Darstellende Kunst – Mitglieder

Thomas Quasthoff

Sänger (Bass-Bariton)

Am 9. November 1959 in Hildesheim geboren, lebt in Berlin.
Seit 2015 Mitglied der Akademie der Künste, Berlin, Sektion Darstellende Kunst.

www.thomas-quasthoff.com

Biographie

Mit 13 Jahren privater Gesangsunterreicht bei Prof. Lotte Lehmann und Studium der Musiktheorie und Musikgeschichte bei Prof. Ernst Huber-Contwig.
Nach dem Abitur sechs Semester Jurastudium an der Universität Hannover. Sechs Jahre Tätigkeit im Marktingbereich der Kreissparkasse Hildesheim. Bis 1994 Arbeit als Sprecher beim Norddeutschen Rundfunk.
1996-2004 Gesangsprofessor an der Hochschule für Musik in Detmold.
1999 Exklusivvertrag bei der Deutschen Grammophon.
Seit 2004 Professur für Gesang an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin.
2005 Artist in Residence im Wiener Musikverein und im Concertgebouw Amsterdam sowie Artiste Étoile beim Lucerne Festival.
2006 Perspective Artist in der Carnegie Hall in New York.
2009 Artist in Residence im Londoner Barbican Centre.
2009/2010 Artist in Residence im Festspielhaus Baden-Baden und in der Hamburger Laeiszhalle.
2009 Gründung des Gesangswettbwerbs "Das Lied" welcher in Berlin alle zwei Jahre stattfindet.
2012 Beendigung der 40-jährigen Gesangskarriere.
2012 Debüt als Schauspieler im Berliner Ensemble in Shakespeares Was ihr wollt in der Rolle des Narren.
Seit 2003 Schirmherr der Stiftung Kinder von Tschernobyl des Landes Niedersachsen.

