(Post)Koloniales Unrecht und juristische Interventionen

Freitag, 26. Januar 2018
18.30 – 19.30 Uhr

JAZZ PEFORMANCE
Die Verdammten dieser Erde 

Man unterscheidet im Allgemeinen zwischen Literatur (Roman, Poesie, Theater) und dem Essay. Bei dieser Betrachtungsweise der Dinge und des Lebens wird die ästhetische Qualität bestimmter theoretischer Texte mitunter übersehen. Die Texte von Fanon oder Césaire beleuchten nicht nur den Zustand des (Schwarzen) Menschen, sondern fahren, und das mit beeindruckendem Elan, auch eine üppige, begeisternde, beschwörende, prophetische und unbestreitbar literarische Sprache auf. Allein schon diese Sprache, erhaben, aber durchaus geeignet, um Sklaverei und Kolonialisierung sowie deren Folgen zu hinterfragen, lohnt den Besuch dieser Abendveranstaltung. Die Performance, die größtenteils auf Essays Schwarzer Intellektueller beruht, versteht sich als improvisiertes Konzert, als zeitloser, transkontinentaler Spaziergang vom Kongo Lumumbas nach Alabama, von den Minen Johannesburgs nach Lagos, von Fort-de-France nach London.

Texte von Aimé Césaire, James Baldwin, Frantz Fanon, Edouard Glissant, Chenjerai Hove, Langston Hughes und Toni Morrison et al.
Fiston Mwanza Mujila (Autor, Rep. Kongo / Österreich)
Denis Abrahams (Schauspieler, Deutschland)
Ben Kraef (Saxophon, Deutschland)
Marco Mingarelli (Schlagzeug, Italien)
Fyodor Stepanov (Kontrabass, Russland)

 

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