Baukunst – Mitglieder

Ernst Gisel

Architekt

Am 8. Juni 1922 in Adliswil bei Zürich geboren, lebt in Zürich.
Von 1968 bis 1979 Außerordentliches Mitglied der Akademie der Künste, Berlin (West), Sektion Baukunst.
Von 1979 bis 1993 Mitglied der Akademie der Künste, Berlin (West), Sektion Baukunst.
Seit 1993 Mitglied der Akademie der Künste, Berlin, Sektion Baukunst.

Biographie

1938-1940 Bauzeichnerlehre bei H. Vogelsanger, Zürich. Wunschberuf: Kunstmaler
1940 Beteiligung am Salon des Indépendants in Zürich
1940-1942 Studium an der Kunstgewerbeschule Zürich. Die Lehrer Wilhelm Kienzle und Willi Guhl wecken das Interesse am Architektenberuf, erste Wettbewerbe
1942-1944 Mitarbeiter im Atelier Roth, Zürich
Seit 1945 freier Architekt; arbeitet auch als Maler
1945-1947 erste Bauten mit Ernst Schaer, Zürich
1946 Ehe und Zusammenarbeit mit Marianne Sessler
Seit 1947 eigenes Atelier, ab 1960 alljährliche Malaufenthalte in Frankreich
1966-1971 zweites Architekturbüro in Berlin, Mitarbeit beim Aufbau des Märkischen Viertels
1968/69 Gastprofessor an der Eidgenössischen Technische Hochschule (ETH) Zürich
1969-1971 Gastprofessor an der Technischen Universität Karlsruhe.
1987-1991 Mitglied des Gestaltungsbeirates der Stadt Salzburg

Werk

Zahlreiche Projekte und Bauten, darunter Kirchen, Museen, Schulen, Theater, Wohnblocks (Auswahl):
1954 Sekundarschule Letzi, Zürich
1954 Parktheater, Grenchen, Erweiterung 1994
1955 Schulhaus Auhof mit Schwimmbad, Zürich
1961 Wohnhäuser Hegibachstrasse, Zürich
1961 Einfamilienhaus Leutert, Zürich
1963 Wohnhaus Schmid, Splügen
1965 Jugendherberge, Zürich
1965-1969 Kongresshaus und Hallenbad Davos, Erweiterung Kongresshaus 1990
1969 Kirchengemeindezentrum, Stuttgart-Sonnenberg
1969 Evangelische Studentengemeinde und Universitätskirche, Mainz
1971 Sozialer Wohnungsbau mit Künstlerateliers Karl Marx Ring, München-Perlach
1972 Projekt Kongress-Zentrum, Zürich (nicht ausgeführt)
1973 eigenes "Blaues Atelier", Zürich, heute Lehrgebäude ETH und Gisel-Archiv
1973 Liechtensteinisches Gymnasium, Vaduz
1973 Sozialer Wohnungsbau Friesenberghalde, Zürich
1975 Wettbewerb Schulungszentrum SBB, Murten
1978-1988 Gestaltung Tunnel-Portal in Verbindung mit Altersheim und Verkehrsleitzentrale und Tiefgarage, Zürich
1979 Schulhaus Steinboden, Eglisau
1979 Ökumenisches Gemeindezentrum, Steinhausen, Kanton Zug
1984 Stadelhoferpassage, Zürich
1984 Hauptsitz der Appenzell-Ausserrhodischen Kantonalbank, Herisau
1986 Rathaus Fellbach
1987 Projekt Wohnbebauung an der Brünnerstrasse, Wien
1991 Um- und Neubauten Universität Zürich-Zentrum, Sanierung II. Etappe
1991-1995 Geschäftshaus mit Konferenzsälen, Zürich-Oerlikon
1990-1992 Verwaltungsgebäude Stadtwerke Frankfurt am Main mit Museum Judengasse
1994-1996 Wohnpark Klessheimer-Allee, Salzburg

Auszeichnungen

1960, 1964, 1968, 1976, 1981, 1985 "Prämierung guter Bauten" in Zürich
1967 Paul-Bonatz-Preis, Stuttgart.
1988 Hugo-Häring-Preis
1993 Betonpreis und Heimatschutzpreis für Umbau und Sanierung Universität Zürich II. Etappe
2004 Ehrendoktor ETH Zürich