Werk

Konzerte:
1992 Debüt im Amsterdamer Concertgebow mit einem Liederabend im Kammermusiksaal
1993 Debüt im Wiener Musikverein mit Beethovens Neunter Sinfonie unter Isaac Karabtchevsky
1995 Debüt beim Oregon Bach Festival, USA unter Leitung von Helmuth Rilling. Erstmals Liederabend im Wiener Musikverein mit Charles Spencer am Klavier
1997 Schubert-Programm zu Schuberts 200. Geburtstag am 31.1. in der Londoner Wigmore Hall. Erste Konzertauftritte mit Sir Simon Rattle (Haydns Schöpfung mit den Berliner Philharmonikern)
1998 Erste Zusammenarbeit mit den Wiener Philharmonikern unter Helmuth Rilling im Wiener Musikverein
1999 Debüt in der New Yorker Carnegie Hall in Benjamin Brittens War Requiem mit dem Boston Symphonie Orchestra unter Seiji Ozawa; Liederabenddebüt an der Carnegie Hall mit Schuberts Winterreise
1999 Erster Auftritt bei den Festivals von Ravinia und Tanglewood sowie beim Mostly Mozart Festival im Christoph Eschenbach am Klavier
2000 Gedenkkonzert mit Beethovens Neunter Sinfonie mit den Wiener Philharmonikern und Sir Simon Rattle u.a. im Konzentrationslager Mauthausen
2001 Singt u.a. Schönbergs Gurrelieder mit den Berliner Philharmonikern unter Simon Rattle in Berlin und Mahlers Des Knaben Wunderhorn mit den Berliner Philharmonikern unter Claudio Abbado in der Carnegie Hall (u.a. Mahlers Ich bin der Welt abhanden gekommen, unmittelbar nach 9/11)
2002 Schumanns Szenen aus Goethes Faust unter Claudio Abbado und Bachs Johannespassion unter Sir Simon Rattle und den Berliner Philharmonikern
2003 Erster Opernauftritt als Don Fernando in Beethovens Fidelio mit den Berliner Philharmonikern unter Sir Simon Rattle in Berlin und bei den Salzburger Osterfestspielen. Konzertauftritte u. a. in Mahlers Lieder eines fahrenden Gesellen mit den Wiener Philharmonikern unter Pierre Boulez
2004 Debüt an der Wiener Staatsoper als Amfortas in Wagners Parsifal unter Donald Runnicles und erstes Lied-Recital bei den Salzburger Festspielen
2004 Bach-Kantaten mit den Berliner Barock Solisten
2005 Weitere Parsifal-Aufführungen an der Wiener Staatsoper unter Sir Simon Rattle
2006 Singt u. a. Mozart-Arien in Wien unter Plácido Domingo, in Salzburg unter Daniel Harding und in Berlin unter Daniel Barenboim. Konzerte mit Münchner Philharmonikern unter Christian Thielemann, den Berliner Philharmonikern unter Sir Simon Rattle, Liederabend - Debüt an der Züricher Oper, Auftritte beim Verbier Festival, beim Lucerne Festival (Frank Martins Jedermann-Monologe mit Claudio Abbado) und bei der Schubertiade Schwarzenberg
2007 Konzerte mit Philadelphia Orchestra unter Christoph Eschenbach, mit Berliner Philharmonikern unter Sir Simon Rattle, der Staatskapelle Dresden unter Zubin Mehta, der Staatskapelle Berlin unter Daniel Barenboim, den Berliner Barock Solisten und Dorothea Röschmann
2007 Jazz-Konzerte mit Till Brönner in der New Yorker Carnegie Hall, im Wiener Musikverein, der Kölner Philharmonie und im Admiralspalast in Berlin
2008 Haydns Schöpfung mit den Berliner Philharmonikern bei den Salzburger Osterfestspielen
2008 Orchestrierte Schubert-Lieder mit dem Concertgebouw Orkesst und Mariss Janssons
2008 Verdi Requiem mit den Wiener Philharmonikern und Riccardo Muti
2008 Haydn-Arien mit dem New Yorker Philharmonic unter Riccardo Muti in New York
2008 Mahler Rückert-Lieder mit der Staatskapelle Berlin unter Daniel Barenboim
2009 Liederabend-Debüt an der Mailänder Scala mit Schuberts Winterreise mit Daniel Barenboim
2009 Liederabend-Debüt am Gran Teatre del Liceu in Barcelona
2009 Liederabend-Debüt an der Züricher Oper
2010 Mahlers Kindertotenlieder mit Staatskapelle Dresden unter Zubin Mehta
2010 Jazz-Konzerte mit dem Programm Tell it like it is mit Frank Chastenier, Bruno Müller, Dieter Ilg und Wolfgang Haffner
2010 Bachs Matthäus-Passion (halbszenisch) mit den Berliner Philharmonikern bei den Osterfestspielen Salzburg und in der Berliner Philharmonie; Leading Team Sir Simon Rattle und Peter Sellars
2010 Mendelssohns Elias beim Lucerne Festival, beim Musikfest Bremen und beim Baltic Sea Festival in Stockholm mit Mahler Chamber Orchestra unter Daniel Harding
2010 Große Geburtstagsgala mit Anne Sofie von Otter, Michael Schade, Max Raabe, Götz Alsmann und Andrea Marcon, der WDR Big Band, dem Mahler Chamber Orchestra in der Philharmonie in Essen
2011 Quartett-Abende mit Brahms Liebesliederwalzern mit Sylvia Schwartz, Bernarda Fink, Michael Schade, Malcolm Martineau und Justus Zeyen in Ann Arbor, der New Yorker Carnegie Hall und St. Paul
2012 als Sprecher in Schönbergs Gurreliedern mit den Wiener Philharmonikern und Zubin Mehta im Wiener Musikverein und in Brahms Schöner Magelone mit Michael Volle als Bariton bei den Salzburger Festspielen und der Schubertiade in Schwarzenberg
2013 als Sprecher in Haydns Sieben letzte Worte mit dem Belcea Quartett in Hamburg, Berlin und London
2013 Debüt als Kabarettist mit dem Programm Keine Kunst in Berlin, gemeinsam mit Michael Frowin und Jochen Kilian
2013 Schönbergs Gurrelieder mit den Berliner Philharmonikern und Sir Simon Rattle in Berlin
2014 musikalisch-literarische Abende rund um Heinrich Heine mit Bassbariton Florian Boesch
2014 in der Sprechrolle Bassa Selim in Mozarts Entführung aus dem Serail unter Yannick Nézet-Seguin im Festspielhaus Baden-Baden
2014 musikalisch-literarischer Abend rund um Joseph von Eichendorff mit Michael Schade (Tenor) und Christoph Eschenbach an der Wiener Staatsoper
2014 Sprecher in Schönbergs Ein Überlebender aus Warschau mit dem RSO Wien unter Cornelius Meister im Wiener Konzerthaus
2015 Debüt als Dirigent mit Bachs Matthäus-Passion beim Verbier Festival

Publikationen:
Thomas Quasthoff, Die Stimme. Autobiografie, List Verlag, 2005
Michael Quasthoff, Thomas Quasthoff. Der Bariton, Henschel Verlag, 2006
Thomas Quasthoff, Ach, hört mit Furcht und Grauen. Mein Brevier der schönsten Balladen, List Verlag, 2008

