Bildende Kunst – Ausstellungen

Auf Initiative und durch Mitwirkung einzelner Mitglieder entwickelt die Sektion Bildende Kunst thematische Ausstellungen, Gruppenausstellungen und monografischen Präsentationen. Darüber hinaus stellt sie jährlich das Werk eines ihrer Mitglieder im Kurt Tucholsky Literaturmuseum im Schloss Rheinsberg vor und richtet die Ausstellung zum Käthe-Kollwitz-Preis aus.

Installationsansicht: Käthe-Kollwitz-Preis 2018. Adrian Piper, Akademie der Künste, Berlin, September – Oktober 2018.

Installationsansicht: Käthe-Kollwitz-Preis 2018. Adrian Piper, Akademie der Künste, Berlin, September – Oktober 2018.

Ausstellungsansicht „Notes from the Underground – Art and Alternative Music in Eastern Europe 1968–1994“, 2018

Ausstellungsansicht „Notes from the Underground – Art and Alternative Music in Eastern Europe 1968–1994“, 2018

Ausstellungsansicht „Notes from the Underground – Art and Alternative Music in Eastern Europe 1968–1994“, 2018

Ausstellungsansicht „Uncertain States“, 2016

Ausstellungsansicht „Uncertain States“

Ausstellungsansicht „Uncertain States“, 2016

Ausstellungsansicht „Uncertain States“, 2016

Ausstellungsansicht „Uncertain States“, 2016

Ausstellungen im Jahr 2020

  • Kollwitz-Preis 2020. Timm Ulrichs
    Ausstellung im Akademie-Gebäude am Hanseatenweg,
    24.1. – 1.3.2020
    Eröffnung und Preisverleihung: Donnerstag, 23.1., 19 Uhr

 Der „Totalkünstler“ Timm Ulrichs kämpfte von Anfang an um Unabhängigkeit von den Zwängen des Kunstmarktes, um Freiheit im Stil und im Sinne der Konzeptkunst sowie um die Anerkennung und den Schutz der Idee, nicht des Objektes. Damit schließt er sich einer Utopie der Moderne an, die Leben und Kunst verschmelzen lässt. Die von Ulrichs 1961 gegründete Werbezentrale für Totalkunst / Banalismus / Extemporismus bildet bis heute mit der Verbindung von Lebens- und Arbeitsräumen den Ausgangs- und Bezugspunkt seines Werks.

Im Zentrum steht der Künstler selbst, sein Körper, Geist und gesellschaftlicher und urbaner Umraum, in dem er sich zum Ersten lebenden Kunstwerk inklusive Partizipation des Publikums transformierte. Der Konzeptkünstler besetzt aber auch das weite Feld der Sprache und experimentiert mit ihren Grenzen und den logischen Missverständnissen, die in der Beziehung aus Wort, Begriff, Bedeutung und in Korrelation mit dem Objekt entstehen.

Die Ausstellung „Weiter im Text“, die anlässlich des Käthe-Kollwitz-Preises 2020 stattfindet, ergründet mit einer Auswahl von raumgreifenden Werken, Druckgrafik, Objekten und Filmen seine künstlerische Vorstellung vom Ende des Sagbaren und Unsagbaren.

 

John Heartfield (1891–1968) gehört zu den innovativsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Seine politischen Fotomontagen wurden zu Ikonen im Kampf gegen den Nationalsozialismus. Bis heute sind sie von europäischem Rang und haben nichts von ihrer Sprengkraft eingebüßt. Die Ausstellung „John Heartfield – Fotografie plus Dynamit“ zeigt die vielen Facetten seiner Kunst von der Montage und Buchgestaltung über die Bühnenausstattung bis hin zur Fotografie und zum Trickfilm. Die Exponate zeugen von seinem raffinierten Konzept, mit den Mitteln der Werbung und der Aufklärung den Kunstkontext zu sprengen.

Grundlage der Ausstellung ist die Neubearbeitung und Digitalisierung seines Nachlasses, der sich in der Akademie der Künste befindet. Zum Teil erstmals gezeigte Arbeiten und Dokumente machen sein komplexes Bezugsfeld sichtbar. Heartfield hatte während seines von Verfolgung und Exil geprägten Lebens enge Verbindungen zu bedeutenden Zeitgenossen wie Grosz, Brecht und Piscator. Bislang unbekannte Inspirationsquellen wie Stücke aus seiner Grafik- und Ostasiatikasammlung erweitern die Werkschau.

 

  • Arnold Dreyblatt: REPERTOIRE
    Akademie der Künste, Hanseatenweg 10
    Ganzjährig mit Unterbrechungen

Arnold Dreyblatt fokussiert seine medien- und archivgestützten Installationen auf kulturelle Erinnerung und überschreitet dabei die Grenzen zwischen neuen und traditionellen Medien. Seine Multimediainstallation REPERTOIRE (2016) basiert auf der Geschichte der Akademie der Künste: den Daten von rund 2.500 Mitgliedern seit ihrer Gründung 1696. Dreyblatt strukturiert diese neuartig, um die internationale Gemeinschaft von Künstlerinnen und Künstlern hervorzuheben, die stets zur Weiterentwicklung der Kunst ihrer Zeit beigetragen haben.

Die Ausstellungen der Sektion Bildende Kunst in den vergangenen Jahren finden Sie im Ausstellungsarchiv.

Ausstellungen zum Käthe-Kollwitz-Preis

Jährlich richtet die Sektion Bildende Kunst die Ausstellung zum Käthe-Kollwitz-Preis in der Akademie der Künste aus.