit Experten aus Brasilien und Deutschland über die ökonomische, ökologische, kulturelle und politische Bedeutung der Terra Preta.

Es diskutieren
Eduardo Neves Archäologe (Universität São Paulo)
Eije Erich Pabst Geograf, Amazonas-Experte (Manaus)
Ralf Otterpohl Leiter des Arbeitsbereiches Kommunale und industrielle Abwasserwirtschaft (Technische Universität Hamburg-Harburg)
Ulf Rakelmann Mitarbeiter der Abteilung Zukunftstechnologie HAMBURG WASSER
Ingo Schulze Direktor der Sektion Literatur der Akademie der Künste
Klaus Staeck Präsident der Akademie der Künste


Die Veranstaltung wird unterstützt von HAMBURG WASSER Kompetenz Netzwerk.

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