Literatur – Mitglieder

Christoph Hein

Schriftsteller (Prosa, Drama, Essay)

Am 8. April 1944 in Heinzendorf/Schlesien geboren, lebt in Berlin.
Von 1990 bis 1993 Mitglied der Akademie der Künste, Berlin (Ost), Sektion Literatur und Sprachpflege.
Von 1990 bis 1993 Mitglied der Akademie der Künste, Berlin (West), Sektion Literatur.
Seit 1993 Mitglied der Akademie der Künste, Berlin, Sektion Literatur.

Biographie

Aufgewachsen in Bad Duben bei Leipzig.
1958-1961 Besuch des Gymnasiums in West-Berlin.
Danach in Ost-Berlin Arbeit in verschiedenen Berufen, u. a. Regieassistent bei Benno Besson.
1967-1971 Studium der Philosophie und Logik in Leipzig und Berlin.
1971-1979 Dramaturg und Autor an der Volksbühne, Berlin.
Seit 1979 freier Schriftsteller.
1989 Poetik-Dozentur an der Essener Folkwang-Schule.
Seit 1992 Mitherausgeber der Wochenzeitung "Freitag".
1998-2000 Präsident des P.E.N.-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland.

Mitglied des P.E.N., der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt, der Sächsischen Akademie der Künste, Dresden, und der Freien Akademie der Künste, Leipzig.

Werk

Schlötel oder Was solls. Theaterstück. UA Volksbühne Berlin. Regie Manfred Karge und Matthias Langhoff. 1974
Vom hungrigen Hennecke. Kinderspiel. Berlin 1974; UA Volksbühne Berlin 1974
Die Geschäfte des Herrn John D. Theaterstück. UA Stadttheater Neustrelitz 1979
Cromwell. Theaterstück. Berlin 1978; UA Theater der Stadt Cottbus 1980
Lassalle fragt Herrn Herbert nach Sonja. Die Szene ein Salon. Theaterstück. UA Düsseldorfer Schauspielhaus 1980
Einladung zum Lever Bourgeois. Erzählungen. Berlin 1980
Cromwell und andere Stücke. Berlin 1981
Der fremde Freund. Novelle. Berlin und Weimar 1982; u. d. T.: Drachenblut. Darmstadt 1983
Der neue Menoza oder Geschichte des kumbanischen Prinzen Tandi. Theaterstück. UA Staatliche Bühnen Schwerin 1982
Die wahre Geschichte des Ah Q. Nach Lu Xun. Theaterstück. UA Deutsches Theater Berlin 1983
Die wahre Geschichte des Ah Q. Stücke und Essays. Darmstadt 1984
Das Wildpferd unterm Kachelofen. Kinderbuch. Berlin 1985
Horns Ende. Roman. Berlin 1985
Schlötel oder Was solls. Stücke und Essays. Darmstadt 1986
Öffentlich arbeiten. Essais und Gespräche. Berlin und Weimar 1987
Die wahre Geschichte des Ah Q. Passage. Stücke. Berlin 1988
Passage. Ein Kammerspiel. Darmstadt, Neuwied 1988; UA Grillo-Theater Essen 1987; Fernsehfilm. Fernsehen der DDR 1988
Der Tangospieler. Roman. Berlin 1989
Die Ritter der Tafelrunde. UA Staatsschauspiel Dresden 1989
Die Ritter der Tafelrunde und andere Stücke. Berlin 1990
Die fünfte Grundrechenart. Aufsätze und Reden 1987-1990. Darmstadt 1990
Als Kind habe ich Stalin gesehen. Essais und Reden. Berlin 1990
Bridge freezes before roadway. Erzählung. Berlin 1990
Matzeln. Erzählung. Berlin 1991
Die Vergewaltigung. Erzählungen. Berlin 1991
Das Napoleon-Spiel. Roman. Berlin 1993
Exekution eines Kalbes und andere Erzählungen. Berlin 1994
Nachtfahrt und früher Morgen. Prosa. Berlin 1994
Randow. Eine Komödie. Berlin 1994; UA Dresdener Staatsschauspiel 1994; Hörspiel. DeutschlandRadio Berlin/NDR 1996
Die Mauern von Jerichow. Essais und Reden. Berlin 1996
Von allem Anfang an. Roman. Berlin 1997; CD. Gelesen von Ulrich Mühe. Berlin 1999
Bruch / In Acht und Bann / Zaungäste / Himmel auf Erden. Stücke. Berlin 1999
Bruch. UA Düsseldorfer Schauspielhaus 1999
Himmel auf Erden. UA Frankfurt am Main 1999
Willenbrock. Roman. Frankfurt am Main 2000; 2 CDs. Hamburg 2005
Mutters Tag. Stück. UA Berlin 2000
Noach. Oper. UA Bremen 2001
Zur Geschichte des menschlichen Herzens. Stück. UA Bern 2002
Mama ist gegangen. Roman für Kinder. Weinheim, Basel, Berlin 2003
Der Ort. Das Jahrhundert. Essais. Frankfurt am Main 2003
Landnahme. Roman. Frankfurt am Main 2004
Aber der Narr will nicht. Essais. Frankfurt am Main 2004
Öffentlich arbeiten - Essais und Gespräche. Frankfurt am Main 2004
In seiner frühen Kindheit ein Garten. Roman. Frankfurt am Main 2005
Das Goldene Vlies. Erzählung. Illustrationen Werner Stötzer. Leipzig 2005
Die Stücke. Frankfurt am Main 2005
Frau Paula Trousseau. Roman. Frankfurt am Main 2008
Über die Schädlichkeit des Tabaks oder: Ein älterer Herr hält eine Rede vor Abiturienten. Frankfurt am Main 2010
Weiskerns Nachlass. Roman. Berlin 2011
Vor der Zeit. Korrekturen. Erzählungen. Berlin 2013
Glückskind mit Vater. Roman. Berlin 2016

Daneben Übersetzungen und Bearbeitungen (u. a. Racine, Molière, J. M. R. Lenz)

Auszeichnungen

1982 Heinrich-Mann-Preis
1983 Kritikerpreis für Literatur, Berlin
1985 Literaturpreis, Hamburg
1986 Literaturpreis der Neuen Literarischen Gesellschaft
1989 Lessing-Preis, Kamenz
1989 Stefan-Andres-Förderpreis
1990 Erich-Fried-Preis, Wien
1992 Ludwig-Mühlheims-Preis
1992 Berliner Literaturpreis der Stiftung Preußische Seehandlung
1994 Bundesverdienstkreuz
1998 Peter-Weiss-Preis der Stadt Bochum
1998 Preis der Litera Tour Nord
2000 Solothurner Literaturpreis
2001 Chevalier de l'Ordre des Arts et des Lettres, Frankreich
2002 Premio Grinzane Cavour, Turin
2002 Österreichischer Staatspreis für Europäische Literatur
2004 Schiller-Gedächtnispreis des Landes Baden-Württemberg
2006 Verdi-Literaturpreis
2008 Walter-Hasenclever-Literaturpreis der Stadt Aachen
2010 Eichendorff-Literaturpreis
2011 Gerty-Spies-Literaturpreis
2013 Stefan-Heym-Preis