9.2.2012

Kunst und Revolte – zu den Umbrüchen in den arabischen Gesellschaften

Filme, Theater, Gespräche, Vorträge, Workshops,  29. Februar – 6. März 2012
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Die Veranstaltungsreihe „Kunst und Revolte“ befasst sich mit den Umbrüchen in den arabischen Gesellschaften. Zahlreiche Künstler geben diesen Umbrüchen ein Gesicht, suchen nach neuen Sprachen, intervenieren mit Aktionen oder dokumentieren die inneren und äußeren Prozesse. Eine Woche lang, vom 29. Februar bis zum 6. März, bieten Künstler aus dem gesamten arabischen Raum eine aktuelle Bestandsaufnahme der gesellschaftlichen und politischen Situation der Region. Das Programm umfasst Filmaufführungen, einen tunesisch-deutschen Theaterdialog sowie Gespräche, Vorträge und Workshops. „Kunst und Revolte“ ist ein gemeinsames Projekt von Akademie der Künste, Instituto Cervantes Berlin, Bundeszentrale für politische Bildung/bpb und Heinrich Böll Stiftung. Die Veranstaltungen finden in der Akademie der Künste, Hanseatenweg, und im Instituto Cervantes Berlin statt.

Am Mittwoch, den 29. Februar, 19.30 Uhr, beginnt das Programm im Instituto Cervantes mit der Eröffnung der Filmreihe „8 arabische Filmemacherinnen“, kuratiert von Chus Lopez Vidal und Paula Rodriguez, gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds Berlin. An den folgenden Tagen werden aktuelle Dokumentarfilme von Filmemacherinnen aus Tunesien, Bahrain, dem Libanon, Ägypten, dem Sudan, Syrien und Algerien gezeigt und in Gesprächen reflektiert. Die Künstlerinnen und Aktivistinnen behaupten ihre Stimme im gesellschaftlichen Umbruch und fordern auch nach der Revolution ihre Rechte und Präsenz in der Neugestaltung der arabischen Gesellschaften.

Am 1. und 2. März führt die bpb das Seminar „Revolte und Umbruch in Nordafrika. Bestandsaufnahme und Perspektiven“ durch. Die öffentliche Podiumsdiskussion am Freitag, den 2. März, 13.30 Uhr, stellt den Demokratisierungsprozess in der Region in den Mittelpunkt.
 
Die Akademie der Künste legt ihren Schwerpunkt auf Tunesien. Die Lesungen von drei jungen tunesischen Dramatikern stehen im Zentrum einer Auseinandersetzung mit dem tunesischen Theater (Sonnabend, 3. März). Die Bildende Künstlerin Faten Rouissi, der Bürgerrechtler Mokhtar Yahyaoui und der Filmemacher Hichem Ben Ammar reflektieren die Rolle von Kunst und Kultur für den Umbruch und die Chancen für die erste Demokratie in der arabischen Welt (Lecture-Performance von Faten Rouissi am 1. März; „Tunesien nach den Wahlen“, Vortrag und Filmreportage, Montag, 5. März). Mit dem Filmemacher Elia Suleiman wird zudem die Perspektive der Palästinenser prominent gesetzt. Immer noch ist der israelisch-palästinensische Konflikt ein Schlüssel für die Zukunft der arabischen Welt (Filme und Gespräche, Freitag, 2. März).

Die Heinrich Böll Stiftung bezieht mit dem Videoworkshop für arabische Frauen eines der zentralen Themen der Reihe, die Rolle der Frauen, auf die Situation vor Ort in Berlin.

>> Programmüberblick hier

>> Pressekontakt, Interviewanfragen:
Brigitte Heilmann, Akademie der Künste, Tel. 030 20057-1513, heilmann@adk.de
Lars Schepull, Instituto Cervantes, Tel. 0160 80 68 504, presse@cervantes.de

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