Darstellende Kunst – Mitglieder

Sophie Rois

Schauspielerin

Am 1. Juni 1961 in Ottensheim/Österreich geboren, lebt in Berlin.
Seit 2017 Mitglied der Akademie der Künste, Berlin, Sektion Darstellende Kunst.

Biographie

Schauspielausbildung am Max-Reinhardt-Seminar in Wien.
Ab 1987 Rollen in Berlin am Renaissance Theater, an der Freien Volksbühne und am Schillertheater.
1993-2017 an der Volksbühne Berlin in zahlreichen Inszenierungen von Frank Castorf, Christoph Marthaler, René Pollesch und Christoph Schlingensief.
Seit 2018 Ensemblemitglied am Deutschen Theater Berlin.
Gastauftritte insbesondere in Produktionen von René Pollesch an diversen anderen Häusern wie dem Deutschen Schauspielhaus Hamburg, dem Burgtheater Wien oder dem Schauspielhaus Zürich.
Schauspielerin in Filmen von Detlef Buck, Helke Misselwitz, Tom Tykwer oder Ina Weisse und Auftritte als Sängerin.

Werk

Theater:
Rollen in der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin, und im Prater:
Fremde in der Nacht, Jochen Berg, Regie: Frank Castorf, UA, 1992
Rosa Luxemburg – Tote Rosen für dich, nach George Tabori, Regie: Johann Kresnik, UA, 1993
Kühnen 94. Bring mir den Kopf von Adolf Hitler, Regie: Christoph Schlingensief, UA, 1993
Pension Schöller: Die Schlacht, Carl Laufs, Wilhelm Jacoby, Heiner Müller, Regie: Frank Castorf, 1994
Die Sache Danton, Stanislawa Przybyszewska, Regie: Frank Castorf, 1994
Die Nibelungen I+II – Born bad, nach Friedrich Hebbel, Regie: Frank Castorf, 1995
Die Stadt der Frauen, Federico Fellini, Regie: Frank Castorf, 1995
Ivy in Dr. Jekell & Mr. Hyde, nach Robert Luis Stevenson, Regie: Michael Simon, 1995
Rocky Dutschke, '68, Text und Regie: Christoph Schlingensief, 1996
Kulturleiter, Pützchen in Des Teufels General, Carl Zuckmayer, Regie: Frank Castorf, 1996
Schlacht um Europa – Ufokrise 97: Raumpatrouille Schlingensief, Text und Regie: Christoph Schlingensief, 1997
Moritz Jäger in Hauptmanns Weber, nach Gerhart Hauptmann, Regie: Frank Castorf, 1997
Pariser Leben. La Vie Parisienne, Jacques Offenbach, Regie: Christoph Marthaler, Kooproduktion mit den Wiener Festwochen in Kooperation mit dem Wiener Burgtheater, 1998
Terrordrom, Tim Staffel, Regie: Frank Castorf, 1998
Lisa Tuschina in Dämonen, nach Fjodor M. Dostojewski, Koproduktion mi den Wiener Festwochen, Regie: Frank Castorf, 1999
Frau Alving in Gespenster, Henrik Ibsen, Regie: Sebastian Hartmann, 1999
Traumspiel, August Strindberg, Regie: Sebastian Hartmann, 2000
Frau unter Einfluss, nach Filmen von John Cassavetes, Regie: René Pollesch, 2000
Die zehn Gebote, nach Raffaele Viviani, Regie: Christoph Marthaler, 2001
Rosebud, Text und Regie: Christoph Schlingensief, 2001
