Baukunst – Mitglieder

Dieter Rams

Architekt, Industriedesigner

Am 20. Mai 1932 in Wiesbaden geboren, lebt in Kronberg.
Seit 1999 Mitglied der Akademie der Künste, Berlin, Sektion Baukunst.

Biographie

Frühzeitige Beschäftigung mit dem Tischlerhandwerk, vermittelt durch den Großvater, der Schreinermeister war.
1947 Beginn des Studiums der Architektur und Innenarchitektur an der Werkkunstschule Wiesbaden.
1948-1951 Praktikum und Gesellenbrief als Tischler, Kreissieger im Handwerksleistungswettbewerb.
1953 Diplom mit Auszeichnung.
1953-1955 Mitarbeit im Architekturbüro Otto Apel.
1955 Beginn bei der Braun AG als Architekt und Innenarchitekt.
1956 Erste Aufgaben als Produktdesigner bei der Braun AG.
1957 Erste Möbelentwürfe für Otto Zapf - ab 1959 Vitsoe & Zapf - Wiese Vitsoe.
Seit 1995 SDR+ (Systemmöbel Dieter Rams.)
1961 Leiter der Produktdesign-Abteilung der Braun AG.
1968 Direktor für Produktdesign der Braun AG.
1981 Berufung zum Professor für Industriedesign an die Hochschule für Bildende Künste, Hamburg, emeritiert 1997.
1988 Generalbevollmächtigter der Braun AG.
1995 vom Direktor Produkt Design zum Executive Director Corporate Identity Affairs der Braun AG.
1997 Ausscheiden bei der Braun AG.
Seit 1968 Honorary Royal Designer for Industry of the Royal Society of Arts, London.
Mitglied des Verbands Deutscher Industrie Designer (VDID), Ehrenmitglied seit 1997.
1987-1998 Vorstandsmitglied des Rats für Formgebung, seit 1988 Präsident, seit 2002 Ehrenstifter.
1991-1995 Mitglied des Vorstandes des International Council of Societies of Industrial Design (ICSID).

Werk

Ausstellungen (Auswahl):
1980 Ausstellung "Design: Dieter Rams &", Berlin, initiiert vom Internationalen Design-Zentrum, als Wanderausstellung 1981 in Ljubljana, Helsinki und Milano, 1982 in London und Amsterdam, 1983 in Köln
1983 Ausstellung "Design since 1945", Philadelphia Museum of Art
2001 Ausstellung "Tingens Stilla Ordning (Leise Ordnung der Dinge)", Skissernas Museum Lund, Schweden
2001 Ausstellung "Dieter Rams Haus", Lissabon, Portugal, Centro de Exposições, Centro Cultural de Belém
2002 Ausstellung "Dieter Rams Design - Die Faszination des Einfachen", Institut für Neue Technische Form, Darmstadt, 2003 im Design Zentrum Bremen, Wilhelm-Wagenfeld-Haus
2002 Ausstellung "Dieter Rams - Weniger, aber besser", Museum für Angewandte Kunst, Frankfurt am Main, 2005 im Zen Temple Kenninji Kyoto / Japan
2004 Ausstellung Designing Modern Life - a History of Modern Design, Design Museum London
2007 Ausstellung DESIGN: DIETER RAMS, Staatliches Keramikmuseum, Schloss Kuskovo, Moskau
2008 Ausstellung Less and More - The Design Ethos of Dieter Rams
Suntory Museum, Osaka, 2009 Fuchu Art Museum, Tokyo und Design Museum London,
2010 Daemlin Museum, Seoul, Korea
2011 Museum of Modern Art, San Francisco

Diverse Artikel in Zeitschriften und Magazinen
Diverse Interviews für Rundfunk und Fernsehen

Filme:
Dieter Rams. A film by Braun AG und InterNationes, Kronberg 1988
Wer ist Mr. Braun? Der Designer Dieter Rams, Euro Arts Entertainment OHG, Stuttgart 1998/2008
Simply the Best - Die Braun Design Story / Dieter Oeckle 2011/2012

Buch (Auswahl):
Design: Dieter Rams, Hg. Francois Burkhardt and Inez Franksen, Gerhardt Verlag 1980
Weniger, aber besser / Less but better (deutsch/engl.), Hg. Dieter Rams, Hamburg 1995
Dieter Rams, Designer, Die leise Ordnung der Dinge, Hg. Industrie Forum Design, Hannover, Steidl Verlag, Göttingen 1990
Dieter Rams. As Little Design as Possible, Sophie Lovell, Phaidon Press, London 2011

Auszeichnungen

1959 Große Teile des Braun Produktprogramms (von Dieter Rams oder zusammen mit dem Braun-Design-Team gestaltet) werden in die Design Collection des Museum of Modern Art (MOMA) aufgenommen, 1975 Aufnahme des Tischfeuerzeugs TFG2, Cylindric, 1982 Aufnahme des Taschenrechners Control ET 55 der Braun AG
1961, 1963 Internationaler Design Preis "Interplast", London
1962 Beteiligt am "Compasso d'Oro" Preis
1964 Goldmedaille, Triennale, Mailand
1964 Goldmedaille, 1. Biennale für Industrie Design, Ljubljana,
1965 Kunstpreis Berlin, zusammen mit Reinhold Weiss, Richard Fischer und Robert Oberheim von der Gruppe Produktgestaltung der Firma Max Braun AG
1966 Preis des American Institute of Interior Design
1966, 1978 Rosenthal-Studio-Preis
1968 Honorary Royal Designer for Industry of the Royal Society of Arts, London, für herausragendes Design von Möbeln und "light engineering products"
1969, 1970, 1973, 1983 Deutscher Design Preis "Gute Form"
1972, 1974 Preis Design Jury "Top Form 74"
1974 Salone Internationale della Musica e dell'HiFidelity, Milano - Public Preis "Gold Slim"
1975, 1979, 1980 Preis des Design Center Stuttgart
1978 SIAD Medal der Society of Industrial Artists and Designers, London
1980 Busse Longlife Design Award
1985 Ernennung zum Ehrenmitglied, Mexikanische Design Akademie
1986 Ernennung zum Ehrenmitglied der Internationalen Fakultät, Ontario College of Art, Toronto
1989 Haus Industrieforum Essen wählt das Braun Design-Team als "Team des Jahres"
1989 Preis des Design Center Nordrhein-Westfalen
1990 Produkt Design Preis, Industrie Forum Hannover
1990 Erster Preisträger des "Industrie Forum Design Hannover" für besondere Verdienste für das Design
1991 Ehrendoktorwürde, Royal College of Arts, London
1996 World Design Medal, Industrial Designer Society of America
1997 Verleihung des Hessischen Verdienstordens
2002 Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
2004 Designpreis ONDI für hervorragende Arbeit auf dem Gebiet Industriedesign, Beiträge zur Weltkultur, Havanna, Kuba
2007 Design Preis der Bundesrepublik Deutschland 2007 für das Lebenswerk
2007 Lucky Strike Designer Award der Raymond Loewy Foundation für das Lebenswerk
2011 Hessischer Kulturpreis zusammen mit F. C. Gundlach und Dieter Rambow

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