Europäische Allianz der Akademien

„The Power of Art: Defending a Transnational Understanding of European Culture“ (Dezember 2021)

Im Mittelpunkt der zweiten Konferenz der Europäischen Allianz der Akademien (2. — 3. Dezember 2021) stand die künstlerische Kooperation – und wie sie für ein europäisches Verständnis von Kunst und Kultur genutzt werden kann. In drei öffentlichen Diskussionen setzten sich die Teilnehmenden mit dem Einfluss nationalistischer Ansätze in der Kulturpolitik und deren Einfluss auf die künstlerische Arbeit sowie auf die Autonomie von Kultureinrichtungen auseinander. In internen Sitzungen wurde darüber beraten, wie sich die Allianz im analogen und digitalen Raum besser vernetzen und gegen politische Restriktionen vorgehen kann.

Dank der intensiven Kooperation mit dem Partner Círculo de Bellas Artes konnte die Veranstaltung unter Mitwirkung des spanischen Kulturministers Miquel Iceta, der regionalen Kulturministerin Marta Rivera de la Cruz, dem deutschen Botschafter im Königreich Spanien S.E. Wolfgang Dold, sowie aktiven Mitgliedern der Akademie der Künste und der Europäischen Allianz der Akademien durchgeführt werden, u.a. Liesbeth Bik, Christos Carras, Jean-François Chougnet, Manuel Gutierréz Aragón, Wolfgang Kaleck, Juan Miguel Hernández León, Jeanine Meerapfel, Antonio Muñoz Molina, Dominika Kasprowicz, Elvira Dyangani Ose, Norbert Palz, Jurko Prochasko, Aleš Šteger, Cécile Wajsbrot. Musikalischer Beitrag von Zambra Barroca.

Livestream der Veranstaltungen können hier nachgeschaut werden:
The Power of Art - European Alliance of Academies

Jeanine Meerapfel

Marta Peirano, Cécile Wajsbrot, Liesbeth Bik, Norbert Palz

Elvira Dyangani Ose

Valerio Rocco Lozano, Juan Miguel Hernández León, Marta Riviera de la Cruz, H.E. Wolfgang Dold, Jeanine Meerapfel

Musikalischer Beitrag von Zambra Barroca

Eine Veranstaltung der Europäischen Allianz der Akademien organisiert von Akademie der Künste und Círculo de Bellas Artes de Madrid; in Kooperation mit der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Madrid. Gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) und Region Madrid. Medienpartner: Radio 3

„Battle with the Empty Sky: Language, Nationalism and Freedom of Art in Early 21st-Century Europe“ (Oktober 2021)

Die Europäische Allianz der Akademien eröffnete mit einer öffentlichen Diskussion und Workshops mit Autor*innen aus ganz Europa am 29. Oktober 2021 eine Veranstaltungsreihe in Budapest zum Thema Freiheit der Kunst; in enger Zusammenarbeit mit der Society of Hungarian Authors.

Unter dem Titel „Battle with the Empty Sky: Language, Nationalism and Freedom of Art in Early 21st-Century Europe“ spürten Akademie-Mitglied und Schriftsteller Robert Menasse, der ungarische Autor László Márton und die ungarische Literaturkritikerin Anna Gács der Wechselwirkung zwischen Sprache, Gesellschaft und Politik nach: Wie werden Sprache und Literatur beeinflusst, wenn sich Politik in eine populistische, nationalistische oder andere radikale Richtung bewegt? Der britische Dichter Daljit Nagra moderierte.

In vorangehenden Workshops mit den Autor*innen Luc Devoldere (Belgien), Sophie Collins (London) und László Martón (Budapest) wurden unterschiedliche Aspekte des Themas auf europäischer Ebene diskutiert: Welche Begriffe werden durch die Politik umgedeutet? Welches Vokabular benötigen wir, um zukünftige Herausforderungen zu beschreiben? Welche Möglichkeiten gibt es für Autor*innen, gesellschaftspolitisch aktiv zu werden, ohne ihre sprachliche Ästhetik zu vernachlässigen?

