Literatur – Mitglieder

Vitezslav Nezval

Schriftsteller

Am 26. Mai 1900 in Biskupovice b. Trebitsch/Mähren geboren,
gestorben am 6. April 1958.
Von 1956 bis 1958 Korrespondierendes Mitglied der Akademie der Künste, Berlin (Ost), Sektion Literatur und Sprachpflege.

Biographie

Kindheit als Sohn eines Landlehrers in Šemíkovice.
1911-1919 Besuch des Gymnasiums in Trebitsch.
Studium an der Juristischen Fakultät in Brünn,
Fortsetzung des Studiums an der philosophischen Fakultät in Prag, ohne Abschluss.
1922 Beitritt der Gruppierung Dev?tsil mit Karel Teige,
Mitbegründer des Poetismus,
gilt als politischer Initiator der tschechischen Avantgardebewegung.
1924 Beitritt zur KSC.
1924/25 Sekretär bei der Erstellung von Masaryks Lexikon.
1928/29 Dramaturg des Befreiten Theaters (Osvobozené divadlo).
Reisen in die Sowjetunion, nach Frankreich, Italien und Griechenland,
Kontakt mit Surrealisten, z. B. André Breton,
1934 Gründung des Vereins der Surrealisten in Tschechien.
Anschluss an die antifaschistische Bewegung.
1944 kurzzeitige Inhaftierung.
1951 Leitung der Abteilung Film des Informationsministeriums.
Bedeutender Vertreter der assoziativen Poesie.
Übersetzungen französischer Dichter.
Verfasser experimenteller Prosa, inspiriert durch Marcel Proust.

Werk

Angst. Drama. 1930
Die Liebhaber vom Kiosk. Drama. 1932
Ich singe den Frieden. Gedichte. Berlin 1951
Die drei Musketiere. Drama. 1953
Antonín Slavícek, ein großer tschechischer Maler. Prag 1955
Goldne Jugendzeit. Gedichte. Prag 1961
Dinge. Blumen, Tiere und Leute für Kinder. Prag 1963
Auf Trapezen. Gedichte. Leipzig 1978
Der Prager Spaziergänger. Berlin 1984
Aus meinem Leben. Leipzig 1988
Die Rückfahrkarte. Leipzig 1999
Depesche. Berlin 2000
Edison. Furth im Wald. Prag 2001
Depesche auf Rädern. Berlin 2001

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