Film- und Medienkunst – Mitglieder

Ebbo Demant

Dokumentarfilmautor und -regisseur, Journalist

Am 16. Februar 1943 in Berlin geboren, lebt in Sinzheim.
Seit 1996 Mitglied der Akademie der Künste, Berlin, Sektion Film- und Medienkunst.

Biographie

Schulbesuch in Stade und Freiburg im Breisgau, Abitur.
1965-70 Studium der Publizistik, Geschichte und Politischen Wissenschaften an der Freien Universität Berlin.
1970 Promotion (Dr. phil.).
1970-1972 Reporter und Redakteur in der Hauptabteilung "FS-Information", Südwestfunk.
1973 Redaktionsmitglied des ARD-Magazins "Report".
Seit 1973 Autor von Dokumentarfilmen und Features.
1986-1996 Leiter der Abteilung Kultur-Fernsehen und Redakteur, Südwestfunk.
1996-2008 Chefreporter Kultur, Südwestrundfunk.
1991 und 2006-2018 Professor an der Filmakademie Baden-Württemberg.

Werk

Dokumentarfilme (Buch/Regie), bis 60 Minuten als Kurzfilm gekennzeichnet:
1973 Als wir kamen, haben wir geweint, Kurzfilm
1976 Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose. Ein Mord ist ein Mord ist ein Mord. Der Fall Alekos Panagoulis, Kurzfilm
1976 Helmut Kohl, Kurzfilm
1977 Armut ohne Ausweg, Kurzfilm
1978 Das Mitleid ist gestorben. Pier Paolo Pasolini und Italien, Kurzfilm
1979 Lagerstraße Auschwitz, Kurzfilm
(Aufnahme in die Filmsammlung des Museum of Modern Art und des Jewish Museum, New York)
1981 Flugplatz Mogadischu, Kurzfilm
1982 Teststrecke Boxberg, Kurzfilm
1986 Freiheit für Nelson Mandela, Kurzfilm
1988 Auf der Suche nach der verlorenen Zeit. Andrej Tarkowskijs Exil und Tod
1989 Malacca Straits, Kurzfilm
1990 Arkadien
1995 Die Gewürzroute
1996 Canal Grande
1999 Maluku
1999 Die Magellan-Straße
2000 Wüste
2000 Ruta V Panamericana, Kurzfilm
2000 Markusplatz
2001 Cerro Paranal - Das Auge der Menschheit, Kurzfilm
2001 Panamericana Mapuche, Kurzfilm
2002 Transatacama Highway
2003 Zwischen Massage und "McDonald's" – Nightmarket Chiang Mai, Kurzfilm
2003 Highway 107 – Das Goldene Dreieck
2004 Das Karussell des Lebens
2004 Neruda
2004 Die Brücke über den Kwai, Kurzfilm
2006 Carretera Austral
2007 Die Straße am Mekong
2007 Feuerland, Kurzfilm
2007 Meer

Spielfilm:
1995 Last Chance Love, 99 Min., Regie: Ankie Lau, Drehbuch (mit Ankie Lau, P. Cartwright)

Publikationen:
Hans Zehrer als politischer Publizist. Von Schleicher zu Springer. Antidemokratisches Denken in der deutschen Publizistik. Dissertation FU Berlin, Mainz 1970
Herausgeber: Auschwitz - Direkt von der Rampe weg. Kaduk, Erber, Klehr: Drei Täter geben zu Protokoll, Reinbek/Hamburg 1979
Herausgeber: Geen leugens over Auschwitz, Baarn 1980
In Search of the Lost Time. The Banishment and Death of Andrei Tarkovsky, in: Marina Tarkovskaya (Hg.), About Andrei Tarkovsky, Moskau 1990
Der persönliche Blick. Dokumentarfilme der 70er und 80er Jahre, in: Dieter Ertel, Peter Zimmermann (Hg.), Strategie der Blicke, Konstanz 1996

Auszeichnungen

1977 Adolf-Grimme-Preis, Ehrende Anerkennung, für: Armut ohne Ausweg
1977 Deutscher Journalistenpreis Entwicklungspolitik, für: Armut ohne Ausweg
1979 Chicago International Film Festival, Dokumentarfilmpreis, für: Lagerstraße Auschwitz
1994 Deutscher Fernsehpreis Telestar, Spezialpreis für das Lebenswerk
2005 Adolf-Grimme-Preis, Sonderpreis Kultur des Landes NRW, für: Neruda