urbainable – stadthaltig. Positionen zur europäischen Stadt für das 21. Jahrhundert

Eine Ausstellung von Mitgliedern der Sektion Baukunst der Akademie der Künste

5. September – 22. November 2020
Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, Berlin, alle Hallen

Die Ausstellung „urbainable – stadthaltig“ setzt sich mit der Rolle der europäischen Stadt und ihrer Architektur in Zeiten der Klimaerwärmung, der Digitalisierung, des demografischen Wandels und der Auflösung traditioneller sozialer Netzwerke auseinander. Die Wortschöpfung ‚stadthaltig’ im Titel der Ausstellung nimmt Bezug auf ihre Hypothese, dass Sustainability / Nachhaltigkeit und Stadt nicht als Gegensatz gesehen werden sollten, sondern der verantwortungsbewusstere Umgang mit den Funktionsmechanismen der Stadt auch der Schlüssel für eine nachhaltigere Existenz ist.

„urbainable – stadthaltig“ ist eine Gruppenausstellung: Mitglieder der Sektion Baukunst der Akademie der Künste stellen sich anhand von Projekten, Visionen und Initiativen vor und präsentieren ihre Positionen für das 21. Jahrhundert. So gibt die Ausstellung einen Einblick in die europäische Architektur und Stadtplanung zu Beginn der zwanziger Jahre des neuen Jahrhunderts. Neben realisierten und in Planung befindlichen Architekturprojekten, sind Themen der Ausstellung u. a. die Digitalisierung im Entwurfsprozess, Mobilität, Umbau des Neuen und Bewahrung des Alten, Kulturtechniken der Dichte, Umgang mit der Natur sowie technische Innovationen. Die Mitglieder kommen aus den Sparten Architektur, Landschafts- und Stadtplanung sowie der Geschichte und Theorie der Architektur. Eingeleitet wird die Ausstellung durch ein Rechercheprojekt der Leibniz Universität Hannover in Zusammenarbeit mit dem Berliner Fotografen Erik-Jan Ouwerkerk. Hier werden den Ausstellungsbesuchern anhand von Fotografien, Zeichnungen und Texten die Potenziale vermittelt, die unsere Städte für eine nachhaltige Entwicklung bereithalten. Die Publikation zur Ausstellung erscheint bei ArchiTangle.

Die Ausstellung wurde vor der Corona-Krise geplant und konzipiert, bei ihrer Durchführung kann die Erfahrung der Pandemie nicht ausgeklammert werden. Noch ist unklar, was zum Zeitpunkt der Eröffnung an öffentlichem und kulturellem Leben möglich sein wird und was nicht. Und dennoch zeigen sich in der Corona-Krise schon jetzt die enorme Anpassungsfähigkeit und das kreative Potential unserer Städte.

Kuratoren: Tim Rieniets, Matthias Sauerbruch, Jörn Walter

Beteiligte Mitglieder: Fritz Auer, Thomas Auer, Klaus Bollinger, Michael Bräuer, Arno Brandlhuber, Winfried Brenne, Kees Christiaanse, Annette Gigon, Almut Grüntuch-Ernst, Guido Hager, Peter Haimerl, Thomas Herzog, Regine Keller, Karla Kowalski, Anne Lacaton, Pierre Laconte, Regine Leibinger, Hilde Léon, HG Merz, Günter Nagel, Florian Nagler, Irina Raud, Ian Ritchie, Matthias Sauerbruch, Jörg Schlaich, Helmut C. Schulitz, Thomas Sieverts, Enrique Sobejano, Volker Staab, Christiane Thalgott, Kjetil T. Thorsen, Marco Venturi, Jörn Walter, Wilfried Wang

Eine Ausstellung von Mitgliedern der Sektion Baukunst der Akademie der Künste, gefördert von der Wüstenrot Stiftung.

Mit freundlicher Unterstützung durch die PERI Vertrieb Deutschland GmbH & Co. KG und die Euroboden GmbH.

