Rumbalotte continua Die Kellner kommen und gehen, wir bleiben. Ein Fest für Peter Brasch zum 60.

Hommage

Peter Brasch, 1955 in Cottbus geboren, war ein Schriftsteller, der weder seine Weltsicht noch seine Haltung den politischen Zwängen der Zeit untergeordnet hat. Schon als Student der Germanistik eckte er bei der DDR-Obrigkeit an, wurde 1976 zwangsexmatrikuliert und musste sich mit Gelegenheitsjobs durchschlagen. Seit 1980 arbeitete er als freier Autor, Regisseur und Dramaturg in Berlin. 1986-1989 fand der Querdenker in der Hörspielabteilung des Rundfunks feste Anstellung. Nach dem Mauerfall erschienen von ihm neben kleinen, meist unselbständigen Veröffentlichungen erstmals größere wie „Rückblenden an Morgen. Prosa, Gedichte, Stücke“ (1991) und der Prosaband „Schön hausen“ (1999). Der gewonnen Freiheit stand in den letzten Jahren von Brasch immer häufiger die zermürbende Suche nach Arbeit und Verdienst entgegen. Gelegentliche Inszenierungen an Theatern, Stipendien und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen hielten ihn über Wasser. 2001 verstarb er im Alter von 45 Jahren.

Zum 60. Geburtstag Braschs erinnert die Kulturspelunke Rumbalotte gemeinsam mit der Akademie der Künste an einen Provokateur und zugleich unverbesserlichen Träumer. Das Fest lädt ein zu Lesung, Buchpremiere von „Arkadien“, Film und Musik. Präsentiert werden unbekannte, teils unveröffentlichte Texte aus dem Peter-Brasch-Archiv. Es wirken mit Margit Bendokat, Marion und Lena Brasch, Martina Hanf, Anne Lebinsky, Peter Ludewig, Bert Papenfuß, Petra Schramm, Hermann Treusch und Stefano Zangrando.

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Freitag, 18.9.2015

20 Uhr

Metzer Str. 9, 10405 Berlin

Lesung und Buchpremiere, Film und Musik.
Eintritt frei. 
Programm unter: www.rumbalotte-continua.de

 

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