Die Veranstaltung war Ausdruck der Solidarität der Europäischen Allianz der Akademien mit der Society of Hungarian Authors. Diese hatte sich im Dezember 2020 vehement gegen antisemitische Äußerungen von Szilárd Demeter, Leiter des Budapester Petöfi-Literaturmuseums, gewehrt. Verschiedene Institutionen der Allianz – Royal Society of Literature, Royal Academy of Dutch Language and Literature und German Academy for Language and Literature – schlossen sich daraufhin zusammen, um dem Thema mehr öffentliche Aufmerksamkeit zu geben.

Ferenc Czinki begrüßt am 29.10.2021

Videobotschaft von Jeanine Meerapfel, 29.10.2021

Daljit Nagra, Robert Menasse, Anna Gács, László Marton, 29.10.2021

Luc Devoldere, Sophie Collins, 29.10.2021

Workshop mit László Marton, 29.10.2021

Workshop mit Luc Devoldere, 29.10.2021

Die Veranstaltung wurde gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb).

„Artistic Freedom in Europe – Mission (In)Complete!?“ (Mai 2021)

Anlässlich des Europatages der Europäischen Union am 9. Mai 2021 startete die Europäische Allianz der Akademien eine Online-Petition beim Europäischen Parlament und reichte Beschwerde bei der UN-Sonderberichterstatterin Karima Bennoune ein.

Das Bündnis fordert, in Zusammenarbeit mit dem European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR), den Verstößen gegen die Freiheit der Kunst in Ungarn mit dem zur Verfügung stehenden juristischen Instrumentarium zu begegnen und für den gesetzlichen Rahmen zum Schutz der Unabhängigkeit von Kultureinrichtungen und Kulturschaffenden einzutreten, wo immer diese bedroht ist.

In einer begleitenden Online-Veranstaltung diskutieren Verantwortliche aus Kultur und Politik in Europa die Vorgehensweise. Bundesaußenminister Heiko Maas eröffnet die Diskussion mit einem Grußwort. Sabine Verheyen, Vorsitzende des Kulturausschusses im Europäischen Parlament, kommentiert die Situation. Mitglieder der Allianz aus Ungarn, Polen, den Niederlanden, Großbritannien, Slowenien und Deutschland stellen ihre Aktionsmöglichkeiten vor.

Die Veranstaltung wurde gefördert durch das Auswärtige Amt und die Gesellschaft der Freunde der Akademie der Künste.

Zur Entstehung der Allianz: Für die Freiheit der Kunst in Europa

Auf Einladung der Akademie der Künste versammeln sich im Oktober 2020 rund 70 Vertreter*innen europäischer Kunstakademien und Kulturinstitutionen zu einer hybriden Konferenz, um eine „Europäische Allianz der Akademien“ zu initiieren. Die beteiligten Institutionen kommen aus fast allen Ländern der Europäischen Union sowie Norwegen und Großbritannien und setzen sich für die Freiheit der Kunst in Europa ein.

Jeanine Meerapfel, Akademie der Künste, 8.10.2020

Robert Menasse, Akademie der Künste, 8.10.2020

Basil Kerski, Akademie der Künste, 8.10.2020

A. L. Kennedy, Akademie der Künste, 8.10.2020

AoA Impro Group mit Floros Floridis u. a.

Akademie der Künste, 9.10.2020

Akademie der Künste, 9.10.2020

Robert Menasse und Staatsministerin Prof. Monika Grütters

Akademie der Künste, 9.10.2020

Das gemeinsam verabschiedete Manifest formuliert die Aufgabe, die Europäische Union als kulturelles Projekt für die Zukunft zu sichern. Neue Formen der Zusammenarbeit werden etabliert und gegenseitige Unterstützung demonstriert, wann immer politische Einschränkungen die Freiheit der Kunst bedrohen.

Eröffnungsveranstaltung, 8.10.2020

Mit Beiträgen von Akademie-Präsidentin Jeanine Meerapfel, den Schriftsteller*innen Robert Menasse und A. L. Kennedy sowie des Publizisten Basil Kerski sowie einem Grußwort von Staatsministerin Prof. Monika Grütters und perspektivischen Blicken auf Europa von Kunsthistorikerin Bénédicte Savoy und des Zeithistorikers Philipp Ther.

Die Konferenz wurde gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft 2020.

Mehr Informationen, Videos und Dokumente unter: www.allianceofacademies.eu