Sex, nach Mae West, Regie: René Pollesch, 2002
Lisaweta Prokofjewna Jepantschina in Der Idiot, nach Fjodor M. Dostojewski, Regie: Frank Castorf, 2002
Telefavela, Text und Regie: René Pollesch, 2004
Der Marterpfahl, nach Friedrich von Gagern, unter Verwendung einiger Texte von Heiner Müller, Regie: Frank Castorf, 2005
Capuccetto Rosso, Text und Regie: René Pollesch, Koproduktion mit den Salzburger Festspielen, 2005
Meistersinger, nach Richard Wagners Oper Die Meistersinger von Nürnberg und Ernst Tollers Revolutionsdrama Masse Mensch, Regie: Frank Castorf, Koproduktion mit dem Grand Théâtre de la Ville de Luxembuourg, dem Théâtre National de Chaillot, Paris und Det Kongelige Teater, Kopenhagen, 2006
Mutter in L'affaire Martin! Occupe-toi de Sophie! Par la fenêtre, Caroline! Le Mariage de Spengler. Christine est en avance, Regie: René Pollesch, 2006
Elena Ceaucescu in Diktatorgattinnen, Text und Regie: René Pollesch, 2007
Hallo Hotel Nachtportier!, Text und Regie: René Pollesch, in Zusammenarbeit mit dem Burgtheater Wien 2007
Fuck off, Amerika, nach Motiven von Eduard Limonow, Regie: Frank Castorf, 2008
Solange in Die Zofen, Jean Genet, Regie: Luc Bondy, 2008
Ein Chor irrt sich gewaltig, nach dem Film Un éléphant ça trompe énorme´ment, Text und Regie: René Pollesch, 2009
Gute Nacht, du falsche Welt, Adieu in vier Szenen von Puschkin, Schikaneder und Toike, Regie: Gero Troike, 2009
Kaftan in Der Kaufmann von Berlin, Walter Mehring, Regie: Frank Castorf, 2010
Titelrolle in Die Kameliendame, mit der Musik aus Giuseppe Verdis La Traviata nach Alexandre Dumas, Regie: Clemens Schönborn, 2011
Tante Babouschka in Der Spieler, Fjodor M. Dostojewskij, Regie: Frank Castorf, Koproduktion mit den Wiener Festwochen, 2011
Emma Klinke in Die spanische Fliege, Franz Arnold und Ernst Busch, Regie: Herbert Fritsch, 2011
Der Geizige, Molière, Regie: Frank Castorf, 2012
Fucking Liberty!, UA, Text und Regie: Ulli Lommel, 2013
Lajewski in Das Duell, nach Anton Tschechow, Regie: Frank Castorf, 2013
House for sale, Text und Regie: René Pollesch, UA, 2014
Ach, Volk, du obermieses, eine Revue am Bülow-Wessel-Luxemburg-Platz, Jürgen Kuttner und André Meier, Regie: Jürgen Kuttner, 2014
Eiserner Kanzler in Die Bismarck!, Oratorium mit der Sing-Akademie zu Berlin, Text und Regie: Christian Filips, 2015
Pawel in Die Brüder Karamasow, nach dem Roman von Fjodor M. Dostojewski, Regie: Frank Castorf, 2015
Die Kabale der Scheinheiligen, nach Michail Bulgakow, Regie: Frank Castorf, 2016
Bekannte Gefühle, gemischte Gesichter, Text und Regie: Christoph Marthaler, 2016
Hexe, Erdgeist, Famulus in Faust, nach Johann Wolfgang von Goethe, Regie: Frank Castorf, 2017

