Bildende Kunst – Ausstellungen

Auf Initiative und durch Mitwirkung einzelner Mitglieder entwickelt die Sektion Bildende Kunst thematische Ausstellungen, Gruppenausstellungen und monografischen Präsentationen. Darüber hinaus stellt sie jährlich das Werk eines ihrer Mitglieder im Kurt Tucholsky Literaturmuseum im Schloss Rheinsberg vor und richtet die Ausstellung zum Käthe-Kollwitz-Preis aus.

Ausstellungsansicht „Notes from the Underground – Art and Alternative Music in Eastern Europe 1968–1994“, 2018

Ausstellungsansicht „Notes from the Underground – Art and Alternative Music in Eastern Europe 1968–1994“, 2018

Ausstellungsansicht „Notes from the Underground – Art and Alternative Music in Eastern Europe 1968–1994“, 2018

Ausstellungsansicht „Uncertain States“, 2016

Ausstellungsansicht „Uncertain States“

Ausstellungsansicht „Uncertain States“, 2016

Ausstellungsansicht „Uncertain States“, 2016

Ausstellungsansicht „Uncertain States“, 2016

Ausstellungen im Jahr 2019

  • Kollwitz-Preis 2019. Hito Steyerl
    Ausstellung im Akademie-Gebäude am Pariser Platz,
    21.2. – 14.4.2019
    Eröffnung und Preisverleihung: Mittwoch, 20.2., 19 Uhr

Hito Steyerl erhält den Käthe-Kollwitz-Preis 2019. Mit dieser Auszeichnung ehrt die Akademie der Künste eine internationale Künstlerin, deren besonderes Interesse den Medien, der Technologie und der Verbreitung von Bildern gilt. Ihr Werk umfasst Texte, Performances, Multimedia-Installationen und essayistische Dokumentarfilme, in denen sie sich mit postkolonialer Kritik, feministischer Repräsentationslogik sowie den Einflüssen der Globalisierung auf den Finanz-, Arbeits- und Warenmarkt auseinandersetzt.

Hito Steyerl, so die Jury, gelinge es wie kaum einer anderen bildenden Künstlerin auf provokante und scharfsinnige Weise physische, visuelle und intellektuelle Informationen in einem Werk zu bündeln. Die Juroren heben bei ihrer Wahl hervor, „dass Hito Steyerl mit ihren Bildmontagen aus Computeranimationen, aus Massenmedien und aus selbstgedrehten Szenen auf den Einfluss digitaler Informationen und digitalen Lebens reagiert und mit ihrer Arbeit auf gegenwärtige politische, gesellschaftliche und soziale Prozesse aufmerksam macht.“

 

  • Wo kommen wir hin. Ein künstlerisches Forschungslabor der Akademie der Künste

    21.3.2018 – 2.6.2019

Wohin entwickeln sich die Künste und die Gesellschaft heute? Und wie steht es um das Widerstandspotenzial der Künste im politischen Raum? Diesen Fragen widmet sich die Akademie der Künste in einem neuen Programmschwerpunkt von März bis Anfang Juni 2019. Ziel ist es, die Werkzeugkästen der künstlerischen Produktion neu zu reflektieren. Schreiben, Komponieren, Konzipieren, Schauspielern, Inszenieren: Akademie-Mitglieder und Gäste überdenken die Formen ihres künstlerischen Handelns und befragen diese auf ihre Grenzen hin.

Weitere Informationen finden Sie auf der Projektwebsite zu „Wo kommen wir hin“.

 

  • Thomas Florschuetz. Zwischenzeit
    Ausstellung im Kurt Tucholsky Literaturmuseum, Schloss Rheinsberg,
    24.8. – 3.11.2019

Der Fotograf Thomas Florschuetz widmet sich in Momentaufnahmen dem fragmentarischen Bild, das zwischen Abstraktion und Konkretion oszilliert. Seit Mitte der 1980er Jahre entstanden einzigartige fotografische Tableaus mit Abbildungen von Körperteilen, bis heute folgen zahlreiche Werkgruppen, die sich, verschiedene Sujets u. a. aus Architektur, Technik und Botanik zeigend, in ihrer Material- und Oberflächenbeschaffenheit, aber auch im Umgang mit Farbe, Licht und Schatten grundlegend unterscheiden. Überlagerungen von unterschiedlichen Oberflächen (Stoff, Glas, Holz, Stein u. a.) führen das zweidimensionale Medium der Fotografie in neue räumliche Konstellationen.
Aus diesen Aufnahmen entstehen, oft in mehrteiliger Gestalt, Arbeiten, die das Fragmentarische des Blickes hervorhebend, im selben Moment Differenz und Verlust im Übergang vom Sehen zum Zeigen spürbar machen. Dem Fotografen geht es in diesem Prozess nicht um das Körperliche im Bild, sondern um die Wahrnehmung des dargestellten Körpers durch den Betrachter oder die Betrachterin.

Wie tief und vielschichtig seine Fotografie sein kann und welche Grenzen der Abstraktion er überschreitet, zeigt eine Auswahl von groß- und kleinformatigen Werken im Kurt Tucholsky Literaturmuseum im Schloss Rheinsberg.

 

  • Magic Media – Media Magic
    Videokunst seit den 1970er Jahren aus dem Archiv Wulf Herzogenrath
    Ausstellung im Akademie-Gebäude am Pariser Platz,
    12.9. – 13.10.2019
    Eröffnung: Mittwoch, 11.9., 21 Uhr

Seit den 1960er Jahren entdeckten bildende Künstlerinnen und Künstler die unmittelbare Verfügbarkeit von Videobildern für ihre Arbeit und nutzten eine Technik, die ursprünglich für das Fernsehen entwickelt worden war. In den 1970er Jahren etablierte sich die Videokunst zunehmend (u.a. Projekt '74, Köln) und zog mit der von Wulf Herzogenrath kuratierten Sektion „Video“ in die documenta 6 (1977) ein. Seit den 1980er Jahren entwickelten Künstler neue technische Möglichkeiten, die elektronische Bild- und Tonstruktur zu manipulieren, um die Ästhetik der Bildsprache und -wahrnehmung zu verändern. Mit dem Zugang zu digitaler Bildproduktion eröffneten sich wieder neue Dimensionen. Dieses breite Feld der Videokunst zwischen Performance und Skulptur spiegelt sich im Archiv von Wulf Herzogenrath wider.

Die Ausstellung „Magic Media – Media Magic“ zeigt künstlerisches und dokumentarisches Filmmaterial, Schriftgut, Skizzen, Fotografien und Künstlergästebücher u. a. von Vito Acconci, Klaus vom Bruch, John Cage, peter campus, Lutz Dammbeck, Joan Jonas, Rebecca Horn, Nam June Paik, Bjørn Melhus, Marcel Odenbach, Sigmar Polke, Ulrike Rosenbach, Bill Viola und Künstlern aus der Edition von Videoart at Midnight.

Die Ausstellungen der Sektion Bildende Kunst in den vergangenen Jahren finden Sie im Ausstellungsarchiv.

Ausstellungen zum Käthe-Kollwitz-Preis

Jährlich richtet die Sektion Bildende Kunst die Ausstellung zum Käthe-Kollwitz-Preis in der Akademie der Künste aus.