11.4.2019

Andrei Tarkowski: Stalker – Film und Ausnahmezustand
Symposium und Filmprogramm
26. und 27. April 2019, jeweils ab 17 Uhr, Akademie der Künste, Hanseatenweg

40 Jahre nach Erscheinen des Films Stalker (1979) von Andrei Tarkowski fragt die Akademie der Künste in einem zweitägigen Symposium mit Filmprogramm am 26. und 27. April nach der Bedeutung des Films und seinen aktuellen Lesarten.
Mehr als andere Arbeiten Tarkowskis hat dieses Werk seinerzeit verstört und sich ins Bildgedächtnis eingeschrieben. Damals wie heute trifft der Film mit seinen Fragen auf einen existenziellen Nerv; vor dem Hintergrund eines wachsenden Krisenbewusstseins treten seine dystopischen Züge umso deutlicher hervor.
Das Symposium untersucht verschiedene Ebenen des Films aus literatur-, kunst- und filmwissenschaftlicher sowie aus medienkünstlerischer Perspektive und lädt Künstlerinnen und Künstler aus Ost und West zum Gespräch, die ihre persönlichen Beziehungen zum Werk und zum Filmemacher vorstellen.

Erstmals zu sehen sind auch Aufnahmen von Ebbo Demant, die im Zusammenhang mit seinem Dokumentarfilm über die letzten Lebensmonate Andrei Tarkowskis in Deutschland entstanden sind. Als Referenzfilm ist am zweiten Abend das vielfach prämierte Werk Die Rückkehr – The Return von Andrei Zwjaginzew, der 2015 den Kunstpreis der Akademie der Künste erhielt, zu sehen. Kuratiert wird die Veranstaltung von Jule Reuter und Claus Löser.
Mitwirkende: Natascha Drubek, Norbert Franz, Ulrich Gregor, Jonas Hansen, Via Lewandowsky, Claus Löser, Andrei Plakhov, Ulrich Polster, Jule Reuter, Felicitas Sonvilla.

Programm

Freitag, 26.4.2019
17 Uhr
Begrüßung: Ulrich Gregor (Filmhistoriker, Akademie-Mitglied) und Jule Reuter (Kunstwissenschaftlerin, Berlin/Halle)
Vortrag von Norbert Franz (Slawist, Berlin): Tarkowskis Stalker und die sowjetische Science Fiction
Vortrag von Natascha Drubek (Osteuropaexpertin, Prag/Berlin): Belastete Orte
Vortrag von Jule Reuter: „Wie still es ist! ... Hier ist es so schön. Hier, hier ist ja niemand.“ Zu Landschafts- und Gartenmotiven im Film Stalker
Film: Stalker Material - Making of von Ulrich Polster (Bildender Künstler, Berlin), 2015, 20 Min., engl. OF

Anschließend Gesprächsrunde mit Jule Reuter, Norbert Franz, Natascha Drubek, Ulrich Polster und Andrei Plakhov (Filmkritiker, Moskau)
Moderation: Cornelia Klauß

20.30 Uhr
Filmvorführung: Stalker
UdSSR 1979, 163 min, DCP, OmU, Regie: Andrei Tarkowski, Buch: Arkadi und Boris Strugazki, Kamera: Alexander Knjaschinski, mit Alexander Kaidanowski, Anatoli Solonizyn, Nikolai Grinko

Samstag, 27.4.2019
17 Uhr
Präsentation: Ausschnitte aus bisher unveröffentlichtem Material von Ebbo Demant (Dokumentarfilmer, Akademie-Mitglied)
Vortrag von Claus Löser (Filmhistoriker und Autor): Stalker - Spur ohne Ende I. Impulse und Nachwirkungen eines filmischen Jahrhundertwerks.
Kurzfilm: Tara von Felicitas Sonvilla, mit Sasha Davydova, Leo van Kann, Lena Lauzemis, 30 min. Deutschland, 2017, OmU
Kurzfilm: Eisenwinter von Via Lewandowsky, Super 8, DDR, 1988, 6 Min.
Gespräch mit Via Lewandowsky (Künstler, Berlin), Ulrich Polster (Bildender Künstler, Berlin) und Felicitas Sonvilla (Filmemacherin, Wien)
Moderation: Claus Löser
Vortrag mit Beispielen von Jonas Hansen (Medienkünstler, Halle): T.H.E.Z.O.N.E. Ein postapokalyptischer Spaziergang
Vortrag von Andrei Plakhov: Stalker und der Einfluss Andrei Tarkowskis auf Andrei Zwaginzjew und die neue Generation russischer Filmemacher

20.30 Uhr
Filmvorführung: The Return – Die Rückkehr
Mit einer Einführung von Claus Löser
Russland 2003, 110 min, DCP, OmeU, Regie: Andrei Swjaginzew, mit Wladimir Garin, Iwan Dobronrawow, Konstantin Lawrone

Veranstaltungsdaten
Andrei Tarkowski: Stalker – Film und Ausnahmezustand
Symposium und Filmprogramm
Freitag, 26. April und Samstag, 27. April 2019
jeweils ab 17 Uhr, Filmbeginn 20.30 Uhr
Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin
Tagesticket € 10/8, Tel. 030 200 57-2000, ticket@adk.de, www.adk.de/tickets 

Pressekarten unter Tel. 030 200 57-15 14, presse@adk.de 

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