Baukunst – Mitglieder

Wassili Luckhardt

Architekt

Am 22. Juli 1889 in Berlin geboren,
gestorben am 2. Dezember 1972 in Berlin.
Von 1955 bis 1972 Mitglied der Akademie der Künste, Berlin (West), Sektion Baukunst.
Von 1956 bis 1959 Stellvertretender Direktor der Sektion Baukunst der Akademie der Künste, Berlin (West).

Biographie

1907 Abitur am humanistischen Gymnasium in Berlin-Charlottenburg.
1908-1910 Architekturstudium an der Technischen Hochschule Berlin.
1910-1912 Militärdienst.
1912-1914 Weiterführung des Studiums an der Technischen Hochschule Dresden; Diplom.
1914-1918 Kriegsdienst.
1919-1920 Mitglied der Novembergruppe; Mitglied im Arbeitsrat für Kunst, Beteiligung an dessen Ausstellungen und Publikationen; Mitglied der Briefgemeinschaft Gläserne Kette.
1921 Gründung der Architektengemeinschaft Brüder Luckhardt, Berlin; Bürogemeinschaft mit Franz Hoffmann (1921-1923).
1924 Partnerschaft mit Alfons Anker: Architektengemeinschaft Brüder Luckhardt und Anker.
1926 Mitbegründer der Architektenvereinigung Der Ring.
1931 Teilnahme am Wettbewerb Das wachsende Haus, Entwurf für ein Einzelwohnhaus auf der Bauwelt-Musterschau, Messegelände, Berlin-Charlottenburg.
1933 Auflösung der Bürogemeinschaft mit Alfons Anker wegen dessen jüdischer Herkunft.
Ab 1954 Weiterführung des Büros durch Wassili Luckhardt nach dem Tod des Bruders.

Werk

Bauten:
1922-1923 Haus Buchthal, Berlin-Westend
1924-1925 Versuchssiedlung Schorlemerallee, Mauerwerksbauten, Berlin-Dahlem
1925-1927 Versuchssiedlung Schorlemerallee, Ateliergebäude der Architektengemeinschaft Brüder Luckhardt und Alfons Anker, Berlin-Dahlem
1925-1927 Umbau Geschäftshaus Tauentzienstraße, (Stadtküche Kraft), Berlin-Schöneberg (im Krieg zerstört)
1925-1927 Haus Paschen, Berlin-Westend
1926 Umbau Geschäftshaus Kurfürstendamm 211 (Scharlachberg-Haus, seit 1950 Maison de France), Berlin-Charlottenburg
1926-1928 Umbau Telschow-Haus, Potsdamer Straße, Berlin-Mitte (im Krieg zerstört)
1927-1929 Umbau Geschäftshaus Kurfürstendamm 40-41, Berlin-Charlottenburg (Chrysler-Haus, 1961 abgerissen),
1929-1930 Kolonie am Rupenhorn, Haus I, II, III, Berlin-Charlottenburg
1932 Haus Kapp, Berlin-Lankwitz
1933 Haus Belling, Berlin-Lichterfelde
1936-1938 Haus Ritzerfeld, Berlin-Dahlem
1952-1955 Wohnhochhaus am Kottbusser Tor, Berlin-Kreuzberg
1954-1958 Landesversorgungsamt Bayern und Versorgungsamt München, Max-Vorstadt
1955-1957 Interbau-Objekt Nr. 9, Hansaviertel, Berlin-Tiergarten, (mit Hubert Hoffmann im Rahmen der Ausstellung Interbau, 1957)
1956-1957 Haus Wassili Luckhardt, Berlin-Dahlem
1961-1966 Haus der Bürgerschaft, Bremen, Marktplatz
1962-1970 Pflanzenphysiologisches Institut der Freien Universität Berlin, Berlin-Dahlem
1963-1968 Veterinärmedizinisches Institut der Freien Universität Berlin, Berlin-Dahlem (mit Hans Joachim Wandelt)

Publikationen:
Hans Luckhardt, Wassili Luckhardt, Alfons Anker u. a.: Zur Neuen Wohnform. (Der wirtschaftliche Baubetrieb III), Berlin 1930
Walter Köhler: Wassili Luckhardt: Lichtarchitektur - Licht und Farbe als raumgestaltende Elemente, Berlin 1956
Udo Kultermann: Wassili und Hans Luckhardt, Tübingen 1958
Brüder Luckhardt, Alfons Anker. Berliner Architekten der Moderne, Schriftenreihe der Akademie der Künste, Berlin, Band 21, Berlin 1990
Dagmar Nowitzki: Hans und Wassili Luckhardt: Das architektonische Werk, München 1992

Auszeichnungen

1958 Kunstpreis Berlin
1962 Ehrendoktor der Technischen Universität Berlin