13. Berliner Hörspielfestival

Akademie der Künste, Hanseatenweg

Internationaler Wettbewerb und Rahmenprogramm mit Live-Hörspielen, Gesprächen, Workshops und Installation
2. – 4.9.2022

Zum dritten Mal findet das Berliner Hörspielfestival (BHF) in der Akademie der Künste statt. Das Festival präsentiert unabhängig produzierte Hörspiele, die mit erzählerischen, dokumentarischen oder klangkünstlerischen Elementen experimentieren.

An drei Tagen konkurrieren in fünf Wettbewerben Hörspiele von 60 Sekunden bis 60 Minuten um Jury- und Publikumspreise. Die Arbeit Dr. Slodti saugt ab – Eine Live-Reportage aus dem OP-Saal des vielfach ausgezeichneten Hörspielautors Hermann Bohlen erlebt auf der Bühne seine Uraufführung. Mit dabei ist außerdem das Ensemble Atonor mit einer Live-Performance. Neben Wettbewerben finden Workshops und medienpolitische Diskussionen statt. Als Audio-Installation ist Oliver Sturms Gebetomat dabei, ein Archiv aus mehr als 300 Gebeten in 65 Sprachen zahlreicher Glaubensrichtungen.

Sämtliche Hörspiele beim BHF sind freie Produktionen, die unabhängig vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk oder von Hörverlagen entstanden sind. Frei von ökonomischen Zwängen und Formatvorgaben bieten sie eine vielfältige Mischung.

berliner-hoerspielfestival.de

KONTAKTE '22 – Festival für Elektroakustische Musik und Klangkunst

Akademie der Künste, Hanseatenweg
16.9. & 22. – 25.9.2022

Zum vierten Mal veranstaltet das Studio für Elektroakustische Musik der Akademie der Künste im September 2022 das Festival KONTAKTE. 

Mit Ur- und Wiederaufführungen bietet das Festival ein facettenreiches Spektrum aktueller künstlerischer Strömungen und Entwicklungen im Bereich der elektroakustischen Musik und Klangkunst. An fünf Tagen wird das gesamte Akademie-Gebäude am Hanseatenweg mit Konzerten, Performances, Klanginstallationen, Vorträgen und Workshops bespielt. KONTAKTE '22 beleuchtet grundlegende Fragestellungen elektroakustischer Musik, künstlerischer Produktion und Rezeption.

Das Festival setzt die fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Monat der Zeitgenössischen Musik in Berlin fort und kooperiert verstärkt mit Künstler*innen der Freien Szene aus Berlin sowie dem deutschsprachigen und internationalen Raum, wie u. a. ensemble mosaik, Lange//Berweck//Lorenz, dem Trio Pony Says sowie dem Female Laptop Orchestra. In diesem Jahr wird wieder eine Vielzahl neuer Produktionen unterstützt, die im Studio für Elektroakustische Musik entstanden sind und auf dem Festival präsentiert werden.

Erneut konnten Kooperationen u. a. mit dem Institut für Neue Musik KLANGZEITORT, der Universität der Künste, der Hochschule für Musik Hanns Eisler, der Technischen Universität Berlin und mit der Deutschen Gesellschaft für Elektroakustische Musik gewonnen werden.

Gefördert wird das Festival durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa des Landes Berlin.

adk.de/kontakte22

Spurensicherung. Die Geschichte(n) hinter den Werken

Akademie der Künste, Pariser Platz

Ausstellung, 29.10.2022 – 22.01.2023

Welchen Einfluss hatten die nationalsozialistische Diktatur, der Zweite Weltkrieg oder die deutsch-deutsche Teilung auf die Besitzgeschichte von Kunstwerken, Büchern und Kulturobjekten? Auf welchem Weg sind Sammlungsstücke in öffentliche Institutionen gelangt? Wozu verpflichtet Kunstbesitz? Die Akademie-Ausstellung „SPURENSICHERUNG. Die Geschichte(n) hinter den Werken“, die vom 29. Oktober 2022 bis zum 22. Januar 2023 am Pariser Platz gezeigt wird, geht diesen Fragen nach. Ausgangspunkt sind neue Erkenntnisse über die Herkunft von Sammlungsobjekten der Akademie der Künste. Dazu gehören verschollene Manuskripte des Philosophen Walter Benjamin und die von der Gestapo beschlagnahmte Bibliothek des Kunstkritikers Alfred Kerr, verloren geglaubte Ölskizzen von Carl Blechen oder auch die Gemäldesammlung von Otto Nagel, die zu DDR-Zeiten akquiriert wurde. In einer zeitgenössischen Intervention wird sich die Künstlerin Marianna Christofides mit Werken der Ausstellung auseinandersetzen.

Neben Einblicken in die detektivischen Methoden der Provenienzforschung geht es um die Identifizierung von NS-Raubkunst in den eigenen Beständen, um die Suche nach den im Zweiten Weltkrieg verlorenen Sammlungen der Preußischen Akademie der Künste, um die Rückgewinnung von Kunstwerken oder auch um die kritische Auseinandersetzung mit den Bemühungen des DDR-Staatsapparates, in den Besitz verwertbarer Kunstgüter oder identitätsstiftender Sammlungen zu gelangen. Ein Veranstaltungsprogramm mit Diskussionsrunden, vielseitige Vermittlungsangebote sowie eine Publikation mit vertiefenden Essays und Werkbiografien begleiten die Ausstellung.