KONTINENT – Auf der Suche nach Europa

Eine Ausstellung von OSTKREUZ – Agentur der Fotografen und der Akademie der Künste

2. Oktober 2020 – 10. Januar 2021
Akademie der Künste, Pariser Platz 4, 10117 Berlin

Eröffnung: 1. Oktober zusammen mit den EMOP Opening Days
EMOP Berlin: 1. bis 31. Oktober 2020 in ganz Berlin und Potsdam

„KONTINENT – Auf der Suche nach Europa“ ist die aktuelle, thematisch angelegte Gemeinschaftsausstellung aller Mitglieder der OSTKREUZ – Agentur der Fotografen in Kooperation mit der Akademie der Künste. Sie eröffnet am 1. Oktober 2020 den diesjährigen EMOP Berlin – European Month of Photography und die EMOP Opening Days.

Als künstlerisches und politisches Statement im Akademie-Gebäude am Pariser Platz rückt die Ausstellung die Gegenwart Europas in den Mittelpunkt und beleuchtet diese kritisch in 22 Positionen. In freien Projekten erforschen die OSTKREUZ-Fotograf*innen verschiedene Aspekte des Miteinanders in Europa und nehmen sowohl persönliche, gesellschaftliche und politische Phänomene als auch grundlegende Strukturen und historische Entwicklungen in den Blick. Den Zugang zu komplexen Inhalten finden sie dabei immer über Bilder vom Menschen und seiner Umgebung.

Die Themen der Arbeiten erstrecken sich von Fragen nach Identität und Sicherheit, über Renationalisierung, Migration und Integration, bis hin zu einem grundsätzlichen Verständnis von Humanismus, Demokratie und Meinungsfreiheit.

„KONTINENT“ möchte fruchtbare Impulse für die gegenwärtige Debatte über Europa bieten und fragt u. a.: Was verbindet uns? Wie leben wir zusammen? Wer ist mit „Wir“ gemeint, wenn von einem „Wir“ in Europa gesprochen wird?

Beteiligte Künstler*innen: Jörg Brüggemann, Espen Eichhöfer, Sibylle Fendt, Johanna-Maria Fritz, Annette Hauschild, Harald Hauswald, Heinrich Holtgreve, Tobias Kruse, Ute Mahler, Werner Mahler, Dawin Meckel, Thomas Meyer, Frank Schinski, Jordis Antonia Schlösser, Ina Schoenenburg, Anne Schönharting, Linn Schröder, Stephanie Steinkopf, Mila Teshaieva, Heinrich Völkel, Maurice Weiss, Sebastian Wells und Sibylle Bergemann (1941–2010)

Kurator: Ingo Taubhorn

Die Ausstellung wird gefördert vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), der Senatsverwaltung für Kultur und Europa und der Gesellschaft der Freunde der Akademie der Künste.

Allianz der Akademien. Eine Konferenz europäischer Kulturinstitutionen

Eröffnungsabend: Donnerstag, 8. Oktober 2020
Akademie der Künste, Pariser Platz 4, 10117 Berlin

Konferenz – Lectures – Musikalische Intervention

Die Akademie der Künste verteidigt die Freiheit der Kunst und lädt Vertreter*innen europäischer Kunstakademien sowie relevanter Kulturinstitutionen ein, um eine „Allianz der Akademien“ zu verwirklichen. Das Netzwerk soll dazu beitragen, die kulturelle Vielfalt europäischer Gesellschaften zu erhalten sowie nationalistischen Tendenzen und jeder Form von Zensur in der Kulturpolitik entgegenzuwirken. Ein gemeinsames Manifest formuliert diese Haltung und setzt die politische Verantwortung als Selbstverpflichtung für die Zukunft um.

Die Allianz der Akademien kann den teilnehmenden Institutionen künftig dazu dienen, sich aktiv gegenseitig zu unterstützen und im Verbund für die gemeinsamen Interessen, für ein offenes und demokratisches Europa, einzustehen.

Der Eröffnungsveranstaltung am Donnerstagabend, 8. Oktober 2020, ist für das Publikum geöffnet.

Weitere Informationen folgen.

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