Koloniales Erbe

Sonntag, 24. Juni 2018
14.30 – 16.30 Uhr

PANEL
Desire

Maria do Mar Castro Varela (Professorin für Allgemeine Pädagogik und Soziale Arbeit, Alice Salomon Hochschule, Berlin)
Antonio Y. Vázquez Arroyo (Dozent, Fachbereich Politikwissenschaft, Rutgers University-Newark)
Françoise Vergès (Professorin und Fachbereichsleiterin, Lehrstuhl „Global South(s)" des Collège d'études mondiales, Paris)
Moderation: Rahul Rao (Hochschuldozent für Politik, SOAS University of London)

Das Konzept der Hantologie (ein von Jaques Derrida geprägter Begriff) beschreibt ein Gefühl der Nostalgie für eine Zukunft, die nie kommen wird und daher bereits verloren ist. Dieses Scheitern der Zukunft ist keine Niederlage oder Zynismus, sondern ein Sehnen nach etwas, das fortwährend aufgeschoben wird, eine Nostalgie für das, was noch nicht ist. Die Vorstellung des Unvorstellbaren, die Hoffnung in Anbetracht von Hoffnungslosigkeit, eine Melancholie für das Noch-Nicht, das ist die Aufgabe von Utopien. Wie können wir die fehlenden Visionen und den Mangel an Willenskraft angesichts der unerfüllten Sehnsüchte, von denen die postkoloniale Welt heimgesucht wird, bewältigen, um erneut nach einer nicht-dominanten Zukunft streben zu können?

Zurück zur Übersicht