Tonträger:
Carl Loewe, Balladen, mit Norman Shetler am Klavier, 1989
Johann Sebastian Bach, Weihnachtsoratorium, 1991
Johann Sebastian Bach, Kantaten BWV 30, 19, 1991
Johann Sebastian Bach, Johannes-Passion, 1992
Joseph Haydn, L'anima des filosofo ossia Orfeo ed Euridice, 1992
Wolfgang Amadeus Mozart, Krönungsmesse, 1992
Johann Sebastian Bach, Messe in g-Moll, 1993
Robert Schumann, Dichterliebe, Liederkreis Op. 39, 1993
Johann Sebstian Bach, Matthäus-Passion BWV 244, 1994
Franz Schubert, Goethe-Lieder, 1995
Ludwig van Beethoven, Fidelio, 1995
Johann Sebastian Bach, Jagd-Kantate & Kaffee-Kantate, 1996
Antonio Casimir Cartellieri, Gioas, Re di Giuda, 1996
Robert Schumann, Genoveva, 1997
Wolfgang Amadeus Mozart, Arias, 1997
Georg Friedrich Händel, Messiah / Der Messias, 1997
Franz Schubert, Winterreise, 1998
Krzysztof Penderecki, Credo, 1998
Johann Sebastian Bach, Secular Cantatas BWV 210, 211, 1996/1998
Johann Sebastian Bach, Sacred Music in Latin 1, 1992/1998
Gustav Mahler, Des Knaben Wunderhorn, 1999
Johann Sebastian Bach, Matthäus-Passion, 1999
Johann Sebastian Bach, Sacred Music in Latin 2, 1999
Johann Sebastian Bach, Secular Cantatas BWV 212, 213, 1996/1999
Johann Sebastian Bach, Mass B-Minor BWV 232, 1999
Johann Sebastian Bach, Magnificat D-Dur BWV 243, 1995/1999
Gustav Mahler, Lieder aus des Knaben Wunderhorn mit Anne Sofie von Otter, Berliner Philharmoniker unter Claudio Abbado, 1999
Johannes Brahms & Franz List, 2000, 2008
Franz Schubert & Johannes Brahms, 2001
A Portrait, 2001
Ludwig van Beethoven, 9. Symphonie, 2002
Die Stimme, Deutsche Opernarien, 2002
Arnold Schönberg, Gurrelieder, 2002
Antonín Dvorák, Stabat Mater, 1997/2002
Johann Sebastian Bach & Georg Friedrich Händel, 2002
Franz Schubert, Lieder, in der Orchestrierung berühmter Komponisten mit Anne Sophie von Otter, Claudio Abbado und dem Chamber Orchestra of Europe, 2003
Beethoven, IX. Symphonie mit Berliner Philharmoniker und Claudio Abbado, 2003
A Romantic Songbook, 2004
Quasthoff und The Berlin Philharmonic Jazz Group, 2004
Johann Sebastian Bach, Cantatas, 2004
Aribert Reimann, Lieder, 1990, 1995, 2004
Gustav Mahler, Lieder, 2005
Franz Schubert, Die schöne Müllerin, 2005
Franz Schubert, Winterreise, 2005
Dmitri Schostakowitsch, Sinfonien Nr. 1 & 14, 2006
The Voice, 2006
The Mozart Album, 2006
Betrachte, meine Seele, 2006
Johannes Brahms, Ein deutsches Requiem, 2007
Der kleine Hörsaal. Singen mit Thomas Quasthoff, 2007
Sein Wunder. Sein Maß: Ehrhard, 2007
Watch what happens - The Jazz-Album, 2007
Bach, Dialogkantaten, 2007
Ludwig van Beethoven, Fidelio, 2008
Haydn, Italian Arias, 2008
Ioan Holender, Farewellconcert, Live from the Vienna State Opera, 2010
Johann Sebastian Bach, Matthäus-Passion, 2010
Tell it like it is, 2010
Mein Weihnachten, 2014
Mozart, Die Entführung aus dem Serail, 2015

Auszeichnungen

1987 Gewinner des Würzburger Mozart-Wettbewerbs
1988 Gewinner des Internationalen Musikwettbewerbs der ARD in München
1996 Schostakowitsch-Preis in Moskau
1996 Hamada-Trust/Scotsman Festival Prize des Edinburgh International Festival
2000 Grammy Award für Gustav Mahlers Des Knaben Wunderhorn
2004 Grammy Award für Schubert-Lieder
2004 Ehrenring der Stadt Hildesheim
2005 Midem Classical Award für Bach-Kantaten mit den Berliner Barock Solisten
2005 Klassik-Amadeus-Preis für Bach-Kantaten
2005 Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland (Bundesverdienstkreuz)
2006 Europäischer Kulturpreis
2006 Grammy Award für Bach-Kantaten
2009 Verleihung des Titels Kammersänger in Wien
2009 Herbert-von-Karajan-Preis des Festspielhauses Baden-Baden
2009 Gold Medal der Royal Philharmonic Society in London
2010 Verleihung des Praetorius-Musikpreises in Hannover
2015 Martin-Buber-Plakette der Euriade Kerkrade und Herzogenrath