Literatur – Mitglieder

Hans Marchwitza

Schriftsteller

Am 25. Juni 1890 in Scharley bei Beuthen/Oberschlesien geboren,
gestorben am 17. Januar 1965.
Von 1950 bis 1965 Mitglied der Akademie der Künste, Berlin (Ost), Sektion Literatur und Sprachpflege.

Archivbestand

Biographie

Kindheit in Scharley (Oberschlesien) als Sohn eines Bergarbeiters.
Bereits im Alter von 14 Jahren selbst Bergarbeiter.
Ab 1910 Bergarbeiter im Ruhrgebiet.
1912 Entlassung aufgrund von Streikteilnahme.
1915-1918 Militärdienst.
1919 Mitglied der USPD.
Kämpfer gegen Kapp-Putsch, Freikorps und die Reichswehr als Zugführer der Roten Ruhr-Armee. 1920 Eintritt in die KPD,
erste schriftstellerische Versuche.
Förderung durch Alexander Abusch, Redakteur beim Ruhr-Echo.
Ab 1924 Veröffentlichung in den kommunistischen Zeitungen Rote Fahne und Rote Front.
1929 Einladung in die Sowjetunion mit anderen Journalisten und Schriftstellern.
1930 Publikation einer Reportage über die Kämpfe im Ruhrgebiet in "Sturm auf Essen".
1933 Flucht in die Schweiz nach Machtübernahme der Nationalsozialisten,
1934 Ausweisung aus der Schweiz und Emigration nach Spanien.
Ab 1936 Offizier im Spanischen Bürgerkrieg.
1938 Rückkehr aus Spanien,
Verhaftung beim Grenzübertritt nach Frankreich.
1941 Flucht in die USA.
Internierung in New York City,
Arbeit als Bau- und Hilfsarbeiter.
1946 Rückkehr nach Deutschland.
Ab 1947 in Potsdam-Babelsberg.
1950 Gründungsmitglied der Deutschen Akademie der Künste.
1950/51 Kulturattaché in Prag.

Werk

Sturm auf Essen. Reportage. 1930
Walzwerk. Roman. 1932
Die Kumiaks. Roman. 1934
Meine Jugend. Autobiografisches. 1947
In Frankreich. Reisebericht. 1949
Unter uns. Erzählungen. 1950
Die Heimkehr der Kumiaks. Roman. 1952
Roheisen. Roman. 1955
Die Kumiaks und ihre Kinder. Roman. 1959
In Amerika. Roman. 1961
In Frankreich / In Amerika. Autobiografien. 1971
Hanku. Eine Kindheit. 1974

Auszeichnungen

1950, 1955, 1964 Nationalpreis der DDR

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