Koloniales Erbe

Samstag, 23. Juni 2018
15.30 – 17.30 Uhr

ARTIST PANEL
Imagination

Kader Attia (Bildender Künstler, Berlin/Paris)
Gina Belafonte (Co-Direktorin, Sankofa Organisation für Social Justice, New York City)
Nathalie Anguezomo Mba Bikoro (Künstlerin, Kuratorin und Postkoloniale Wissenschaftlerin, Berlin)
Moderation: Alya Sebti (Kuratorin und Direktorin, ifa-Galerie, Berlin)

Jahrhundertelang durchkämmten europäische Kolonialmächte auf der Suche nach Abenteuern den Globus, stets auf der Jagd nach makellosen und unberührten Ländern und Menschen. Die Kolonien dienten Europa gleichermaßen als Projektionsflächen für seine verbotenen Sehnsüchte und Ängste wie als Laboratorien für europäische Hoffnungen und Fantasien. Der Begriff der Utopie impliziert, dass der vollkommen „gute Ort" in Wirklichkeit „kein Ort" ist, dass also der in unserer Vorstellung ideale Ort (noch) nicht existiert. In Anbetracht der Verbindung von utopischem Aufbruch und damit einhergehenden Gewalt erscheint es widersprüchlich, von postkolonialen Utopien zu sprechen. Und dennoch: Wie soll man sich eine postimperiale Welt vorstellen? Oder macht die Welt, in der wir leben, die Vorstellung von Utopien unglaubwürdig?

 

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