Musik – Mitglieder

Johannes Brahms

Musiker, Komponist in Wien

Am 7. Mai 1833 in Hamburg geboren,
gestorben am 3. April 1897 in Wien.
Von 1874 bis 1897 Auswärtiges Mitglied der Preußischen Akademie der Künste, Berlin, Sektion für Musik.

Biographie

Kindheit im Hamburger Gängeviertel als Sohn eines Musikers (Horn, Kontrabass). 1840 erster Klavierunterricht bei Otto Friedrich Willibald Cossel.
1843 Förderung seines Talents als Klavier- und Kompositionsschüler beim Komponisten Eduard Marxsen.
Veröffentlichung der frühen Werke unter Pseudonymen: G. W. Marks, Karl Würth.
1853 Publizikation von Artikeln im Musikmagazin "Neue Bahnen", gegründet von Robert Schumann.
Publikation seiner Werke im Verlag Breitkopf & Härtel dank Einsatz von Schumann,
deutschlandweite Bekanntheit.
Enge freundschaftliche Bindung zu Robert und Clara Schumann.
1857 erstes Klavierkonzert op. 15 in d-Moll ohne großen Erfolg.
1859 Rückkehr nach Hamburg und Komposition der Magelonen-Gesänge, von Kammermusik und mehrerer Variationszyklen für Klavier.
1860 Bekanntschaft mit Verleger Fritz Simrock, Publikation seiner Werke.
1862 Aufenthalt in Wien.
1863/64 Chormeister der Wiener Singakademie.
1868 großer Publikumserfolg mit dem "Deutschen Requiem",
erfolgreich vor allem als Pianist.
1873-1875 Leitung des Wiener Singvereins.
1883 Gründungsmitglied des Wiener Waldhornvereins
Freundschaft mit Heinrich und Elisabeth von Herzogenberg.
Enge Freundschaft zu dem Herzogspaar Georg II. und Helene Freifrau von Heldburg, dem Dirigenten Fritz Steinbach und Richard Mühlfeld.

Werk

Orchesterwerke:
1859 Klavierkonzert Nr. 1 d-Moll op. 15
1860 Serenade Nr. 1 D-Dur op. 11
1874 Variationen über ein Thema von Haydn op. 56A
1874-1876 21 Ungarische Tänze (für Klavier, zwei- und vierhändig)
1876 Sinfonie Nr. 1 c-Moll op. 68
1877 Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73
1879 Violinkonzert D-Dur op. 77
1880 Akademische Festouvertüre c-Moll op. 80
1880 Tragische Ouvertüre d-Moll op. 81
1882 Klavierkonzert Nr. 2 B-Dur op. 83
1883 Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90
1885 Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98

Klavierstücke:
1853 Sonate Nr. 1 C-Dur op. 1
1854 Sonate Nr. 3 f-Moll op. 5
1856 Vier Balladen op. 10
1879 Acht Klavierstücke op. 76
1880 Zwei Rhapsodien op. 79
1892 Sieben Fantasien op. 116
1893 Vier Klavierstücke op. 119

Kammermusik mit Klavier:
1854 Klaviertrio Nr. 1 H-Dur op. 8
1963 Klavierquartett Nr. 1 g-Moll op. 25
1865 Klavierquintett f-Moll op. 34
1865 Sonate für Klavier und Violoncello Nr. 1 e-Moll op. 38
1865 Trio für Horn, Violine und Klavier Es-Dur op. 40
1875 Klavierquartett Nr. 3 c-Moll op. 60
1879 Sonate für Klavier und Violine Nr. 1 G-Dur op. 78
1880 Klaviertrio Nr. 2 C-Dur op. 87
1886 Sonate für Violoncello und Klavier Nr. 2 F-Dur op. 99
1886 Sonate für Klavier und Violine Nr. 2 A-Dur op. 100
1887 Klaviertrio Nr. 3 c-Moll op. 101

Kammermusik ohne Klavier:
1862 Streichsextett Nr. 1 B-Dur op. 18
1866 Streichsextett Nr. 2 G-Dur op. 36
1873 Streichquartett Nr. 1 c-Moll op. 51/1
1876 Streichquartett Nr. 3 B-Dur op. 67
1882 Streichquintett Nr. 1 F-Dur op. 88

Chorwerke:
1859 Marienlieder für gemischten Chor op. 22
1860 Ave Maria op. 12
1860 Gesänge für Frauenchor mit Begleitung von 2 Hörnern und Harfe op. 17
1863 Drei geistliche Chöre für Frauenstimmen ohne Begleitung op. 37
1866/67 Ein deutsches Requiem op. 45
1869 Rinaldo op. 50
1869 Rhapsodie für Alt, Männerchor und Orchester über ein Fragment aus Goethes "Harzreise im Winter" op. 53
1871 Schicksalslied op. 54, Text: Friedrich Hölderlin
1878 Zwei Motetten op. 74, "Warum ist das Licht gegeben dem Mühseligen?" op. 74,1 und "O Heiland, reiß die Himmel auf"
1881 Nänie op. 82, Text: Friedrich Schiller
1884 Tafellied von Joseph von Eichendorff für sechsstimmigen gemischten Chor mit Klavier op. 93b

Auszeichnungen

1874 Bayerischer Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst
1878 Ehrendoktorwürde der Universität Breslau
1886 Ehrenpräsident des Wiener Tonkünstlervereins
1887 Pour le Mérite
1889 Österreichisch-kaiserlicher Leopold-Orden
1889 Ehrenbürger von Hamburg
1892 Ehrenmitglied des Neuen Philharmonischen Orchesters Hamburg
1893 Goldmedaille der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien

powered by webEdition CMS