20.11.2019

Eberhard Fechner. Chronist des Alltäglichen
Buchvorstellung am 28. November 2019
Akademie der Künste, Hanseatenweg

Als vierter Band der Schriftenreihe „Fernsehen – Geschichte – Ästhetik“ erscheint Ende November 2019 eine Monografie über den Regisseur und Schauspieler Eberhard Fechner. Die Reihe wird gemeinsam von der Akademie der Künste und der Deutschen Kinemathek herausgegeben. Am Donnerstag, den 28. November wird die Neuerscheinung in der Akademie der Künste, Hanseatenweg, von Matthias Dell und den Herausgebern Rolf Aurich und Torsten Musial vorgestellt. Im Anschluss an das Gespräch ist der Tatort Frankfurter Gold (BRD 1971, 90 Min.) zu sehen, eine der frühen Arbeiten Fechners, in der er Gesellschaftskritik durch einen Kriminalfall vermittelt.

Die Filme Eberhard Fechners (1926–1992) wie Comedian Harmonists (1976), Der Prozeß (1984) oder die Kempowski-Verfilmungen Tadellöser & Wolff (1975) und Ein Kapitel für sich (1979) bilden ein Panorama der deutschen Geschichte des letzten Jahrhunderts quer durch alle Gesellschaftsschichten. Besonders in seinen dokumentarischen Arbeiten verfolgte er den Gedanken, alltägliche Geschichte filmisch festzuhalten. Zentraler Inhalt seiner Dokumentationen sind Gespräche mit Zeitzeugen. In kunstvoller Montage entstanden Dialoge, die scheinbar zwischen den Gesprächspartnern stattfinden, tatsächlich aber aus Einzelinterviews mit dem Regisseur stammen. Eberhard Fechner reüssierte als Schauspieler und Regisseur am Theater, bevor er zu einem der stilprägenden Regisseure des bundesdeutschen Fernsehens wurde, dessen Filme ein Millionenpublikum erreichten.
Für die Neuerscheinung konnte erstmals das Eberhard-Fechner-Archiv in der Akademie der Künste umfassend herangezogen werden. Matthias Dell geht der Frage nach, wie aktuell sich Fechners filmisches Werk heute, unter stark veränderten Sehgewohnheiten, zeigt. Sven Kramer hat das nun im Archiv zugängliche außerfilmische und filmische Material zu Der Prozeß gegeneinander gehalten und analysiert, Rolf Aurich beschreibt Fechners Einsatz für die Schaffung einer Deutschen Mediathek und Jan Gympel notiert Hintergründe und Geschichten zu einigen nicht gedrehten Filmen Fechners.

Veranstaltungsdaten
Buchvorstellung Eberhard Fechner. Chronist des Alltäglichen
Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin
Donnerstag, 28. November 2019, 19 Uhr, Eintritt: € 6/4
Tickets: Reservierung unter: Tel. 030 200 57-2000, ticket@adk.de, www.adk.de/tickets 
Pressekarten unter presse@adk.de, Tel. 030 20057-1514

Publikation
Rolf Aurich, Torsten Musial (Hg.): Eberhard Fechner. Chronist des Alltäglichen
Fernsehen – Geschichte – Ästhetik (Band 4)
Deutsche Kinemathek / Akademie der Künste
Edition text + kritik, München 2019, ca. 29 Euro
208 Seiten, Broschur, s/w Abbildungen , ISBN 978-3-86916-868-5

Anfrage Rezensionsexemplare:
edition text + kritik, Johannes Fenner, j.fenner@etk-muenchen.de 

Für Rückfragen
Dr. Torsten Musial, Leiter des Archivs Film- und Medienkunst der Akademie der Künste, Tel. 030 200573258, musial@adk.de 

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