Musik – Mitglieder

Franz Commer

Königlicher Musikdirektor

Am 23. Januar 1813 in Köln geboren,
gestorben am 17. August 1887.
Von 1845 bis 1887 Mitglied der Preußischen Akademie der Künste, Berlin, Sektion für Musik.

Biographie

Commer, Franz, Musiker, wurde am 23. Januar 1813 zu Coeln geboren, wo er zuerst Schüler von Leibl und Josef Klein und bereits mit 15 Jahren Organist der Karmeliterkirche und dann Capellsänger wurde. Zur Fortsetzung seiner musikalischen Studien ging er 1832 nach Berlin und studierte hier unter A. W. Beuß das Orgelspiel, bei Rungenhagen und bei A. B. Marx Composition. Er erhielt den Auftrag, die Bibliothek des Königlichen Instituts für Kirchenmusik zu ordnen. Er unterzog sich mit Eifer dieser Arbeit, welche ihn zu historischen Studien anregte, deren Frucht die Sammelwerke älterer Compositionen wie: 'Collectio operum musicorum Batavorum saeculi XVI' (12 Bände), 'musica sacra XVI. et XVII. saeculorum' (13 Bände), 'Collection de compositions pour l'orgue des XVI., XVII., XVIII. siècles" und "cantica sacra" (16-18. Jahrhundert; 2 Bände) sind. Neben den für diese Publikationen erforderlichen und sehr umfangreichen Revisions und Reduktionsarbeiten bekleidete er die Stellung eines regens chori an der St. Hedwigskirche in Berlin. Außerdem war er GEsanglehrer an der Elisabetschule, Lehrer der Theatergesangschule an dem französischen Gymnasium, sowie eine lange Reihe von Jahren Vorsitzender des Vereins für Musikforschung. 1844 gründete er in Gemeinschaft mit Hermann Küster und Theodor Rullack (?) den Berliner Tonkünstlerverein, in demselben Jahre wurde er zum königlichen Musikdirektor ernannt und am 29. März 1845 zum ordentlichen Mitglied der Königlichen Akademie der Künste erwählt. Er erhielt den Titel "Königlicher Professor und wurde zum Mitglied des Senats der Akademie gewählt. - Auch als Componist hat er sich vortheilhaft bekannt gemacht und Messen, Kantaten, Chorwerke, Musiken zu den 'Fröschen' des Aristophanes und der 'Electra' des Sophokles geschrieben.
(Auszug aus der Matrikel der Akademie der Künste)

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