Ehrenmitglieder

Gerhard Wolf

Schriftsteller und Verleger

Am 16. Oktober 1928 in Bad Frankenhausen (Kyffhäuser) geboren, lebt in Berlin.
Seit 2019 Ehrenmitglied der Akademie der Künste, Berlin.

Archivbestand

Biographie

Grundschul- und Gymnasialbesuch in Bad Frankenhausen.
1944/1945 Flakhelfer. Amerikanische Kriegsgefangenschaft.
1947 Abitur
1947-1949 Oberschulhelfer und Neulehrer in Schlotheim (Thüringen)
1949-1951 Studium der Germanistik und Geschichte an der Universität Jena
1951 Heirat mit Christa Ihlenfeld
1951-1953 Rundfunkredakteur in Leipzig und Berlin
1953-1956 Fortsetzung und Abschluss des Studiums an der Humboldt-Universität Berlin. Diplom-Germanist.
1957 Lektor des Mitteldeutschen Verlags in Halle/S. Beginn der schriftstellerischen und publizistischen Tätigkeit als Kritiker, Essayist, Drehbuchautor und Librettist. Mitglied des Schriftstellerverbands der DDR.
1972 Bekanntschaft mit dem Annaberger Graphiker Carlfriedrich Claus.
1976 an der Staatsoper Dresden Uraufführung der Oper "Litauische Claviere" von Rainer Kunad nach dem Roman von Johannes Bobrowski, Libretto Gerhard Wolf.
1976 Mitunterzeichner der von Stefan Hermlin initiierten Resolution gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns; daraufhin Ausschluss aus der SED, der er seit 1976 angehört hatte.
1991 Gründung des Verlags Janus press. Es folgen zahlreiche Veröffentlichungen auch auf dem Feld der zeitgenössischen bildenden Kunst (Carlfriedrich Claus, Günther Uecker, Otl Aicher, Helge Leiberg, Angela Hampel u.v.a.)

Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland
seit 2003 Ehrenmitglied der Sächsischen Akademie der Künste

Werk

Der Dichter Louis Fürstenberg. Leben und Wirken. Ein Versuch. Berlin 1961
Deutsche Lyrik nach 1945. Versuch einer Übersicht. Berlin 1964
Der geteilte Himmel. Filmdrehbuch. Mit Christa Wolf u.a. Berlin 1964
Johannes Bobrowski. Leben und Werk. Berlin 1967
Beschreibung eines Zimmers. 15 Kapitel über Johannes Bobrowski. Berlin 1971
Der arme Hölderlin. Berlin 1972
Till Eulenspiegel. Erzählung für den Film. Mit Christa Wolf. Berlin 1972
Albert Ebert. Wie ein Leben gemalt wird. Berlin 1974
Ins Ungebundene gehet eine Sehnsucht. Gesprächsraum Romantik. Prosa und Essays. Mit Christa Wolf. Berlin 1985
Im deutschen Dichtergarten. Lyrik zwischen Mutter Natur und Vater Staat. Ansichten und Porträts. Darmstadt und Neuwied 1985
Wortlaut Wortbruch Wortlust. Dialog mit Dichtung. Aufsätze und Vorträge. Leipzig 1988
Sprachblätter Wortwechsel. Dialog mit Dichtern. Leipzig 1992
Unsere Freunde, die Maler. Essays. Mit Christa Wolf, hg. von Peter Böthig. Berlin 1995/96
Malerfreunde. Mit Christa Wolf. Halle/Saale 2010

Daneben Herausgeber zahlreicher Bände sowie Autor von Hörspielen.

Auszeichnungen

1974 Heinrich-Mann-Preis
1994 Rahel-Varnhagen-von-Ense-Medaille der Stadt Berlin, zusammen mit Christa Wolf