10.10.2019

Helga Paris, Fotografin
8. November 2019 bis 12. Januar 2020

Einladung zu Pressevorbesichtigung und -gespräch:
Mittwoch, 6. November 2019, 11 Uhr

Ausstellungssäle ab 10.30 Uhr geöffnet
Im Anschluss Presserundgang mit der Kuratorin Inka Schube
Akademie der Künste, Pariser Platz 4, 10117 Berlin
Um Anmeldung zum Pressetermin wird gebeten: Tel. 030 200 57-1514 oder presse@adk.de 

Mit
Jeanine Meerapfel, Filmemacherin und Präsidentin der Akademie der Künste
Inka Schube, Kuratorin und Kunstwissenschaftlerin
Helke Misselwitz, Filmemacherin und Stellvertretende Direktorin der Sektion Film- und Medienkunst, Akademie der Künste
Moderation Cornelia Klauß, Sekretär der Sektion Film- und Medienkunst, Akademie der Künste

Ab dem 8. November 2019 präsentiert die Akademie der Künste am Pariser Platz das in den Jahren zwischen 1968 und 2011 entstandene fotografische Werk von Helga Paris (geb. 1938). Mit rund 275 Schwarz-Weiß-Fotografien, darunter zahlreiche erstmals gezeigte Einzelbilder und Serien, bietet die Ausstellung den bisher umfassendsten Einblick in ihr Schaffen. Erstmals zu sehen sind u.a. Ausschnitte aus den Serien Leipzig, Hauptbahnhof (1981/82), Moskau (1991/92) und Mein Alex (2011).

Am Mikrokosmos Bahnhof der traditionsreichen Messestadt entwickelt die Serie Leipzig, Hauptbahnhof (1981/82) ein vielschichtiges, facettenreiches Gesellschaftsbild. Helga Paris fotografiert auf den Bahnsteigen, in der Halle, im Restaurant, der Küche, Reisende, Wartende, Eilende und die Menschen, die an diesen Orten arbeiten. Es sind stille, präzise Alltagsbeobachtungen, stets getaucht in die Melancholie eines uneingelösten Versprechens auf Weltoffenheit.

Moskau (1991/92) zeigt Straßenszenen jener Jahre politisch bedingter persönlicher Verunsicherung in intensiv-surrealen Aufnahmen. Helga Paris' Bildwelt ist hier von unwirklich anmutender, aber doch sehr konkreter Absurdität. Ähnlich wie in der in Leipzig entstandenen Arbeit gelingt es ihr dabei, ein ganzes Feld von Referenzen – von den brennenden Palästen der Revolution, den utopischen Versprechen der Nachrevolutionszeit über Bulgakows Meister und Margarita bis zum Einzug von Coca Cola – zu öffnen.

Mein Alex (2011) ist die bisher letzte von Helga Paris fotografierte Serie. In zehn Fotografien beschreibt sie eine Art phänomenologische Erfahrung dieses Platzes. Dabei geht es tatsächlich um die zeitlose Erfahrung eines Ortes, mit dem sie zutiefst vertraut ist, aus der Erinnerung des Körpers heraus.

Eine Ausstellung der Akademie der Künste in Kooperation mit dem ifa (Institut für Auslandsbeziehungen). Im Rahmen von „30 Jahre Friedliche Revolution – Mauerfall“, einem Gesamtprojekt der Kulturprojekte Berlin GmbH. Mit freundlicher Unterstützung der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, die die Erschließung des Vorlasses sowie die Neuprints dreier bislang unveröffentlichter Serien ermöglicht hat. Das Dokumentarfilm-Triptychon der Filmemacherin Helke Misselwitz über Leben und Werk von Helga Paris wurde unterstützt von der DEFA-Stiftung sowie der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf.

Ausstellungsdaten
Helga Paris, Fotografin
Laufzeit der Ausstellung: 8. November 2019 bis 12. Januar 2020
Di – So 11 – 19 Uhr
Eintritt € 6/4, bis 18 Jahre und dienstags ab 15 Uhr Eintritt frei
Freier Eintritt am 8. und 9. November im Rahmen von „30 Jahre Friedliche Revolution – Mauerfall“ einem Gesamtprojekt der Kulturprojekte Berlin GmbH
Tickets: Tel. 030 20057-1000, ticket@adk.de, www.adk.de/tickets 
Akademie der Künste, Pariser Platz 4, 10117 Berlin

Ausstellungseröffnung am Donnerstag, 7. November 2019, 19 Uhr
Mit Jeanine Meerapfel (Präsidentin der Akademie der Künste), Klaus Lederer (Senator für Kultur und Europa), Ellen Strittmatter (ifa, Institut für Auslandsbeziehungen), Inka Schube (Kuratorin)
Gesang: Nino Sandow

Kuratorenführung mit Inka Schube am Sonntag, 24. November, 12 Uhr

Archivpräsentation Veranstaltung anlässlich der Schenkung des Archivs von Helga Paris an die Akademie der Künste am Donnerstag, 5. Dezember, 19 Uhr

Finissage und Buchvorstellung Helga Paris. Leipzig Hauptbahnhof 1981/82 am Sonntag, 12. Januar 2020, 19 Uhr

Pressebilder unter: https://www.adk.de/de/presse/pressematerial.htm 

 

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