Rollen an anderen Orten:
Der Raub der Sabinerinnen, Gebrüder Schönthan, Regie: Frank Hoffmann, Freie Volksbühne Berlin 1992
Das purpurrote Muttermal, Text und Regie: René Pollesch, Akademietheater Wien 2006
Fantasma, Text und Regie: René Pollesch, Burgtheater Wien 2008
Titelrolle in Medea, nach Euripides, Regie: Clemens Schönborn, Centraltheater Leipzig 2010
Mädchen in Uniform – Wege aus der Selbstverwirklichung, Text und Regie: René Pollesch, Deutsches Schauspielhaus Hamburg 2010
Neues vom Dauerzustand, Text und Regie: René Pollesch, UA, Deutsches Schauspielhaus Hamburg 2012
Elisabeth in Die Krönung Richard III., Hans Henny Jahnn, Regie: Frank Castorf, Burgtheater Wien 2013
Bühne frei für Mick Levčik, Text und Regie: René Pollesch, Schauspielhaus Zürich 2016
Cry Baby, Text und Regie: René Pollesch, Deutsches Theater Berlin 2018

Film:
1992 Wir können auch anders (Regie: Detlev Buck)
1993 Unter der Milchstraße (Regie: Matthias Oberg
1995 Der kalte Finger (Regie: Ralf Hüttner)
1995 Engelchen (Regie: Helke Misselwitz)
1996 Totale Therapie (Regie: Christian Frosch)
1996 Dr. Knock (Regie: Dominik Graf)
1997 Hauptmann von Köpenick (Regie: Frank Beyer)
1997 Die Siebtelbauern (Regie: Stefan Ruzowitzky)
1997 Kreuzfeuer (Thomas Roth)
1998 Enemy at the Gates (Regie: Jean Jacques Annaud)
2000 Die Manns (Regie: Heinrich Breloer)
2003 Fräulein Phyllis (Regie: Clemens Schönborn)
2003 Liegen lernen (Regie: Hendrik Handloegten)
2004 Der Sieger (Regie: Diethard Klante)
2005 Trautmann (Regie: Thomas Roth)
2005 Rosenheim Cops (Regie: Robert Duncan McNeill)
2006 Ohne einander (Regie: Diethard Klante)
2007 Mord mit Aussicht (Regie: Arne Feldhusen)
2007 Echo der Schuld (Regie: Marcus O. Rosenmüller)
2007 Patchwork (Regie: Franziska Buch)
2008 Kinder des Sturms (Regie: Miguel Alexandre)
2008 Böses Erwachen (Regie: Urs Egger
2009 Der Architekt (Regie: Ina Weisse)
2010 180° (Regie: Cihan Inan)
2011 Drei (Regie: Tom Tykwer)
2012 Zum Geburtstag (Regie: Denis Dercourt)
2013 Petit (Regie Anders Morgenthaler)
2015 Burg Schreckenstein (Regie: Ralf Hüttner)
2016 Radegunde (Regie: Terrence Malik)
2017 Burg Schreckenstein II (Regie: Ralf Hüttner)
2017 Glück ist was für Weicheier (Regie: Anca Miruna Lazarescu)

Fernsehen:
1996 Polizeiruf (Regie: Andreas Dresen)
1999 Tatort – Passion (Regie: Ilse Hofmann)
2012 Polizeiruf – Die Gurkenkönigin (Regie: Ed Herzog, ARD)
2012 Nachtschicht – Geld regiert die Welt (Regie: Lars Becker, ZDF)
2014 Der Kriminalist – Kleine Schritte (Regie: Thomas Roth, ZDF)
2014 Tatort Weimar – Der irre Iwan (Regie: Richard Huber,ARD)
2015 SOKO Leipzig (Regie: Andreas Morell, ZDF)
2015 Der mit dem Schlag (Regie: Lars Becker, ZDF)

Hörbücher (Auswahl):
1998 Rocky Dutschke 1968, Christoph Schlingesief
2001 Eine Nacht mit Pferden, Djuna Barnes
2002 Der makellose Mann, A. L. Kennedy
2004 Die Liebe ist schrecklich wie der Tod, Elmar Stolpe
2005 Kurze Lebensläufe der Idioten, Ermanno Cavazzoni
2005 Berg aus schwarzem Glas (Otherland 3), Tad Williams
2006 Susanna, Gertrud Komar
2006 Lieber Osama, Chris Cleave
2007 Tokio, Mo Hayder
2007 Jane Eyre, Charlotte Bronte
2008 Verschwunden, Silvia Bovenschen
2008 Heldensterben, Christine Grän
2010 Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche, Alina Bronsky
2010 Just Kids: Die Geschichte einer Freundschaft, Patti Smith
2011 Fluss aus blauem Feuer (Otherland 2), Tad Williams
2011 Meer des silbernen Lichts (Otherland 4), Tad Williams
2012 25 Jahre Ohrenbär: Die schönsten Tiergeschichten
2013 Die Schneekönigin, Hans Christian Andersen
2013 sich abarbeiten, Björn SC Deigner
2015 Witwen-Monolog, Andreas Otteneder
2016 Schnell, dein Leben, Sylvie Schenk
2016 Ingeborg Bachmann (Spuren 12), Ingeborg Bachmann
2017 Baba Dunjas letzte Liebe, Alina Bronsky

Auszeichnungen

2002 Bayerischer Fernsehpreis
2006 Deutscher Hörbuchpreis, Beste Interpretin
2009 Deutscher Filmpreis, Beste darstellerische Leistung - weibliche Nebenrolle
2011 Deutscher Filmpreis, Beste Darstellerin einer Hauptrolle
2011 Bayerischer Filmpreis, Beste Darstellerin
2011 Ernst-Lubitsch-Preis
2011 Preis der Filmkritiker
2012 Theaterpreis Berlin
2014 Orden Chevalier des Arts et des Lettres
2017 Gertrud-Eysoldt-Ring